Zwei Trick­die­bin­nen in Bay­reuth unter­wegs – Poli­zei warnt die Bevöl­ke­rung

Eine 73-Jäh­ri­ge aus Bay­reuth ging am Mon­tag auf dem Bay­reu­ther Weih­nachts­markt zwei Trick­be­trü­ge­rin­nen auf den Leim. Die Frau­en mach­ten der Rent­ne­rin Angst, indem sie ihr vor­gau­kel­ten, dass auf ihr und ihrer Fami­lie ein Fluch lie­ge und ent­lock­ten dadurch der Bay­reu­the­rin die gesam­ten Erspar­nis­se in Höhe von 60.000 Euro. Die Poli­zei warnt vor die­ser Masche, älte­re Leu­te abzu­zocken.

Die Geprell­te befand sich gera­de auf dem Weih­nachts­markt in der Innen­stadt, als eine etwa 60-jäh­ri­ge Frau sie ansprach. Sie ver­wickel­te die Bay­reu­the­rin in ein Gespräch und frag­te auch, ob sie rus­sisch spre­che. Von nun an unter­hiel­ten sie sich nur noch auf rus­sisch. Die Betrü­ge­rin und eine wei­te­re Frau rede­ten auf die Rent­ne­rin ein und wie­sen sie dar­auf hin, dass auf ihrer Fami­lie ein Fluch lie­ge.

Nun ver­such­ten sie, die Senio­rin mit ein paar Taschen­spie­ler­tricks von ihren magi­schen Kräf­ten zu über­zeu­gen. Von der Vor­füh­rung beein­druckt, ging die 73-Jäh­ri­ge mit einer der Frau­en nach Hau­se und folg­te deren Anwei­sung. Wie gefor­dert wickel­te sie ihre gesam­ten Erspar­nis­se in ein Hand­tuch, Unter­ho­se und Socken ein. Mit dem zusätz­lich in eine Pla­stik­tü­te ein­ge­pack­ten Wäsche­bün­del gin­gen sie wie­der in die Stadt und tra­fen dort auf die 60-Jäh­ri­ge, die das Bün­del nahm und vor dem Kör­per der Bay­reu­the­rin krei­sen ließ. Mit die­ser Akti­on soll­te der Fluch been­det wer­den. Dass die Die­bin dabei das Bün­del mit dem Geld aus­tausch­te, bemerk­te die Rent­ne­rin nicht. Mit dem Hin­weis, die Tüte an einen dunk­len Ort zu stel­len und frü­he­stens nach sie­ben Tagen zu öff­nen, ver­ab­schie­de­ten sich das Die­bes­duo von ihr.

So lan­ge hielt es die Bay­reu­the­rin nicht aus und öff­ne­te noch am glei­chen Tag das Wäsche­bün­del. Die böse Über­ra­schung folg­te auf den Fuß. Ihre gesam­ten Erspar­nis­se waren wie vom Erd­bo­den ver­schwun­den.

Die älte­re der zwei Frau­en

  • gab an 60 Jah­re alt zu sein
  • ist rund 165 Zen­ti­me­ter groß und hat­te eine hel­le, glat­te, gepu­der­te Gesichts­haut
  • war mit einer dicken, schwar­zen, über das Gesäß rei­chen­den Win­ter­jacke beklei­det
  • trug einen hel­len Hut mit Krem­pe
  • sah wesent­lich jün­ger aus, als sie vor­gab und hat­te hell­blon­de, glat­te, schul­ter­lan­ge Haa­re; dabei könn­te es sich um eine Perücke gehan­delt haben

Ihre Beglei­te­rin wird wie folgt beschrie­ben:

  • unge­fähr 40 Jah­re alt
  • rund 165 Zen­ti­me­ter groß
  • glat­te Haut, hel­ler Teint
  • läng­li­ches Gesicht
  • dun­kel­brau­ne, glat­te Haa­re mit Pony
  • beklei­det mit einer schwar­zen, über das Gesäß rei­chen­den Win­ter­jacke mit Kapu­ze und dunk­ler Jeans

Das die­bi­sche Frau­en­duo sprach über­wie­gend rus­sisch und sucht sich ver­mut­lich gezielt älte­re Aus­sied­ler­rin­nen als poten­ti­el­le Opfer aus.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei Bay­reuth warnt in die­sem Zusam­men­hang vor wei­ter auf­tre­ten­den Trick­die­ben und bit­tet um Hin­wei­se:

  • Wem sind am 12. Dezem­ber die zwei beschrie­be­nen Frau­en im Stadt­ge­biet Bay­reuth auf­ge­fal­len?
  • Wer wur­de in ähn­li­cher Wei­se von Per­so­nen ange­spro­chen, oder wur­de gar selbst Opfer einer sol­chen Tat?

Zeu­gen und Geschä­dig­te wer­den gebe­ten, sich unter Tel. 0921÷506−0 an die Kri­po Bay­reuth zu wen­den.