Bay­reuth erin­nert an Max von der Grün

Gedenk­ta­fel am Geburts­haus des in Bay­reuth gebo­re­nen Schriftstellers

Die Stadt Bay­reuth erin­nert an den im Stadt­teil St. Geor­gen gebo­re­nen Schrift­stel­ler Max von der Grün künf­tig auch mit einer Gedenk­ta­fel an sei­nem Geburts­haus “Hin­ter der Kir­che 1”. Damit ent­spricht die Stadt einer Anre­gung von Stadt­rat Ernst-Rüdi­ger Ket­tel. Von der Grüns Geburts­tag jährt sich in die­sem Jahr zum 85. Mal. Bereits seit Ende 2008 gibt es eine Max-von-der-Grün-Stra­ße im Neu­bau­ge­biet Nähe Kreuzstein.

Recher­chen des Histo­ri­schen Muse­ums der Stadt Bay­reuth haben erge­ben, dass die Fami­lie von der Grün bereits im 16. Jahr­hun­dert als Bewoh­ner der Stadt Bay­reuth nach­weis­bar ist.

Um auf das etwas abseits gele­ge­ne Geburts­haus des Schrift­stel­lers hin­zu­wei­sen, wird auch ein Weg­wei­ser an einer Later­ne oder in Ver­bin­dung mit einem Ver­kehrs­schild ange­bracht. Neben der Gedenk­ta­fel am Geburts­haus in St. Geor­gen wird die Stadt zudem das Stra­ßen­schild der Max-von-der-Grün-Stra­ße um einen erläu­tern­den Hin­weis zur Namens­ge­bung ergänzen.

Max von der Grün erblick­te als Sohn eines Schuh­ma­chers und einer Por­zel­lan­ar­bei­te­rin am 25. Mai 1926 das Licht der Welt in Bay­reuth. Er wuchs in Mit­ter­teich in der Ober­pfalz in einer streng luthe­risch gepräg­ten Fami­lie auf. Max von der Grün war ver­hei­ra­tet und Vater zwei­er Söh­ne. Der Schrift­stel­ler leb­te von 1963 bis zu sei­nem Tod am 7. April 2005 in Dortmund.

In sei­nen Büchern beschäf­tig­te sich Max von der Grün mit der Arbeits­welt und aktu­el­len poli­ti­schen, pri­va­ten sowie auch sozia­len Pro­ble­men. Er gilt des­halb als einer der wich­tig­sten deut­schen Ver­tre­ter der Lite­ra­tur der Arbeits­welt in der Nach­kriegs­zeit. Sei­ne Wer­ke wur­den zum Teil mehr­fach ver­filmt und in zahl­rei­che Spra­chen über­setzt. Für sein Werk erhielt er zahl­rei­che Prei­se und Aus­zeich­nun­gen – so unter ande­rem 1998 den Kog­ge-Lite­ra­tur­preis der Stadt Min­den, 1991 den Ver­dienst­or­den des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, 1988 den Lite­ra­tur­preis Ruhr und 1981 den Annet­te-von-Dro­ste-Hüls­hoff-Preis des Land­schafts­ver­bands Westfalen-Lippe.

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