“Mis­sio­na­risch Kir­che sein für den Dienst am Men­schen ”

Erz­bi­schof Schick dankt Prie­stern und Dia­ko­nen für ihren Dienst b- Prie­ster sol­len Vor­rei­ter einer mis­sio­na­ri­schen Kir­che sein

(bbk) Kurz nach dem Ende des Besuchs von Papst Bene­dikt XVI. in Deutsch­land hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick zu einer mis­sio­na­ri­sche­ren Kir­che auf­ge­ru­fen. Erz­bi­schof Schick zog eine posi­ti­ve Bilanz des Besuchs von Papst Bene­dikt XVI. in Deutsch­land. Er habe in sei­nen Reden öfter von der „Welt­kir­che“ gespro­chen und vie­le Anre­gun­gen gege­ben. „Den­ken wir über die Anspra­chen des Hei­li­gen Vaters nach, dann wird uns auf­ge­hen, wie er sei­ne Schwe­stern und Brü­der stärkt.“

Das Mot­to der Rei­se des Hei­li­gen Vaters „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ habe er wahr gemacht. „Wir wol­len es umset­zen, indem wir noch mehr „mis­sio­na­ri­sche Kir­che“ sind. „Als Erz­bis­tum Bam­berg wol­len wir uns mis­sio­na­risch für die gan­ze Mensch­heit und Welt ein­set­zen“, sag­te der Bam­ber­ger Ober­hir­te am Mon­tag (26.09.11) beim Otto­tag für die Kle­ri­ker der Erz­diö­ze­se.

Mis­si­on bedeu­te, „dem Reich Got­tes die Wege berei­ten. Wir wol­len mehr Gerech­tig­keit in die­ser Welt beför­dern, mehr Frie­de für alle Men­schen errei­chen, mehr Freu­de brin­gen“. Kon­kret mei­ne dies: Hoff­nung für eine gute Zukunft aller Men­schen aus dem Glau­ben an Gott, weni­ger Armut und Analpha­be­tis­mus, weni­ger Hun­ger und Zer­stö­rung der Umwelt, mehr Evan­ge­li­um in allen Gesell­schaf­ten der Erde. „Dar­an wol­len wir arbei­ten, dar­an wol­len wir als Erz­diö­ze­se Bam­berg mit­wir­ken“, sag­te Schick.

Mis­sio­na­risch Kir­che sein, bedeu­te „ganz nah bei Jesus und sei­nem Evan­ge­li­um“ zu sein und zugleich „nah bei den Men­schen mit ihren Freu­den und Sor­gen, so wie es Jesus war.“ Eine mis­sio­na­ri­sche Kir­che ist eine Kir­che der Hei­li­gen, die sich für das irdi­sche Wohl und ewi­ge Heil ihrer Mit­men­schen mit allen Kräf­ten ein­set­zen. Sol­che Hei­li­ge sol­len wir sein und sol­che Hei­lig­keit för­dern“, sag­te Schick. Dies gel­te welt­weit. Eine mis­sio­na­ri­sche Kir­che ver­mitt­le den Men­schen das Leben Got­tes, das „Leben in Fül­le.“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof wies dar­auf hin, dass eine mis­sio­na­ri­sche Kir­che eine „from­me Kir­che“ sein müs­se. Schick ermu­tig­te die Prie­ster und Dia­ko­ne ihre Spi­ri­tua­li­tät täg­lich zu pfle­gen. „In der Eucha­ri­stie, im Stun­den­ge­bet, in der Schrift­be­trach­tung kön­nen wir fröm­mer wer­den, damit wir im Ver­trau­en auf Gott mis­sio­na­risch Kir­che sein kön­nen.“

Erz­bi­schof Schick dank­te ganz aus­drück­lich den Prie­stern und Dia­ko­nen für ihren Dienst, der von vie­len Ordens­chri­sten sowie vie­len enga­gier­ten haupt- und ehren­amt­li­chen Lai­en in Ver­kün­di­gung, Got­tes­dienst und Cari­tas mit­ge­tra­gen wer­den. „Ihnen allen sind wir dank­bar und wir begeg­nen ihnen mit gro­ßer Wert­schät­zung und Aner­ken­nung.“

Erz­bi­schof Schick ermu­tig­te die Prie­ster nicht alles selbst zu tun. „Als Prie­ster haben wir die Auf­ga­be zu inspi­rie­ren, zu mode­rie­ren, zu inte­grie­ren und so die Gläu­bi­gen mit dem Geist Jesu zu beschen­ken, damit die­se dar­aus leben und wir­ken.“

Die Kir­che in Deutsch­land erfül­le, wie vom Evan­ge­li­um auf­ge­tra­gen, vie­le Auf­ga­ben für die Men­schen. Der Bam­ber­ger Ober­hir­te erin­ner­te an die Kin­der­gär­ten, den schu­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt, die vie­len Berei­che der Cari­tas und der Hilfs­wer­ke und vor allem die Got­tes­dien­ste. „Erfül­len wir die­se Insti­tu­tio­nen mit dem Geist Chri­sti, so dass unse­re Kir­che frucht­bar wird für die Men­schen. Wenn wir hier mis­sio­na­risch wir­ken ist uns auch die Mis­si­on in der Welt­kir­che ein Anlie­gen.“

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