Bay­reu­ther Finanz­kas­se künf­tig in Hof

Es bleibt dabei: Die ober­frän­ki­schen Finanz­kas­sen wer­den zusam­men­ge­legt. Künf­tig soll es nur noch an den Stand­or­ten Hof und Lich­ten­fels Finanz­kas­se geben. Für Bay­reuth wäre dann das Finanz­amt Hof zustän­dig. Das bestä­tig­te Finanz­staats­mi­ni­ster Dr. Georg Fah­ren­schon gegen­über den bei­den Bay­reu­ther SPD-Abge­ord­ne­ten MdB Anet­te Kram­me und MdL Dr. Chri­stoph Raben­stein.

Die bei­den SPD-Poli­ti­ker hat­ten sich in einem Brief an die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung gegen die­se Zen­tra­li­sie­rung aus­ge­spro­chen: „Finan­zi­el­le Ein­spa­run­gen sind mit die­sem Schritt kaum zu erwar­ten. So müs­sen z.B. in Lich­ten­fels neue Räum­lich­kei­ten gesucht wer­den. Gra­vie­ren­der ist jedoch, dass die Arbeits­ef­fi­zi­enz wohl lei­den wird“, so die Abge­ord­ne­ten. „Die Arbeits­ab­stim­mun­gen zwi­schen Finanz­kas­se, Voll­streckung und Ver­an­la­gung funk­tio­nie­ren in unmit­tel­ba­rem Kon­takt ein­fach bes­ser.“

Nach dem Mot­to „Die Arbeit zu den Men­schen brin­gen“ wur­de vor kur­zem die Finanz­kas­se des Finanz­amts Mün­chen wie­der dezen­tra­li­siert und an sechs Stand­or­te in der Regi­on ver­la­gert. „Was für den Münch­ner Bal­lungs­raum gut ist, hat für Ober­fran­ken offen­sicht­lich kei­ne Bedeu­tung“, kri­ti­sie­ren Kram­me und Raben­stein. Sicher­lich sei­en die Münch­ner Teil­fi­nanz­kas­sen von der Grö­ße her ver­gleich­bar mit den neu zu schaf­fen­den Ein­hei­ten in Ober­fran­ken. „Aber die Grö­ße soll­te nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len. Wich­tig ist viel­mehr die Zufrie­den­heit der Beschäf­tig­ten und die Prä­senz vor Ort. Das wird mit der ange­streb­ten Zusam­men­le­gung der Kas­sen jedoch in Fra­ge gestellt.“

Den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Finanz­kas­sen wird frei­ge­stellt, ob sie an den neu­en Stand­ort wech­seln. „Wer in Bay­reuth blei­ben will, darf das, muss jedoch nach einer ange­mes­se­nen Ein­ar­bei­tungs­zeit und erfor­der­li­chen Schu­lun­gen einen neu­en Auf­ga­ben­be­reich über­neh­men“, fas­sen Kram­me und Raben­stein die Aus­sa­gen von Mini­ster Fah­ren­schon zusam­men. Geprüft wer­de der­zeit, ob Beschäf­tig­ten, die in der Finanz­kas­se wei­ter­ar­bei­ten möch­ten, Tele- oder Satel­li­ten­ar­beits­plät­ze ange­bo­ten wer­den kön­nen.

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