In Wie­sen­brü­ter­ge­bie­ten auf den Wegen blei­ben und Hun­de anlei­nen!

Land­rats­amt, Bau­ern­ver­band und Gebiets­be­treu­er machen auf Wege­ge­bot und Anlein­pflicht in Wie­sen­brü­ter­ge­bie­ten auf­merk­sam

Die Wie­sen im Wie­sent­tal und im Reg­nitz­tal bei Hau­sen sind gera­de bei dem schö­nen Früh­lings­wet­ter ein belieb­tes Ziel für Spa­zier­gän­ger und Hun­de­freun­de. Doch wir tei­len die­se schö­nen Flecken der Natur mit einer Rei­he von stö­rungs­emp­find­li­chen Vogel­ar­ten wie dem sel­te­nen Wach­tel­kö­nig oder dem Braun­kehl­chen.

Des­halb gilt es vom 1. April bis 31. August beson­ders auf die boden­brü­ten­den Vogel­ar­ten Rück­sicht zu neh­men und auf den Wegen zu blei­ben.
Vor allem in den aus­ge­wie­se­nen Wie­sen­brü­ter­ge­bie­ten müs­sen Hun­de wegen der mög­li­chen Beein­träch­ti­gung beson­ders geschütz­ter Tier­ar­ten gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1 Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz ange­leint wer­den.

Die Wie­sen­brü­ter­ge­bie­te im Reg­nitz­tal bei Hau­sen sowie im Wie­sent­tal zwi­schen Forch­heim und Eber­mann­stadt gehö­ren zum euro­pa­wei­ten Schutz­ge­biets-Netz „NATU­RA 2000“ (Vogel­schutz­ge­biet 6332–471 „Reg­nitz- und Unte­res Wie­sent­tal“). Um auf sie auf­merk­sam zu machen wur­den im letz­ten Jahr durch das Land­rats­amt Schil­der auf­ge­stellt.

Auch der Baye­ri­sche Bau­ern­ver­band bit­tet Spa­zier­gän­ger drin­gend auf den Wegen zu blei­ben und Hun­de anzu­lei­nen. Hun­de­kot im Fut­ter kann zu ernst­haf­ten gesund­heit­li­chen Pro­ble­men bei Kühen füh­ren. Erst kürz­lich berich­te­te ein Erlan­ger Land­wirt von sechs Käl­bern, die durch den Erre­ger Neo­spo­ra, der durch Hun­de­kot über­tra­gen wird, bereits tot gebo­ren wur­den.
U.a. des­halb und zum Schutz des Ertra­ges darf land­wirt­schaft­lich genutz­tes Grün­land in der Zeit des Auf­wuch­ses von Mensch und Hund nicht betre­ten wer­den (Art. 30 Baye­ri­sches Natur­schutz­ge­setz).

Auf die Ein­hal­tung der Geset­ze ach­ten die Natur­schutz­wäch­ter, die im Auf­trag des Land­rats­am­tes – unte­re Natur­schutz­be­hör­de – unter­wegs sind.

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