Hein­rich Bed­ford-Strohm ist neu­er Lan­des­bi­schof der Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che in Bay­ern

Der Bam­ber­ger Theo­lo­ge erhielt im 6. Wahl­gang die erfor­der­li­che Mehr­heit

Ein Bam­ber­ger Theo­lo­gie­pro­fes­sor ist neu­er Lan­des­bi­schof der Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che in Bay­ern: Auf der Früh­jahrs­ta­gung der Lan­des­syn­ode am 4. April 2011 haben die 105 wahl­be­rech­tig­ten Syn­oda­len Prof. Dr. Hein­rich Bed­ford-Strohm im 6. Wahl­gang mit 63 Stim­men die abso­lu­te Mehr­heit zuge­spro­chen. Mit die­sem Ergeb­nis konn­te er sei­ne bei­den Mit­be­wer­ber, den lan­des­kirch­li­chen Per­so­nal­chef Ober­kir­chen­rat Hel­mut Völ­kel und die Münch­ner Regio­nal­bi­schö­fin Susan­ne Breit-Keß­ler, deut­lich auf die Plät­ze zwei und drei ver­wei­sen. Breit-Keß­ler war nach dem 5. Wahl­gang aus­ge­schie­den, auf Völ­kel fie­len noch 37 Stim­men.

Hein­rich Bed­ford-Strohm ist seit sie­ben Jah­ren Inha­ber des Lehr­stuhls für Evan­ge­li­sche Theo­lo­gie mit Schwer­punkt Syste­ma­ti­sche Theo­lo­gie und theo­lo­gi­sche Gegen­warts­fra­gen an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg und lei­tet dort außer­dem die Diet­rich-Bon­hoef­fer-For­schungs­stel­le für Öffent­li­che Theo­lo­gie. Sei­ne For­schungs­schwer­punk­te lie­gen in den Berei­chen Dog­ma­tik, Ethik und Sozi­al­ethik. Von 2001 bis 2007 war er Mit­glied der inter­na­tio­na­len Arbeits­grup­pe des Welt­kir­chen­rats zur Bio­ethik, wes­halb die mit die­sem The­ma zusam­men­hän­gen­den Fra­gen gegen­wär­tig eine beson­de­re Rol­le in der For­schung am Lehr­stuhl spie­len. Durch Bed­ford-Strohms Mit­glied­schaft in der Sozi­al­kam­mer der EKD steht auch die Fra­ge nach der Zukunft des Sozi­al­staats auf der Tages­ord­nung.

Am 9. Okto­ber 2011 wird der der­zeit amtie­ren­de Lan­des­bi­schof Dr. Johan­nes Fried­rich offi­zi­ell ver­ab­schie­det. Hein­rich Bed­ford-Strohm wird am 30. Okto­ber 2011 als neu­er Bischof ein­ge­führt. Er wird sei­nen Lehr­stuhl zum Amts­an­tritt abge­ben.

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