Erz­bi­schof Schick weih­te in Ber­lin Com­bo­ni-Mis­sio­nar zum Prie­ster

Zöli­bat, Armut und Gehor­sam gehö­ren beim Prie­ster zusam­men

(bbk) Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat die Bedeu­tung und Zusam­men­ge­hö­rig­keit der drei evan­ge­li­schen Räte Armut, Gehor­sam und Zöli­bat her­vor­ge­ho­ben. „Bei der Prie­ster­wei­he gibt es kei­ne Loser, son­dern nur Win­ner“, sag­te Schick am Sams­tag (26. März) bei der Prie­ster­wei­he eines Com­bo­ni-Mis­sio­nars in der Ber­li­ner St.-Hedwigs-Kathedrale. Durch die Wei­he wer­de der Prie­ster selbst, sei­ne Fami­lie und sei­ne Freun­de, die Ordens­ge­mein­schaft und die Kir­che beschenkt. Als Ver­ant­wort­li­cher der deut­schen Bischofs­kon­fe­renz für die Welt­kir­che und als Nach­bar des Pro­vin­zi­alats der Com­bo­ni-Mis­sio­na­re in Bam­berg habe er gern die Wei­he über­nom­men, so Schick. Der Geweih­te, Pater Gre­gor Schmidt, ist gebür­ti­ger Ber­li­ner, hat einen Teil sei­ner Aus­bil­dung in Kenia absol­viert und wird bald im Sudan tätig wer­den.

Die drei evan­ge­li­schen Räte sei­en einen Berei­che­rung, beton­te Schick, wenn man sie geist­lich ver­ste­he und lebe. Ein Syn­onym für den Zöli­bat sei das Wort Frei­heit, für die Armut Freu­de und für den Gehor­sam Gemein­schaft. Erz­bi­schof Schick sag­te, mit dem Zöli­bat ver­zich­te der Prie­ster auf Ehe und Fami­lie sowie auf die Ver­wirk­li­chung der von Gott geschenk­ten Sexua­li­tät. „Aber nicht, um sich zu berau­ben, son­dern um einer ande­ren beglücken­den Bezie­hung wil­len, näm­lich mit Jesus Chri­stus für die Men­schen zu leben.

Der Zöli­ba­tä­re müs­se täg­lich die Bezie­hung zu Jesus pfle­gen. Dies gesche­he durch das Gebet, die Schrift­me­di­ta­ti­on, das Stun­den­ge­bet und die täg­li­che Eucha­ri­stie­fei­er. „Dann gelingt das gro­ße ‚Ja’ zum Zöli­bat ein Leben lang“, sag­te Schick. Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof wies auch auf die bei­den ande­ren evan­ge­li­schen Räte hin. Armut bedeu­te Ver­zicht auf Reich­tum und Besitz, auf das Stre­ben nach Geld, Gut und Absi­che­run­gen, auf Macht und Posi­tio­nen. „Als der hei­li­ge Fran­zis­kus auch sein letz­tes Hemd her­ge­ge­ben hat­te, spür­te er unsag­ba­re Freu­de“, sag­te Schick.

Die Armut befreie vom Stress nach dem „immer mehr, immer schnel­ler und immer höher“. Die­se sei­en die Freu­den­kil­ler des Lebens, die abhän­gig und süch­tig mach­ten. Erz­bi­schof Schick erin­ner­te dabei auch an die Selig­prei­sung (Mt 5,3): „Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Him­mel­reich.“ Armut schen­ke Freu­de.

Zum Zöli­bat und der Armut gehö­re der Gehor­sam im prie­ster­li­chen Leben, der Gemein­schaft schen­ke. Er bedeu­te, sich ein­fü­gen in die Plä­ne Got­tes und Ver­trau­en zu haben in sei­ne Vor­se­hung. Schick wies dar­auf hin, dass das ehr­gei­zi­ge, selbst­süch­ti­ge Stre­ben nach Selbst­ver­wirk­li­chung „oft sehr ein­sam“ mache. Gehor­sam hin­ge­gen mache gemein­schafts­fä­hig, „füge ein in die Kir­che mit ihren Zie­len und Auf­ga­ben, fügt ein in den Auf­bau des Rei­ches Got­tes“. So schen­ke der Gehor­sam Gemein­schaft.

Zöli­bat, Armut und Gehor­sam müss­ten als gleich­schenk­li­ges Drei­eck ver­stan­den wer­den. Kei­ne Sei­te davon dür­fe feh­len, weil „sonst das Gan­ze zusam­men­bricht.“ Die Sym­bo­le bei der Prie­ster­wei­he, die Beklei­dung mit den prie­ster­li­chen Gewän­dern, die Sal­bung der Hän­de, die Über­ga­be von Kelch und Pate­ne mach­ten deut­lich, wor­um es bei der Wei­he gehe, Jesus Chri­stus anzu­zie­hen, mit den Hän­den und allem, was den Men­schen aus­macht, Gutes zu tun und die Sakra­men­te lebens­dien­lich zu fei­ern.

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