Die „Hoch­schul­stadt“ der Zukunft

Empi­ri­sche Daten für Stadt- und Hoch­schul­mar­ke­ting

Wie leben die Stu­den­ten aktu­ell in den Städ­ten? Wie ist es um ihre Lebens­qua­li­tät bestellt? Und: Was wün­schen sich die stu­den­ti­schen Bür­ger von ihrer Stadt? Häu­fig sto­chern hier Stadt und Hoch­schu­le im Nebel. Denn es fehlt an vali­den Erhe­bun­gen und Zah­len. An der Hoch­schu­le Coburg führ­te im letz­ten Som­mer die Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin Prof. Dr. Vero­ni­ka Ham­mer zusam­men mit zwei wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen die Stu­die „Stu­den­ti­sche Lebens­qua­li­tät und Lebens­sti­le in Coburg“ durch. Die quan­ti­ta­ti­ven Ergeb­nis­se der Stu­die lie­gen jetzt – zusam­men mit den qua­li­ta­ti­ven Exper­ten­in­ter­views – als Buch vor. In dem Pro­jekt wur­den mehr als 10 Pro­zent der Stu­die­ren­den an der Hoch­schu­le Coburg befragt. Es ging um die Berei­che Woh­nen, Mobi­li­tät, Sozia­les, Frei­zeit und Berufs­chan­cen.

Die Initia­ti­ve für das For­schungs­pro­jekt ging von der Hoch­schu­le und der Stadt Coburg aus. Und die Stadt über­nahm auch den Groß­teil der For­schungs­ko­sten.

Wie die Ergeb­nis­se zei­gen, gibt es für die städ­ti­schen Akteu­re, die Hoch­schu­le, aber auch die regio­na­le Wirt­schaft noch eini­ges zu tun. So wün­schen sich die Cobur­ger Stu­den­ten mehr Knei­pen und Cafés, preis­wer­ten Wohn­raum, bes­se­re Ver­bin­dungs­we­ge sowie Klein­kunst in der Innen­stadt. Aber auch mehr Zeit, um neben dem Stu­di­um noch ande­ren Inter­es­sen nach­ge­hen zu kön­nen.

Um die Akteu­re und die Bür­ger mit den Ergeb­nis­sen ver­traut zu machen, ent­wickel­te die Innen­ar­chi­tek­tin Prof. Bar­ba­ra Fuchs mit Mit­ar­bei­tern die Aus­stel­lung „10 %“, die im Stadt­bü­ro der Hoch­schu­le zu sehen war und jetzt als Wan­der­aus­stel­lung bereit steht.

Wie geht es wei­ter? Damit die Impul­se nicht ver­puf­fen, brach­te das For­scher­team alle Akteu­re bei einer anschlie­ßen­den Per­spek­ti­ven-Werk­statt letz­ten Herbst an einen Tisch. Und vie­le kamen: Bür­ger­mei­ster, Stu­den­ten­werk Ober­fran­ken, Gastro­no­men, Stu­die­ren­de-Ver­tre­ter, Ein­zel­händ­ler, Stadt­mar­ke­ting, Immo­bi­li­en­mak­ler, Indu­strie- und Han­dels­kam­mer, Hoch­schul­lei­tung, Ver­ei­ne usw. Die damit beab­sich­tig­te Ver­net­zung scheint geglückt. Und sie trägt erste Früch­te. So gibt es u.a. Initia­ti­ven zur Schaf­fung von mehr stu­den­ti­schem Wohn­raum in der Stadt, ein Paten­pro­jekt von Cobur­ger Bür­gern für aus­län­di­sche Stu­die­ren­de, ein Netz­werk aus Gastro­no­mie und Stu­die­ren­den, ein Gut­schein­heft des Stadt­mar­ke­ting spe­zi­ell für Stu­die­ren­de sowie ein Ver­an­stal­tungs­kon­zept von IHK, Wirt­schafts­för­de­rung und Hoch­schu­le für Unter­neh­mens­ex­kur­sio­nen, die im Mai 2011 star­ten. Wei­te­re Initia­ti­ven und Aktio­nen sind in Vor­be­rei­tung. Das Pro­jekt gab viel­fäl­ti­ge Anre­gun­gen. Und die Stu­die stellt für die Pro­jek­te jetzt ver­läss­li­che Daten und Fak­ten bereit.

Die Stu­die kann über den Buch­han­del bestellt wer­den: Syl­via I.L. Amia­ni, Nico­le Schwamb, Vero­ni­ka Ham­mer: Stu­den­ti­sche Lebens­qua­li­tät und Lebens­sti­le, 1. Aufl. 2011, VS-Ver­lag Rese­arch, ISBN 978–3‑531–17956‑8

Die Aus­stel­lungs­ele­men­te sind online ver­füg­bar unter:
http://www.vs-verlag.de/Privatkunden/Zusatzmaterial/978–3‑531–17956‑8/Studentische-Lebensqualitaet-und-Lebensstile.html

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