Erz­bi­schof Schick über­gibt Spen­den der Fami­li­en­stif­tung „KIN­DER­REICH“ von über 30.000 Euro

(bbk) „Gutes tun und auch dar­über spre­chen“ – das war der Tenor bei der Spen­den­über­ga­be von Erz­bi­schof Lud­wig Schick an die geför­der­ten Sozi­al­pro­jek­te aus sei­ner 2005 gegrün­de­ten Fami­li­en­stif­tung KIN­DER­REICH. „Kin­der sind die Zukunft unse­rer Gesell­schaft und der Kir­che. Sie sind für uns alle ein Reich­tum.“ Der Bam­ber­ger Ober­hir­te plä­dier­te dafür dass „Kin­der­lärm end­lich als Zukunfts­mu­sik wahr­ge­nom­men wer­de“.

Ziel sei­ner Stif­tung sei dane­ben Lob­by­ar­beit zu lei­sten bei Polit­kern und Sozi­al­ver­bän­den, kin­der­rei­che Fami­li­en stark zu machen und ganz kon­kret finan­zi­ell zu hel­fen. Schick dank­te zum einen den vie­len Spen­dern, die die Fami­li­en­stif­tung KIN­DER­REICH unter­stüt­zen und den Mit­ar­bei­tern die direkt vor Ort sozia­le Arbeit lei­sten, wie die Ver­tre­ter der aktu­ell geför­der­ten Pro­jek­te. Dass die Spen­den unmit­tel­bar bei den Pro­jek­ten ankom­men, ver­si­cher­te Dr. Johan­nes Sied­ler, Geschäfts­füh­rer des Stif­tungs­zen­trums im Erz­bis­tum. Bei den jetzt aus­ge­schüt­te­ten Spen­den han­de­le es sich um Erträ­ge aus dem Jah­re 2009, die – bei einem beacht­li­chen Jah­res­über­schuß in Höhe von rund 60 000 Euro – größ­ten­teils an Orga­ni­sa­tio­nen, aber auch an indi­vi­du­el­le Fami­li­en gehe, so Dr. Sied­ler.

An den Cari­tas­ver­band Bay­reuth gehen heu­er 4000 Euro an das HOT–Projekt, dem Sozi­al­ver­band Katho­li­scher Frau­en Bam­berg mit dem Pro­jekt Opstap­je wird mit 3200 Euro Unter­stüt­zung gewährt und die bei­den Jugend­bil­dungs­häu­ser der Erz­diö­ze­se, „Am Knock“ und das Jugend­haus Burg Feu­er­stein erhiel­ten jeweils 15 000 Euro für die För­de­rung kin­der­rei­cher Fami­li­en. Deren Ver­tre­ter, Hans Löff­ler, der Lei­ter des Jugend­bil­dungs­haus „Am Knock“ und Hans- Peter Kau­len, der Lei­ter von Burg Feu­er­stein berich­te­ten, dass immer mehr Jugend­li­che oft aus finan­zi­el­len Grün­den die Ange­bo­te nicht wahr­neh­men kön­nen, auch Schu­len ihre Klas­sen man­gels finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung von Kur­sen wie­der abmel­den. Hier kann nun Abhil­fe geschaf­fen wer­den. Damit die für kin­der­rei­che Fami­li­en drin­gend nöti­gen Feri­en­frei­zei­ten für deren Kin­der ermög­licht wer­den kön­nen, wer­den die Spen­den­gel­der drin­gend benö­tigt. Schon jetzt bie­ten die Jugend­ein­rich­tun­gen bereits Rabat­te für Geschwi­ster an. Büro­kra­tieh­in­der­nis­se auf der einen und häu­fig fal­sches Scham­ge­fühl auf der Betrof­fe­nen­sei­te, machen die Spen­den­über­mitt­lung oft nicht ein­fach, waren sich die Lei­ter einig.

Seit April 2010 wird das Pro­jekt Opstap­je in Bam­berg vom Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frau­en durch­ge­führt. Bri­git­te Ran­dow erläu­ter­te das Spiel- und Lern­pro­gramm für Kin­der ab ein­ein­halb Jah­ren und ihre Eltern. „In den ersten drei Jah­ren ler­nen Kin­der mehr und schnel­ler als in jeder ande­ren Zeit ihres Lebens. Ein­mal wöchent­lich kommt eine aus­ge­bil­de­te „Haus­be­su­che­rin“ mit Spiel­zeug um die Kin­der alters­ge­recht und indi­vi­du­ell in ihrer Ent­wick­lung zu för­dern. So kön­nen etwai­gen Ent­wick­lungs­de­fi­zi­ten der Kin­der früh­zei­tig ent­ge­gen gewirkt wer­den“. Vor allem sozi­al benach­tei­lig­te deut­sche Fami­li­en und Migran­ten­fa­mi­li­en ste­hen hier im Fokus. Von dem Geld kann nun ein Jahr lang eine Fami­lie betreut wer­den.

Das HOT–Projekt, das Haus­halts­or­ga­ni­sa­ti­ons­trai­ning in der Fami­li­en­pfle­ge unter­hält der Cari­tas­ver­band Bay­reuth als ein­zi­ger in der Erz­diö­ze­se Bam­berg. Bei die­sem Pro­jekt geht es um den Erhalt von Fami­li­en – oft­mals kin­der­rei­che Fami­li­en –, denen die Her­aus­nah­me der Kin­der droht, stell­te Eva-Maria Mey­er das Pro­jekt vor. Hei­di Kau­per ist die soge­nann­te Hot-Trai­ne­rin. Die spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te HOT-Pro­jekt-Fami­li­en­pfle­ge­rin betreut 10 bis 15 Stun­den die Woche die Fami­li­en in den Deka­na­ten Bayreuth/​Hollfeld und Auerbach/​Pegnitz. Ver­müll­te Woh­nun­gen, über­for­der­te Müt­ter und Kin­der ohne Früh­stück trifft sie häu­fig an. „Viel­fach sind die betreu­ten Fami­li­en gleich mehr­fach bela­stet und kön­nen daher grund­le­gen­de Auf­ga­ben der Säug­lings- und Kin­der­pfle­ge, der Haus­halts­or­ga­ni­sa­ti­on und Tages­struk­tu­rie­rung nicht bewäl­ti­gen“, so Kau­per, die sich freut die 4000 Euro direkt als Zuschuss zum neu­en Kom­bi inve­stie­ren konn­te, mit denen sie die anver­trau­te Groß-Fami­li­en zum Ein­kau­fen oder zum Arzt fah­ren kann.

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