„Park­platz­krieg“: Bam­ber­ger FDP will Bür­ger­ent­scheid über Kurz­zeit­park­plät­ze

Die Bam­ber­ger FDP for­dert den Stadt­rat auf, die geplan­te Abschaf­fung sämt­li­cher Kurz­zeit­park­plät­ze in der Bam­ber­ger Innen­stadt, ins­be­son­de­re an der nörd­li­chen Pro­me­na­de, nicht über den Kopf der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu ent­schei­den. „Die­se Fra­ge ist so zen­tral, dass jeder die Mög­lich­keit bekom­men muss, dar­über mit­zu­ent­schei­den“, betont FDP-Pres­se­spre­cher Jonas Lind­ner. Die Bam­ber­ger Libe­ra­len for­dern daher einen Bür­ger­ent­scheid. Bis dahin dürf­ten kei­ne voll­ende­ten Tat­sa­chen geschaf­fen: „Wir haben den Ein­druck, dass die Stadt­rats­mehr­heit hier an den Inter­es­sen der Mehr­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor­bei ent­schei­den will“, so Lind­ner wei­ter.

Aus Sicht der FDP wür­de eine Abschaf­fung sämt­li­cher Kurz­zeit­park­plät­ze vie­le Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te und Büros in der Innen­stadt mas­siv in ihrer Exi­stenz bedro­hen. Dar­über hin­aus wür­den gera­de älte­re Men­schen, die nicht mehr so mobil sind, aus der Innen­stadt gedrängt, weil sie nicht mehr ohne gro­ße Hin­der­nis­se in die Stadt kämen, befürch­tet der FDP-Orts­vor­sit­zen­de Mar­tin Pöh­ner.

Als Ter­min für einen Bür­ger­ent­scheid kann sich die FDP die näch­ste Stadt­rats­wahl vor­stel­len. „Das hät­te den Vor­teil, dass kei­ne zusätz­li­chen Kosten ent­ste­hen und sich bis dort­hin in Ruhe jeder Bam­ber­ger eine Mei­nung bil­den kann“, erklärt Pöh­ner. Auch könn­ten ande­re zen­tra­le Fra­gen, wie die geplan­te Sper­rung der Lan­gen Stra­ße für den Indi­vi­du­al­ver­kehr, mit in einen Bür­ger­ent­scheid ein­be­zo­gen wer­den. „Über­stürz­te Ent­schei­dun­gen soll­te man für die Zukunft unse­rer Innen­stadt nicht tref­fen“, so Pöh­ner abschlie­ßend.

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