Eine indi­vi­du­el­le Tauf­ker­ze für Joseph Maxi­mi­li­an

V.l.n.r. Helene und Dr. Joseph Mahfoud, Daniela und Dr. Suleiman Mahfoud mit schlafendem Sohn Joseph Maximilian, Margret und Dr. Friedrich Stewen.

V.l.n.r. Hele­ne und Dr. Joseph Mah­foud, Danie­la und Dr. Sulei­man Mah­foud mit schla­fen­dem Sohn Joseph Maxi­mi­li­an, Mar­gret und Dr. Fried­rich Ste­wen.

Im Rah­men der Josef-Aus­stel­lung, die noch bis 7. Novem­ber 2010 im Histo­ri­schen Muse­um Bam­berg zu sehen ist, unter­stützt die Joseph-Stif­tung, das kirch­li­che Woh­nungs­un­ter­neh­men im Erz­bis­tum Bam­berg, eine schö­ne Akti­on: Jeder neue Täuf­ling aus den drei frän­ki­schen Regie­rungs­be­zir­ken mit dem Ruf­na­men Josef, Jose­fi­ne oder einer Namens­va­ri­an­te erhält eine Tauf­ker­ze aus der Wachs­werk­stät­te der Bene­dik­ti­ne­rin­nen­ab­tei Maria Frie­den in Kirch­schlet­ten. So haben die Eltern des klei­nen Joseph Maxi­mi­li­an auch nicht lan­ge gezö­gert und ihrem Spröss­ling in Ver­bin­dung mit dem schö­nen alten Namen Joseph jüngst zur Tau­fe in St. Mar­tin eine ganz indi­vi­du­ell gear­bei­te­te Tauf­ker­ze aus­ge­sucht.

Ansichts­ex­em­pla­re von unter­schied­lich gestal­te­ten Tauf­ker­zen ste­hen an der Kas­se des Histo­ri­schen Muse­ums bereit. Dort erhält man auch For­mu­la­re, um die Ker­zen mit einer indi­vi­du­el­len Beschrif­tung ver­se­hen zu las­sen. Außer­dem erhält jeder Aus­stel­lungs­be­su­cher, der nach­weis­lich den Namen Josef │ Jose­fi­ne etc. trägt, als klei­nes Geschenk eine mit dem Hl. Josef ver­zier­te Ker­ze, die eben­falls aus jener Werk­stät­te stammt.

Die Aus­stel­lung Josef │ Säb­bä │ Fini lenkt rund um den Namen „Josef“ den Blick auf Tra­di­ti­on, Bräu­che, fröm­mig­keits­ge­schicht­li­che Aspek­te und deren Fol­gen in der Kunst. Es wer­den Geschich­ten zur Ver­brei­tung des Namens „Josef“ prä­sen­tiert, zur Epo­che des „Jose­phi­nis­mus“, über den „Hei­li­gen Josef“ als Patron der Zim­mer­leu­te und Sie erfah­ren, wie es zur Ent­ste­hung der „König­lich-Baye­ri­schen Josefs-Par­tei“ kam.

In den länd­li­chen Regio­nen Bay­erns tra­gen noch vie­le Män­ner den Namen „Josef“ und hören auf Ruf­na­men wie „Sepp“, „Sep­per“ und „Säb­bä“. Frau­en mit dem Namen „Jose­fi­ne“ wer­den „Fini“ geru­fen. In Fran­ken zähl­te der Name lan­ge Zeit zu den popu­lär­sten. Seit Ende des 17. Jahr­hun­derts ist „Joseph“ in den Tauf­bü­chern immer häu­fi­ger zu fin­den. Auch auf jüdi­schen Fried­hö­fen bezeu­gen heu­te noch Grab­stei­ne, dass der Name „Joseph“ im frän­ki­schen Juden­tum ver­an­kert war.

Öffent­li­che Füh­run­gen wer­den an jedem drit­ten Sonn­tag im Monat um 15 Uhr ange­bo­ten.
Mehr Infos zu Füh­run­gen unter 0951.871142 oder www​.muse​um​.bam​berg​.de.