Erzbischof Schick ruft zum Dialog der Religionen und Network der Religiösen auf

Ansprache auf Jahrestagung Weltkirche in Würzburg

(bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat zum „Dialog der Religionen für ein gutes Network der Religiösen“ aufgerufen. „Dialog schafft Beziehung und hat als Ziel Beziehung“, sagte Schick am Dienstagabend in einem Gottesdienst auf der Jahrestagung Weltkirche und Mission mit dem Thema „Der Dialog mit dem Islam“ in Würzburg. Der Dialog der Religionen und zwischen den Religionsangehörigen sei Austausch über religiöse Inhalte, theologische Positionen und Bekenntnisse, Verhaltens- und Lebensweisen auf der Suche nach der Wahrheit, fügte Schick hinzu, der Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist.

In diesem Austausch geschehe Verständigung und vor allem Verständnis füreinander. „Im Dialog wächst die Anerkennung der Würde eines jeden anderen und seiner Rechte“, sagte der Erzbischof. „Im Dialog entwickeln sich Friede und Liebe.“ Jesus Christus sei der göttliche Inspirator und Moderator der Beziehung zu Gott und unter den Menschen. Das hätten auch die Apostel Petrus und Paulus, deren Fest am Mittwoch gefeiert wird, wie keine anderen erkannt, gelebt und gepredigt. Sie könnten auch als Protagonisten des Dialogs mit Gott und den Menschen nach dem Beispiel Jesu bezeichnet werden.

Die kürzeste Definition des christlichen Glaubens sei „Beziehung“, nicht Gehorsam, Unterwerfung, Riten, Formeln, Ethik oder Moral, Beziehung zu Jesus Christus, der Beziehung zu Gott und zu den Menschen wirke, so Schick. Daher laute der Missionsauftrag Jesu an die Kirche auch: „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern“, das heiße: „Bringt sie in Beziehung zu mir, damit sie Beziehung zu Gott und zueinander haben.“ Mission und Weltkirchenarbeit sei Beziehungsarbeit.

Die Jahrestagung Weltkirche und Mission findet vom 27. bis 29. Juni in Würzburg statt. Weitere Informationen zur Tagung gibt es auf www.weltkirche.katholisch.de

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