Welterbezentrum Bamberg: FDP für TKS als Standort statt Untere Mühlen

Pöhner: „Dadurch werden jährlich 130.000 EUR gespart“

FDP-Stadtrat Martin Pöhner hat bei Oberbürgermeister Andreas Starke beantragt, das Besucherzentrum Welterbe nicht wie bislang geplant in den Unteren Mühlen, sondern im Vortragsraum des Tourismus- und Kongressservice einzurichten. Pöhner betont in seinem Antrag, dass er den Wiederaufbau der Unteren Mühlen durch einen privaten Investor ausdrücklich begrüßt, das Gebäude aber als Standort für das Welterbezentrum in Hinblick auf Lage, Größe und laufende Kosten nicht für sinnvoll hält. „Nach gründlicher Durchsicht der Bauunterlagen komme ich zu dem Ergebnis, dass die laufenden jährlichen Kosten von 130.000 EUR für das Besucherzentrum Welterbe Bamberg im Verhältnis zu der in den Plänen eingezeichneten Ausstellungsfläche von nur 120 Quadratmetern vollkommen unangemessen sind“, schreibt der FDP-Stadtrat. Zudem seien die anvisierten Besucherzahlen des Welterbezentrums von jährlich 150.000 Besuchern angesichts der kleinen Größe und der Lage im Obergeschoss der Unteren Mühlen abseits der Touristenströme absolut unrealistisch.

Stattdessen beantragt Martin Pöhner, der auch FDP-Ortsvorsitzender ist, das „Besucherzentrum Welterbe“ im Gebäude des Tourismus & Kongress Service (TKS) neben der Tiefgarage Geyerswörth im Vortragsraum links vom Eingang einzurichten. „Dieser bislang kaum genutzte Raum ist in etwa so groß wie die geplante Ausstellungsfläche von 120 Quadratmetern in den Unteren Mühlen. Der große Vorteil gegenüber den Unteren Mühlen ist jedoch, dass durch die Synergieeffekte mit dem TKS keine zusätzlichen Personal- und Mietkosten anfallen, sodass die geplanten jährlichen laufenden Kosten von 130.000 EUR für das Welterbezentrum komplett eingespart werden können“, erläutert der FDP-Stadtrat. Die TKS-Mitarbeiter könnten den Ausstellungsraum des Welterbezentrums mitbetreuen und ein Shopbereich ist bereits vorhanden. Die Büros des Welterbezentrums könnten weiterhin im benachbarten Schloss Geyerswörth bleiben. Am zentralen Erdgeschoss-Standort im TKS-Gebäude seien zudem weitaus mehr Besucher für das Welterbezentrum zu erwarten als in einem Obergeschossraum der Unteren Mühlen, meint Pöhner.

Die jährlich eingesparten laufenden Kosten von 130.000 Euro für das Besucherzentrum Welterbe will die FDP – neben weiteren Mitteln – in einen Ausbau der dringend benötigten Kindergarten- und Kinderkrippenplätze zu investieren. Einen entsprechenden zweiten Antrag für die Haushaltsberatungen für 2017 hat Stadtrat Martin Pöhner gleich mit eingereicht.

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