Bamberger Johanniter informieren: Hausnotrufsysteme jetzt von der Steuer absetzbar

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes gilt der Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung

Hausnotrufsysteme sind bewährte Helfer für Menschen, die möglichst lang in der eigenen Wohnung leben möchten: Im Notfall genügt ein Knopfdruck, um Hilfe zu holen – auch außerhalb der Reichweite eines Telefons. Und noch einen Vorteil gibt es: Die Kosten für den Hausnotruf sind von der Steuer absetzbar. Das hat der Bundesfinanzhof unlängst in einem Urteil entschieden (Az. VI R 18/14). Demnach gilt der Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung und kann in der Steuererklärung als steuermindernd angegeben werden.

Für wen eignet sich der Hausnotruf?

Derzeit vertrauen bundesweit mehr als 130 000 Kunden dem Notrufsystem der Johanniter. Häufig entscheiden sich allein lebende Senioren für das System. Insbesondere älteren, chronisch kranken oder gehbehinderten Menschen ermöglicht der Hausnotruf ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden. Das sagen auch 94 Prozent der deutschen Hausärzte, wie eine forsa-Umfrage aus dem Jahr 2014 gezeigt hat. 87 Prozent der Befragten geben an, dass die Nutzung eines Hausnotrufsystems einen Umzug in ein Seniorenwohnheim oder eine Pflegeeinrichtung hinauszögern kann. Doch auch für jüngere Menschen eignet sich der Hausnotruf, etwa als Übergangslösung nach einem Krankenhausaufenthalt oder während einer Risikoschwangerschaft. Wenn eine Pflegestufe bereits vorhanden ist, übernimmt die Pflegekasse auf Antrag die monatlichen Kosten für den Hausnotruf, da er als Pflegehilfsmittel anerkannt ist. Menschen mit geringem Einkommen können beim Sozialamt die Kostenübernahme beantragen.

Hausnotruf, ein einfaches Prinzip

Das Notrufsystem der Johanniter arbeitet mit zwei Komponenten: Die Basisstation ist mit Lautsprecher, Mikrofon und Notruftaste ausgestattet. Zusätzlich erhält der Kunde einen kleinen Sender mit Signalknopf, der als Armband oder Halskette getragen wird. Per Knopfdruck wird die Verbindung zur rund um die Uhr erreichbaren Notrufzentrale hergestellt, die umgehend Hilfsmaßnahmen veranlasst und auf Wunsch die Angehörigen benachrichtigt. Nicht nur im medizinischen Notfall kann der Dienst Leben retten. Das Sicherheitssystem kann um Falldetektoren, Bewegungs- und Rauchwarnmelder sowie um die Hinterlegung des Haustürschlüssels erweitert werden und sorgt so für ein rundum sicheres Gefühl im eigenen Zuhause. Zusätzlich bieten die Johanniter in Oberfranken auch mit Angeboten wie ambulanter Pflege und Menüservice die Möglichkeit lange in den eigenen vier Wänden zu leben.

Im Rahmen der Sicherheitswochen vom 4 April bis 15. Mai 2016 bieten die Johanniter in Oberfranken die Möglichkeit, das Notrufsystem vier Wochen lang gratis zu testen. Weitere Informationen zum Hausnotruf und den Sicherheitswochen der Johanniter: 0800 3233 800 (gebührenfrei) oder www.johanniter.de/hausnotruf

Schreibe einen Kommentar