Universität Bamberg: Kleine Fächer auf dem Prüfstand

Auslaufmodell oder Zukunftschance?

Latinistik, Turkologie oder Slavistik: Hinter exotischen Namen wie diesen verbergen sich die sogenannten „Kleinen Fächer“. Sie werden in Zeiten des Strukturwandels von Universitäten gern als überflüssiger Ballast über Bord geworfen. Dabei blicken gerade sie auf eine oft jahrhundertalte Tradition, beschäftigen sich mit den kulturellen und sprachlichen Wurzeln unserer Kultur und tragen so zu einem tieferen Verständnis der Gegenwart bei. Andere Universitäten wie Bamberg nutzen sie hingegen gezielt zur Profilbildung.

Wie es um die kleinen Fächer steht und unter welchen Umständen sie ihr Potential entfalten können, thematisiert am Donnerstag, den 26. November, Dr. Josef Lange, Wissenschaftsstaatssekretär a.D. in Berlin und Niedersachsen und Vorstands- und

Kuratoriumsmitglied des Wissenschaftsrates und der Max-Planck-Gesellschaft. Unter dem Titel „Kleine Fächer – Auslaufmodell oder Zukunftschance für Universitäten?“ blickt er insbesondere auf das Potential, das diese Fächer in einer zunehmend multikulturellen und globalisierten Welt besitzen. Dieses werde sich nicht ohne Änderungen des Selbstverständnisses, aber auch der Kooperationsansätze der Fächer realisieren lassen, ist Langes These.

Der öffentliche Vortrag beginnt um 18 Uhr im Raum U2/00.25, An der Universität 2. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentages, die vom 26. bis 28. November 2015 an der Universität Bamberg ausgerichtet wird. Der Philosophische Fakultätentag (PhFT) ist die hochschulpolitische Vertretung der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fächer. In ihm arbeiten über 130 Fakultäten und Fachbereiche an 62 Hochschulen zusammen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.phft.de sowie unter www.uni-bamberg.de/guk/aktuelles/philosophischer-fakultaetentag/

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