Weihnachts-Benefizkonzert in Forchheim

Junge Harfe und der „Sprichwort-Papst“

Musik des 20. Jahrhunderts und irische Liedsätze spielt die junge Pinzbergerin Johanna Scherl solistisch auf ihrer Harfe. Foto: Michael Wuttke

Musik des 20. Jahrhunderts und irische Liedsätze spielt die junge Pinzbergerin Johanna Scherl solistisch auf ihrer Harfe. Foto: Michael Wuttke

Zu Johanna Scherl und Rolf-Bernhard Essig gesellt sich der 30-köpfige Chor „Schabeso“ beim großen Weihnachts-Benefizkonzert am 1. Advent

Das Benefizkonzert „Weihnachten für alle“ der freien Wohlfahrtsverbände in Forchheim bietet auch im achten Jahr ein außergewöhnliches Programm. Am 1. Adventssonntag, 29. November, treten um 17 Uhr in der Klosterkirche ein 30-köpfiger Spiritualchor, eine 15jährige Harfenistin und ein „Sprichwort-Papst“ auf. Alles Künstler aus der Region, die dazu beitragen, dass Menschen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht, eine Weihnachtsfreude bereitet werden kann. Seit 40 Jahren gibt es die Aktion.

Der Chor „Schabeso“ wurde 1998 in Eggolsheim als „Junger Chor“ gegründet. Der Schwerpunkt lag auf Spirituals und Gospel. Seit dem Jahr 2000 steht der Chor unter der gemeinsamen Leitung von Hans Mohnkorn und Elisabeth Roppelt. Auf der Suche nach einem einprägsamen Namen kamen sie auf „Schabeso“, abgeleitet von der einstigen „prickelnden Limonade“.

Rock, Pop und Sakral

Heute decken mehr als 30 Aktive ein breites Liederrepertoire ab. Es reicht von Gospel über Evergreens, Musical sowie Rock- und Popstücken bis hin zu sakraler Musik. Mit „Schabeso kulinarisch“, ein Musik-Menü, das alle zwei Jahre in der Eggerbachhalle kredenzt wird, landete die Gruppe einen absoluten Hit.

Rolf-Bernhard Essig lebt als Autor und Entertainer in Bamberg mit seiner Frau, der Schriftstellerin Gudrun Schury. Er reist seit Jahren durch Deutschland in seiner Mission als Redensartenforscher. Seit er mit „Essigs Essenzen“ im Deutschlandradio fast jede Frage rund um Redewendungen beantwortet hat, gilt er als „Sprichwort-Papst“. In SWR1 läuft seine tägliche Sendung „Und jetzt Butter bei die Fische“. Essig arbeitete als Kritiker, Wissenschaftsjournalist und Kolumnist für viele Zeitungen und Zeitschriften und ist seit 1990 Dozent an der Universität Bamberg. Seine zwei Dutzend Sach- und Hörbücher widmen sich u.a. Sprachphänomenen, Helden und Heldenbildern sowie dem „Rausch der Meere“.

Musikalisches Talent attestiert

Johanna Scherl ist zum Zeitpunkt des Konzerts gerade 15 Jahre alt geworden, hat aber schon ein paar Jahre musikalische Erfahrungen gesammelt. Mit Elf trat sie erstmals bei einem Weihnachtskonzert in der Kirche von Pinzberg solistisch auf. Seitdem ist ihr Harfenspiel dort fester Bestandteil, aber auch bei Veranstaltungen von Senioren und Landfrauen. Als Johanna neun Jahre alt war besuchte sie mit ihrem Vater einen Schnuppertag in der Musikschule „git.art.m“ in Forchheim. Dort nahm sie eine keltische Harfe in die Hände und hatte ihr Instrument gefunden. Besonderer Anreiz war für sie, so sagt sie, „dass Harfe nicht gerade der Norm entspricht“. Mit dem Saiteninstrument „geht alles, von der Klassik bis Pop“. Bei „git.art.m“ wurde sie von Magdalena Gosch unterrichtet, eine Schülerin der auch bei uns bekannten Harfenistin Prof. Lilo Kraus. Inzwischen hat sie Unterricht im Herder-Gymnasium und tritt dort auch öffentlich auf. Kürzlich wurde ihr nach einem Konzert in Höchstadt attestiert, „dass hier ein musikalisches Talent heranwächst, das künftig wohl von sich reden machen wird“. Beim Benefizkonzert spielt die junge Pinzbergerin Musik des 20. Jahrhunderts und irische Liedsätze.

Kartenvorverkauf

Die Künstler treten bei diesem Konzert ehrenamtlich auf. Karten zu 12 € gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Streit, in der Volksbank Eggolsheim, bei den Wohlfahrtsverbänden BRK, ASB, Caritas, Diakonie und Kinderschutzbund sowie in der Geschäftsstelle der AWO in der Kasernstraße.

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