Kommunen in Oberfranken erhalten 14,7 Millionen Euro aus Städtebauförderprogramm "Ort schafft Mitte"

540.000 Euro für Landkreis Bamberg

Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen in Oberfranken heuer mit 14,7 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen mehr als 19 Millionen Euro zur Verfügung. „Das bayerische Städtebauförderprogramm ergänzt die Bund-Länder- und EU-Programme wirkungsvoll. Wir verfolgen damit gerade auch landesspezifische Interessen und unterstützen vor allem Kommunen im ländlichen Raum bei der Bewältigung des Strukturwandels infolge demografischer Veränderungsprozesse. Mit der Förderung der Revitalisierung innerörtlicher Industrie- und Gewerbebrachen setzen wir spürbare Impulse für die städtebauliche und strukturelle Entwicklung. Neben der Aufbereitung von Brachflächen ist es unser Ziel, vitale Kommunen und attraktive Zentren als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge zu sichern und zu entwickeln“, erläuterte Innen- und Bauminister Joachim Herrmann anlässlich der Zuteilung der Fördergelder an die Programmkommunen.

Ein Schwerpunkt der Förderung in Oberfranken ist heuer die Aufwertung der Bahnhofstraße in Bad Staffelstein unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit und Elektromobilität. In der Gemeinde Köditz wird durch den Rückbau einer brachgefallenen Hoffläche die Bahnhofstraße barrierefrei verbreitert und ein zentraler öffentlicher Platz geschaffen. Zusammen mit der Freilegung der Fichtelnaab werden mit der Revitalisierung der Fläche des ehemaligen Chamottewerkes in der Gemeinde Fichtelberg öffentliche Grün- und Erholungsflächen geschaffen. Der Förderbedarf für die Revitalisierung von Brachen insbesondere früherer Porzellanfabriken sowie Spinnereien und Webereien ist in Oberfranken besonders hoch. Deshalb werden über sechzig Prozent der dafür vorgesehenen Landesmittel für 18 ausgewählte Maßnahmen im Regierungsbezirk eingesetzt. Weitere Beispiele hierfür sind Revitalisierungsmaßnahmen in Bad Alexandersbad, Kulmbach, Marktredwitz und Selb.

Bayernweit stehen 2015 insgesamt 310 bayerischen Städten und Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 45 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden drei Millionen Euro für Maßnahmen zur Militärkonversion eingesetzt. Mit einem Anteil von 15 Millionen Euro für die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen können spürbare Impulse für die wirtschaftsstrukturelle und städtebauliche Entwicklung vor allem in strukturschwachen Kommunen gesetzt werden. Zusammen mit den Investitionen der Kommunen ergibt sich im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm 2015 ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 66 Millionen Euro. Mehr als 84 Prozent dieser Fördermittel fließen in den ländlichen Raum, in dem rund sechzig Prozent der bayerischen Bevölkerung leben. „Von der Städtebauförderung geht eine hohe Anstoßwirkung für weitere Investitionen aus. Damit leistet sie auch einen wertvollen Beitrag für den Arbeitsmarkt, gerade in von Abwanderung bedrohten Regionen“, so der Innenminister weiter.

Geförderte städtebauliche Sanierungsmaßnahmen in Oberfranken

  • Bad Staffelstein, Altstadt, 300.000 Euro
  • Bad Steben, Ortskern, 40.000 Euro
  • Baunach, Altstadt, 60.000 Euro
  • Bindlach, Ortskern, 12.000 Euro
  • Bischofsgrün , Ortskern, 180.000 Euro
  • Breitengüßbach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Burgebrach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Buttenheim, Ortskern, 60.000 Euro
  • Creußen, Altstadt, 180.000 Euro
  • Dormitz, Ortskern 60.000 Euro
  • Gefrees, Altstadt, 180.000 Euro
  • Gesees, Ortsmitte, 60.000 Euro
  • Haag, Ortskern Schreez, 30.000 Euro
  • Hausen, Ortskern, 30.000 Euro
  • Heroldsbach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Hirschaid, Ortskern, 60.000 Euro
  • Hohenberg a.d. Eger, Ortskern, 40.000 Euro
  • Hummeltal, Pittersdorf, 60.000 Euro
  • Kemmern, Ortskern, 60.000 Euro
  • Köditz, Ortskern, 180.000 Euro
  • Konradsreuth, Ortskern, 120.000 Euro
  • Küps, Ortskern, 40.000 Euro
  • Langensendelbach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Lisberg, Trabelsdorf, 60.000 Euro
  • Marktgraitz, Ortskern, 60.000 Euro
  • Marktrodach, Unterrodach, 40.000 Euro
  • Mistelbach, Ortskern, 60.000 Euro
  • Mistelgau, Ortskern, 60.000 Euro
  • Mitwitz, Ortsmitte Mitwitz, 128.000 Euro
  • Neudrossenfeld, Ortskern, 60.000 Euro
  • Neunkirchen a. Brand, Ortskern, 60.000 Euro
  • Oberhaid, Ortskern, 60.000 Euro
  • Pegnitz, Ortskern Trockau, 90.000 Euro
  • Pinzberg, Altorte Pinzberg und Gosberg, 60.000 Euro
  • Pressig, Ortskern Rothenkirchen, 392.000 Euro
  • Pretzfeld, Ortskern, 60.000 Euro
  • Reckendorf, Ortskern, 90.000 Euro
  • Rehau, Stadtkern, 120.000 Euro
  • Schirnding, Ortskern, 90.000 Euro
  • Schönbrunn i. Steigerwald, Einzelvorhaben, 60.000 Euro
  • Sonnefeld, Ortskern, 800.000 Euro
  • Tettau, Einzelvorhaben, 30.000 Euro
  • Trebgast, Einzelvorhaben, 40.000 Euro
  • Tröstau, Ortskern, 45.000 Euro
  • Weißenohe, Altort, 60.000 Euro

Geförderte Maßnahmen zur Militärkonversion in Oberfranken

  • Bamberg, US-Kaserne Warner Barracks, 850.000 Euro

Geförderte Maßnahmen zur Revitalisierung von Gewerbebrachen in Oberfranken

  • Arzberg, ehemalige Porzellanfabrik Winterling, 100.000 Euro
  • Bad Alexandersbad, ehemaliges Kur- und Sporthotel, 1.152.000 Euro
  • Bischofsgrün, ehemaliges Berghotel und Hotel Mainquelle, 375.000 Euro
  • Coburg, ehemaliges Schlachthofareal, 232.000 Euro
  • Fichtelberg, ehemaliges Chamotte-Werk, 1.200.000 Euro
  • Kirchenlamitz, ehemalige Porzellanfabrik Winterling, 100.000 Euro
  • Kulmbach, ehemaliges Kaufhaus ‚Kaufplatz‘, 1.200.000 Euro
  • Ludwigsstadt, ehemaliger Burgbräu Lauenstein und ehemaliger Jahnsbräu, 372.000 Euro
  • Marktredwitz, ehemaliges Benker-Areal: Shedhalle, 2.320.000 Euro
  • Mitwitz, ehemalige Kinderwagenfabrik Fischer, 400.000 Euro
  • Neunkirchen a. Brand, ehemaliges Betonwerk Hämmerlein, 150.000 Euro
  • Neustadt b.Coburg, ehemalige Druckerei Patzschke, 64.000 Euro
  • Röslau, ehemalige Porzellanfabrik Winterling, 100.000 Euro
  • Schauenstein, ehemalige Eisengießerei IWS, 360.000 Euro
  • Schwarzenbach a.d.Saale, ehemalige Porzellanfabrik Winterling, 100.000 Euro
  • Selb, ehemalige Porzellanfabrik Hutschenreuther, Werk B, 900.000 Euro
  • Waischenfeld, ehemalige Brauerei Polster, 225.000 Euro

Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zur Städtebauförderung sind im Internet verfügbar unter http://www.stmi.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/foerderprogramme/index.php .

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