Ministerin Huml besucht Hausärztin im oberfränkischen Teuschnitz

Huml übergibt 150. Landarzt-Förderbescheid – Bayerns Gesundheitsministerin: Weiter großes Interesse am Erfolgs-Programm

Das bayerische Programm zum Erhalt einer wohnortnahen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum hat eine weitere Erfolgszahl erreicht: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (Bamberg) übergab am Freitag im oberfränkischen Teuschnitz den 150. Förderbescheid für eine Hausarzt-Niederlassung. Huml betonte aus diesem Anlass: „Ich freue mich sehr über das weiterhin große Interesse an unserem Programm. Damit können wir einen wichtigen Beitrag dafür leisten, dass es auch künftig in ganz Bayern genügend Hausärzte gibt.“

Im Januar hatte die Ministerin den 100. Förderbescheid überreicht – und zwar an einen Allgemeinmediziner aus Ottobeuren (Landkreis Unterallgäu). Den 150. Bescheid erhielt nun die Hausärztin Claudia Jungkunz aus Teuschnitz (Landkreis Kronach).

Huml unterstrich: „Bei den Hausärzten liegt der Anteil der über 60-Jährigen bereits heute bei über 30 Prozent. Gleichzeitig fällt es insbesondere in kleineren Gemeinden auf dem Land immer schwerer, Praxisnachfolger zu finden. In Teuschnitz ist der Generationenwechsel gelungen: Hier hat Claudia Jungkunz die Hausarztpraxis von Dr. Nicolae Buschinger übernommen, der nun in den Ruhestand treten kann.“

Für die Sicherstellung der Vertragsärztlichen Versorgung im Freistaat ist die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zuständig. Zusätzlich hat das Bayerische Gesundheitsministerium ein Förderprogramm aufgelegt, um Mediziner für den ländlichen Raum zu gewinnen. Dafür standen in den vergangenen drei Jahren insgesamt 15,5 Millionen Euro zur Verfügung, im Doppelhaushalt 2015/2016 sind 11,7 Millionen Euro vorgesehen.

Mit dem Programm werden zum Beispiel Hausärzte mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 60.000 Euro unterstützt, die sich in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnern niederlassen. Voraussetzung ist, dass es sich um nicht überversorgte Regionen handelt. Gefördert werden mittlerweile auch Kinder- und Frauenärzte, Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater. Künftig soll die Niederlassungsförderung zusätzlich auf alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung ausgeweitet werden.

Huml betonte: „Ärztinnen und Ärzten, die sich auf dem Land niederlassen, kommt es nicht nur auf den finanziellen Anreiz an. Sie möchten sich auch in einer heimatlichen Umgebung bewegen, in der der persönliche Kontakt zu den Patienten noch besonders ausgeprägt ist. Gerade in einem hochemotionalen Beruf wie dem des Mediziners ist es wichtig, das Wohl des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.“

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.aerzteportal.bayern.de/fachinformationen/foerderprogramm/niederlassung_hausaerzte-_aendl_raum.htm

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