Wel­che Anlie­gen haben die Schul­fa­mi­li­en in Bamberg?

Heidelsteigschule./Foto: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth

Heidelsteigschule./Foto: Stadt Bam­berg, Son­ja Seufferth

Bei der Besich­ti­gung von drei Schu­len erfuh­ren die Mit­glie­der des Kul­tur­se­nats viel über dor­ti­ge Bau­ar­bei­ten und eini­ges mehr. Wie ist es um den Zustand der Gebäu­de bestellt? Was muss bei der Ein­rich­tung einer Bau­stel­le beach­tet wer­den, wenn das Bau­werk unter Denk­mal­schutz steht, aber als Bil­dungs­ein­rich­tung im Betrieb blei­ben soll? Wel­che logis­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen sind bei einer Schul-Sanie­rung zu bewäl­ti­gen? Ant­wor­ten auf die­se und vie­le wei­te­re Fra­gen erhiel­ten direkt vor Ort die Mit­glie­der des Kul­tur­se­nats bei der Bege­hung von drei Schu­len im Stadt­ge­biet. Die Teil­neh­mer mach­ten sich selbst ein Bild und erfuh­ren von den Schul­lei­tun­gen sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Eltern­bei­rä­te und des Gesamt­el­tern­bei­rats, wo den Schul­fa­mi­li­en der Schuh drückt. So wur­de bei der Orts­be­sich­ti­gung unter der Lei­tung des Drit­ten Bür­ger­meis­ters Wolf­gang Metz­ner auch wei­te­rer Hand­lungs­be­darf erkenn­bar, „der in den kom­men­den Jah­ren suk­zes­si­ve ange­gan­gen wer­den soll“, wie das Immo­bi­li­en­ma­nage­ment der Stadt Bam­berg ver­si­cher­te. Die Arbeit des Immo­bi­li­en­ma­nage­ments und die erziel­ten Ver­bes­se­run­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stie­ßen auf viel Aner­ken­nung bei den Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­ten. Los ging es mit der Besich­ti­gungs­tour an der Hei­del­steig­schu­le, wo die aktu­ell lau­fen­den Sanie­run­gen der Sani­tär­be­rei­che in der Sport­hal­le und der Schu­le in Augen­schein genom­men wur­den. Hier sahen die Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker auch, wel­che Fol­gen das vor weni­gen Tagen durch die Boden­ab­läu­fe ein­ge­drun­ge­ne Was­ser im gesam­ten Unter­ge­schoss ange­rich­tet hat. Nach­dem es hier meh­re­re Zen­ti­me­ter gestan­den hat­te, muss­te der Kel­ler geräumt und zunächst ein­mal getrock­net werden.

Wun­der­burg­schu­le ver­wan­delt sich

Bereits fer­tig sanier­te Fas­sa­den, Sani­tär­an­la­gen und Ver­wal­tungs­räu­me kann die Wun­der­burg­schu­le vor­wei­sen, die zwei­te Sta­ti­on der Tour. „Wir haben hier die Bar­rie­re­frei­heit durch neue, bar­rie­re­freie Toi­let­ten und einen Auf­zug­schacht opti­miert“, berich­te­te das Immo­bi­li­en­ma­nage­ment. Aktu­ell wird an den Mit­tags­be­treu­ungs­räu­men und an vier Klas­sen­räu­men gear­bei­tet. Hier wer­den die Raum­scha­len, also Wän­de und Böden, über­holt, die Haus­tech­nik neu instal­liert sowie Akus­tik­de­cken mit LED-Beleuch­tung und Brand­mel­de­an­la­ge ein­ge­baut. Die Bau­stel­le wird sich noch über meh­re­re Mona­te erstre­cken. Zum Schluss geht es an die Sanie­rung der Umklei­de­räu­me in der Sport­hal­le im Unter­ge­schoss. In die­sen Tagen wird nun der Blitz­schutz an der Fas­sa­de instal­liert und die Abdich­tung und Däm­mung der erd­be­rühr­ten Bau­tei­le vor­ge­nom­men. Dazu ist es aus Sicher­heits­grün­den uner­läss­lich, den Geh­weg ent­lang der Stra­ßen­fas­sa­de zu sper­ren. Im Zuge die­ser Arbei­ten wer­den auch die Aus­bes­se­run­gen am Sockel und des Natur­stein­er­kers abge­schlos­sen. Zum Abschluss war die Kaul­berg­schu­le dran. Hier wer­den aktu­ell die Leis­tun­gen für die Instand­set­zung des denk­mal­ge­schütz­ten Neben­ge­bäu­des aus­ge­schrie­ben. In der his­to­ri­schen Remi­se sol­len wie­der der Haus­meis­ter­ver­kauf und vor allem über­dach­te Fahr­rad­stell­plät­ze unter­ge­bracht wer­den. Eine Rou­ti­ne­über­prü­fung der Sta­tik hat­te den Hand­lungs­be­darf zu Tage gebracht. Eben­so wur­de in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit der Kel­ler des Vor­der­hau­ses, der auf Grund von mas­si­ver Feuch­te beschä­digt war, wie­der instand­ge­setzt. Fest ein­ge­plant an der Kaul­berg­schu­le ist die Instal­la­ti­on einer Schließ­an­la­ge sowie in den Som­mer­mo­na­ten die Reno­vie­rung der Raum­scha­le in wei­te­ren Klas­sen­räu­men des Rückgebäudes.

Dis­kus­si­on in der nächs­ten Senatssitzung

Mit die­sen vie­len neu­en Ein­drü­cken und Erkennt­nis­sen ende­te die Besich­ti­gungs­tour. Der Aus­tausch und die Dis­kus­si­on über die­se Wahr­neh­mun­gen soll dann in der nächs­ten Sit­zung des Kul­tur­se­na­tes am 11. Juli erfolgen.

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