50 Teilnehmer bei der Veranstaltung „Was bringt die StUB für Bruck?“

Bei der Veranstaltung „Was bringt die StUB für Bruck?“ am Donnerstag Abend im Kulturpunkt Bruck erläuterte erst Mandy Guttzeit, wie der Planungsstand ist und hob dabei insbesondere auch hervor, dass Bruck davon profitiert, dass mit dem Bau der StUB gleichzeitig auch das Busnetz optimiert werden kann und z.B. Buslinien viel direkter in die Innenstadt fahren und dadurch schneller werden. Ca. 63.000 Menschen leben in Erlangen im Einzugsbereich von optimierten Bedingungen. Die beiden Siemens-Vertreter auf dem Podium, Oliver Hartmann vom Siemens-Regionalbüro und der Betriebsrand Martin Jandt erläuterten, dass der Campus ein sehr breites Portfolio enthält und in den nächsten Jahren noch mal um ca. 9.000 Personen wachsen würde. Um diesen Leute Mobilität zu ermöglichen setze Siemens auf einen Mix an modernen Verkehrsmitteln, zu dem Fahrräder, Autos, insbesondere auch E-Autos, aber eben auch ein guter ÖPNV gehören. Gerade Kollegen aus Nürnberg Nord oder Herzogenaurach fahren heute noch oft mit dem Auto, z.T. durch Bruck hindurch, könnten aber in Zukunft auch mit der StUB fahren. Der Campus hat bereits „Mobility-Hubs“ eingeplant, z.B. mit Leihrädern und Campus-Bussen, um auch die Verteilung im Campus möglichst effizient zu gestalten.

Marko Krieger erläuterte anschaulich, wie die Linksabbieger (von Herzogenaurach zum Siemens-Campus) bei der Brucker Kirche eine Gefahr für die Kinder darstellen und wie die Schulweghelfer deswegen tagtäglich sich schützend vor die Kinder stellen. Er betonte, dass jegliche Entlastung willkommen wäre.
Daneben wurden auch die Kosten diskutiert. Bei den aktuellen Förderquoten sei diese Variante auch erheblich billiger als die von den Gegnern ins Spiel gebrachte Variante mit neuen Bus-Brücken, für die Jörg Volleth scheinbar genug Geld im Haushalt sieht. Die StUB dagegen würde die nächsten Jahre nur 4-6 Millionen aus dem Investitionshaushalt kosten, was etwa 10% von diesem Posten entspricht. Damit ist auch die Finanzierung gesichert. Auch Kostensteigerungen werden gefördert. Eine weitere Alternative die aus dem Publikum ins Spiel gebracht wurde, waren autonom fahrende Minibusse. Die Zweckverband-Experten bestätigten, dass diese zukünftig für die letzte Meile, also vom Bahnhof bis zur Haustüre, geeignet seien, aber für große Strecken mit hohem Aufkommen eine Straßenbahn viel effizienter sei. Am Ende waren eine handvoll Zuhörer noch skeptisch, aber die große Mehrheit der Redebeiträge zeigte, dass viele Brucker sich einen modernen Nahverkehr wünschen und erkannt haben, dass wenn wir jetzt die Förderung ablehnen, dass es dann in Erlangen über Jahrzehnte einen Stillstand geben würde, oder nur noch viel teurere Alternativen in Frage kämen, die aber eine noch schlimmere Auswirkung auf den Wiesengrund hätten.

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