FF-Jugend Kir­chen­lai­bach – Jugend­lei­stungs­marsch im Rah­men des 50-jäh­ri­gen Jubiläums

„Zur Übung fer­tig!“ Luca Kun­nert weiß schon gar nicht mehr, wie oft er in den letz­ten Wochen und Mona­ten die­ses Start­kom­man­do gehört hat. Der 17-Jäh­ri­ge gehört mit Johan­na Bsche­rer, Seba­sti­an Hösl, Seba­sti­an Glück­schalt und Jonas Ette­rer zu den aus Kir­chen­lai­ba­chern und Win­di­schen­lai­ba­chern gebil­de­ten zwei Grup­pen, die sich seit Anfang des Jah­res im Feu­er­wehr­haus und auf dem Gelän­de um das Gerä­te­haus auf den gro­ßen Wett­kampf am 8. Juni hintrainieren.

Denn dann ist die Jugend­feu­er­wehr zur Krö­nung ihres 50-jäh­ri­gen Bestehens zum fünf­ten Mal Aus­rich­ter des Jugend­lei­stungs­mar­sches und der Olym­pia­de im Inspek­ti­ons­be­reich IV des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des. 35 Grup­pen mit 135 Teil­neh­mer aus der Stadt Bay­reuth und der Inspek­ti­on IV wer­den erwar­tet und mes­sen an zehn Sta­tio­nen ihre Kräf­te. Start und Ziel der Ver­an­stal­tung ist die Sport­are­na in Spei­chers­dorf. Hier wer­den um 8.45 Uhr die Mann­schaf­ten von Jugend­wart Max Götz, Kreis­ju­gend­wart Tobi­as Eck­hardt und Kreis­brand­in­spek­to­rin Ker­stin Schmidt begrüßt. Ab neun Uhr gehen die ersten Mann­schaf­ten an den Start. Dann wer­den über fünf Stun­den lang span­nen­de Wett­kämpf erwar­tet. Die Weg­strecke des Lei­stungs­mar­sches beträgt sechs Kilo­me­ter. Der Par­cours führt über Kir­chen­lai­bach und Zeu­len­reuth. Bis zum spä­ten Nach­mit­tag wird es dau­ern, bis die Sie­ger den Wan­der­po­kal in Hän­den hal­ten dür­fen. Die beglei­ten­de Olym­pia­de fin­det gegen­über der Sport­are­na auf dem Bolz­platz statt. Hier war­ten fünf Sta­tio­nen auf die teil­neh­men­den Mann­schaf­ten. Gegen 16 Uhr wer­den die Sie­ger gekürt.

Als Jubi­lar, Gast­ge­ber und mit dem Heim­vor­teil im Rücken sind die Kir­chen­lai­ba­cher beim Jugend­lei­stungs­marsch 2024 natür­lich beson­ders moti­viert, und wol­len natür­lich einen Sie­ger­po­kal holen. Seit Mona­ten wird des­halb dar­auf hin­ge­ar­bei­tet. Der Nach­wuchs ist dabei nicht ohne Grund der gan­ze Stolz der Feu­er­wehr. Denn die Feu­er­wehr­ju­gend, im mit 1100 Ein­woh­nern zweit­größ­ten Orts­teil Kir­chen­lai­bach, ist seit Jah­ren Spit­ze und zählt zu den Besten in Stadt und Land­kreis Bayreuth.

Seit ihrer Grün­dung haben sie immer wie­der durch beson­de­re Prü­fungs­lei­stun­gen sowie logi­sti­sche Mei­ster­lei­stun­gen bei über­re­gio­na­len Ver­an­stal­tun­gen auf sich auf­merk­sam gemacht. Ein glän­zen­des Ergeb­nis gelang dem Nach­wuchs der Feu­er­wehr bereits im Jah­re 1976 beim Jugend­lei­stungs­marsch von Stadt und Land­kreis Bay­reuth. Hier beleg­te die Kir­chen­lai­ba­cher Jugend­grup­pe den 1. Platz. Jeder Erfolg ist umso höher zu bewer­ten, zumal die Anfor­de­run­gen beim Jugend­lei­stungs­marsch in den letz­ten Jah­ren deut­lich zuge­nom­men haben, so Götz. Ent­spre­chend hef­tig ist der Übungs­plan. Ent­spre­chend viel wird den Jugend­li­chen an Fleiß und Dis­zi­plin abver­langt, so der Jugendwart.

Zehn Sta­tio­nen war­ten auf die 12- bis 18-Jäh­ri­gen. Bei den prak­ti­schen Auf­ga­ben gilt es Geschick­lich­keit und Ziel­ge­nau­ig­keit sowie Wis­sen zu bewei­sen. Eine der her­aus­for­dernd­sten Prü­fun­gen ist das Saug­lei­tun­gen kup­peln. „Saug­lei­tung auf!“ Immer und immer wie­der wur­de in den letz­ten Wochen das Kup­peln geübt. Von Mal zu Mal wur­de das Ergeb­nis bes­ser, lobt 2. Jugend­wart Wolf­gang Schirm­er. In einer vor­treff­li­chen Zeit von 63 Sekun­den haben schließ­lich in der letz­ten Woche Seba­sti­an Glück­schalt, Leon Wolf, Johan­na Psche­rer und Luca Kun­nert die Übung absol­viert. Dar­über hin­aus gehör­te zum Übungs­pro­gramm der Auf­bau eines Lösch­an­griffs ab Ver­tei­ler, das Aus­rol­len eines dop­pelt geroll­ten C‑Schlauches, ein CM-Strahl­rohr mit Schlauch über einen Gra­ben zu zie­hen, einen Mast­wurf am Saug­korb vor­zu­neh­men und am Kno­ten­ge­stell, das Bin­den von 4 ver­schie­de­nen Kno­ten (Mast­wurf, Zim­mer­mann­schlag, Kreuz­kno­ten und Scho­ten­stich). Beim Ziel­wurf mit der Feu­er­wehr­lei­ne, gilt es nicht nur durch das Hin­der­nis (Öff­nung von ca. 50 x 50 cm) zu tref­fen, es muss auch die Feu­er­wehr­lei­ne ord­nungs­ge­mäß ver­packt werden.

Beson­ders kniff­lig wird die Zuord­nung von Aus­rü­stungs­ge­gen­stän­den. Vie­le klei­ne Kärt­chen gilt es hier der ent­spre­chen­den Kate­go­rie von Arbeits­ge­rä­ten zur tech­ni­schen Hil­fe­lei­stung und Ver­kehrs­ab­si­che­rung über Schaum­aus­rü­stung, motor­be­trie­be­ne Gerä­te und Aggre­ga­te bis zu Klein­lösch­ge­rä­te und per­sön­li­cher Schutz­aus­rü­stung inner­halb von 70 Sekun­den zuzu­ord­nen. Beim Wis­sens­test gilt es aus 100 Fra­gen zwölf rich­tig zu Beant­wor­ten. Dabei geht es zum Bei­spiel um die Was­ser­men­ge, die ein genorm­tes CM-Strahl­rohr mit Mund­stück bei 5 bar Strahl­rohr­druck lie­fert, wie vie­le Steck­lei­ter­tei­le höch­stens zusam­men­ge­steckt wer­den dür­fen, was die Bezeich­nung TSF bedeu­tet, wel­che Fahr­zeu­ge zu den Lösch­grup­pen­fahr­zeu­gen gehö­ren und was auf eine Ver­bren­nung 2. Gra­des zutrifft.

Mit Stolz fei­ert die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr den 50. Geburts­tag ihrer Jugend­feu­er­wehr. Nach dem High­light der des Jugend­lei­stungs­mar­sches und der Olym­pia­de des Inspek­ti­ons­be­reichs IVwird das hal­be Jahr­hun­dert dann gebüh­rend mit einem Fest­kom­mers gefei­ert im Rah­men des Dorf­fe­stes am 6./7. Juli. Dann wird Rück­schau auf fünf Jahr­zehn­te erfolg­rei­che Jugend­ar­beit gehal­ten. Dann wer­den Män­ner und Frau­en der ersten Stun­de sowie Aktiv­po­sten der Feu­er­wehr geehrt, die sich um den Nach­wuchs beson­ders ver­dient gemacht haben.

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