Inter­na­tio­na­les Jugend­tref­fen auf Burg Feu­er­stein bei Ebermannstadt

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Rotary Clubs int. Jugendtreffen (Foto: privat)

46 Jugend­li­che im Alter zwi­schen 14 und 20 Jah­ren aus 19 Natio­nen konn­ten eine knap­pe Woche auf Burg Feu­er­stein Freund­schaf­ten knüp­fen, inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­ten­zen erwei­tern und unver­gess­li­che Erfah­run­gen sam­meln beim Inter­na­tio­na­len Jugend­tref­fen, einem gemein­sa­men Pro­jekt von den Rota­ry Clubs Forch­heim und Frän­ki­sche Schweiz – Wie­sent­tal. Die Teil­neh­mer sind bereits mit Hil­fe eines Rota­ry Aus­tausch­pro­gramms seit einem drei­vier­tel Jahr über Deutsch­land ver­teilt und tref­fen sich in der Frän­ki­schen Schweiz. Heu­er kam ein Groß­teil der Teen­ager (18) aus Süd­ame­ri­ka (Bra­si­li­en, Argen­ti­ni­en, Peru, Kolum­bi­en, Chile).

Die­ter Wil­helm, der dies­jäh­ri­ge Prä­si­dent des Rota­ry Clubs Forch­heim, erläu­tert: „Wir wol­len den Aus­tausch von Jugend­li­chen zwi­schen den ver­schie­de­nen Natio­nen för­dern, ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis ent­wickeln und ihnen auch die Mög­lich­keit geben ande­re Kul­tu­ren ken­nen­zu­ler­nen.“ Jörg Dett­mer, Prä­si­dent des Rota­ry Clubs Frän­ki­sche Schweiz – Wie­sent­tal, fügt an: „Die Jugend­li­chen ler­nen ihre Flü­gel aus­zu­brei­ten und ihre eige­nen Talen­te und Fähig­kei­ten wer­den ihnen viel stär­ker bewusst.“

Ein Teil­neh­mer, Mahé Labas­sé aus Orlé­ans, Frank­reich, fand den Aus­tausch sehr gut. „Durch das Jugend­tref­fen sehen wir die Teil­neh­mer aus ganz Deutsch­land. So ein gro­ßes Tref­fen fin­det nur ein oder zwei Mal pro Jahr statt.“ Er ist bei einer Gast­fa­mi­lie in Nürn­berg untergebracht.

Mar­co Caru­ga­ti, ein Teil­neh­mer der momen­tan in Olden­burg wohnt, kommt aus Como, Ita­li­en: „Mit hat gefal­len, dass wir auch die Kul­tu­ren der ver­schie­de­nen Bun­des­län­der ken­nen­ge­lernt haben. Wir glau­ben erst­mal, dass in Deutsch­land alles gleich ist, aber dann sieht man doch die Unter­schie­de.“ Am mei­sten hat ihm das Karaōke-Sin­gen gefallen.

Rota­ri­er Frank Schmidt orga­ni­sier­te die Akti­vi­tä­ten: Am 29. Mai stand ein inter­na­tio­na­les Koche­vent auf dem Pro­gramm, bei dem die Jugend­li­chen in Grup­pen ihre eige­nen Gerich­te zube­rei­ten. Zwei Tage spä­ter, am 30. Mai, folg­te eine Mini-Olym­pia­de und eine gemein­sa­me Piz­za-Back­ak­ti­on im Gewächs­haus vor der Burg. Wei­te­re High­lights des Jugend­camps waren der Besuch des Forch­hei­mer Königs­bads, Kajak­fah­ren auf der Wie­sent sowie krea­ti­ves T‑Shirts-Gestal­ten.

Das inter­na­tio­na­le Jugend­tref­fen, wel­ches 1979 von Rota­ri­er Wal­ter Lip­pert und sei­ner Frau Ros­wi­tha ins Leben geru­fen wur­de, fin­det zum 43. Mal statt. Fast 1.500 Jugend­li­che haben bis­her dar­an teil­ge­nom­men. Es ist Teil eines der größ­ten gemein­nüt­zi­gen Aus­tausch­pro­gram­me welt­weit, wel­ches von Rota­ry Inter­na­tio­nal geför­dert wird. Jedes Jahr neh­men etwa 8.000 bis 10.000 Jugend­li­che aus über 60 Län­dern an den Aus­tausch­pro­gram­men teil. Neben dem Long-term-stay in meh­re­ren Gast­fa­mi­li­en, der in der Regel ein aka­de­mi­sches Jahr dau­ert und mit einem Schul­be­such ein­her­geht, bie­tet Rota­ry Inter­na­tio­nal auch „Short Term Exch­an­ge Pro­gram­me“ (STEP) an, die einen Aus­tausch von weni­gen Tagen bis zu drei Mona­ten ermöglichen.

Die deut­schen Rota­ry Clubs sind seit 1950 an den Pro­gram­men betei­ligt und orga­ni­sie­ren unter ande­rem den Jah­res­aus­tausch, Fami­li­en­auf­ent­hal­te und Camps wie das Tref­fen auf Burg Feuerstein.

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