Bam­ber­ger BuB will Kif­fen bei „Bam­berg Zau­bert“ und Sand­ker­wa verbieten

Dring­lich­keits­an­trag angekündigt

Die Wäh­ler­grup­pe BuB – Bam­bergs unab­hän­gi­ge Bür­ger plant, einen Dring­lich­keits­an­trag in der kom­men­den Stadt­rats­sit­zung ein­zu­brin­gen. Ziel ist es, dass die Stadt Bam­berg mit­tels einer All­ge­mein­ver­fü­gung ein Kiff­ver­bot wäh­rend aller Feste und Ver­an­stal­tun­gen erlässt.

Begrün­dung:

In den näch­sten Tagen und Wochen beginnt die Ver­an­stal­tungs­sai­son in Bam­berg. Allei­ne bei den drei gro­ßen Innen­stadtevents – Bam­berg Zau­bert, das Bam­ber­ger Blues­fe­sti­val und die Sand­ker­wa – wer­den über 500.000 Besu­cher erwar­tet. Die BuB-Stadt­rä­te Danie­la Rein­fel­der und Klaus Stier­in­ger set­zen sich dafür ein, dass wäh­rend die­ser Ver­an­stal­tun­gen ein Can­na­bis-Ver­bot gilt.

„Die Lega­li­sie­rung von Can­na­bis in Bay­ern eröff­net neue Mög­lich­kei­ten, erfor­dert jedoch kla­re Regeln, um die öffent­li­che Ord­nung zu wah­ren und die Gesund­heit der Bürger*innen zu schüt­zen“, betont Stadt­rä­tin Danie­la Rein­fel­der. „Aktu­ell ist der Can­na­bis­kon­sum in Fuß­gän­ger­zo­nen ledig­lich zwi­schen 7 und 20 Uhr ver­bo­ten. Mit unse­rem Antrag auf eine All­ge­mein­ver­fü­gung möch­ten wir errei­chen, dass das Ver­bot wäh­rend der belieb­ten Bam­ber­ger Ker­was, Feste und Events – wie bei­spiels­wei­se Bam­berg Zau­bert, das Blues­fe­sti­val und die Sand­ker­wa – bis 24 Uhr auf die angren­zen­den Stra­ßen und Wege aus­ge­wei­tet wird“, erklärt Klaus Stieringer.

Gemäß den Beschlüs­sen der Bun­des­re­gie­rung darf Can­na­bis über­all kon­su­miert wer­den, wo es nicht aus­drück­lich ver­bo­ten ist. Die BuB-Stadt­rä­te beto­nen, dass der Kon­sum von Can­na­bis bereits heu­te auf Spiel­plät­zen, in Schu­len, Sport­stät­ten (ein­schließ­lich Fuß­ball­sta­di­en) sowie in Kin­der- und Jugend­ein­rich­tun­gen und jeweils in Sicht­wei­te davon – in einem Umkreis von 100 Metern um den Ein­gangs­be­reich – unter­sagt ist.

Als Grund­la­ge für die All­ge­mein­ver­fü­gung könn­te nach Ein­schät­zung von Stadt­rat Klaus Stier­in­ger die Rege­lung die­nen, dass der Can­na­bis­kon­sum in unmit­tel­ba­rer Gegen­wart von Per­so­nen, die das 18. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben, zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt ver­bo­ten ist. „Die belieb­ten Bam­ber­ger Feste wer­den tra­di­tio­nel­ler­wei­se von Fami­li­en und Kin­dern glei­cher­ma­ßen bis in die spä­ten Abend­stun­den besucht. Da der Can­na­bis­kon­sum in Anwe­sen­heit von Kin­dern und Jugend­li­chen grund­sätz­lich ver­bo­ten ist, hät­te die Stadt eine aus­rei­chen­de Grund­la­ge für eine All­ge­mein­ver­fü­gung“, so Stieringer.

„Für uns als BuB ist es wich­tig, auf­zu­zei­gen, dass die Stadt Bam­berg eine Vor­bild­funk­ti­on hat. Als Kom­mu­ne soll­ten wir beim öffent­li­chen Kon­sum von Can­na­bis eine kla­re Hal­tung ein­neh­men und ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln. Ein Kiff­ver­bot wäh­rend Feste und Events sen­det eine deut­li­che Bot­schaft an die Bür­ge­rin­nen und Besu­che­rin­nen“, ergänzt Stadt­rä­tin Danie­la Reinfelder.

Die BuB for­dert im Zusam­men­hang mit der All­ge­mein­ver­fü­gung auch abschrecken­de Stra­fen, um die Rege­lung in Bam­berg durch­zu­set­zen. „Wir möch­ten, dass die neu­en mobi­len Ein­hei­ten des Bam­ber­ger Ord­nungs­amts wäh­rend der Bam­ber­ger Feste das Can­na­bis-Ver­bot vor Ort kon­trol­lie­ren und emp­feh­len Zwangs­gel­der von 1.000 Euro“, so Stadt­rä­tin Danie­la Reinfelder.

„Unse­re BuB-Initia­ti­ve folgt den aktu­el­len Bei­spie­len in Pfarr­kir­chen, Wei­den und Kem­pen, die bereits ent­spre­chen­de All­ge­mein­ver­fü­gun­gen für ihre Feste erlas­sen haben“, betont Danie­la Reinfelder.

Die BuB-Stadt­rä­te Danie­la Rein­fel­der und Klaus Stier­in­ger gehen davon aus, dass ihr Dring­lich­keits­an­trag im Bam­ber­ger Stadt­rat eine brei­te und frak­ti­ons­über­grei­fen­de Mehr­heit fin­den wird.

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