Immer noch kei­ne Abstell­zo­nen für E‑Scooter in Bamberg

Foto: Grünes Bamberg

Foto: Grü­nes Bamberg

Chri­sti­an Hader, mobi­li­täts­po­li­ti­scher Spre­cher von Grü­nes Bam­berg, ist inzwi­schen unge­dul­dig. Im Juni 2023 hat­te er bean­tragt, dass es für die E‑Scooter, die man im Stadt­ge­biet Bam­berg von der Fir­ma Zeus aus­lei­hen kann, ver­pflich­ten­de Abstell­zo­nen geben soll. Denn immer wie­der wer­den sie von den Nut­zer und Nut­ze­rin­nen quer über den Geh­steig, an Eng­stel­len oder sonst wie hin­der­lich abgestellt.

Ande­re Städ­te haben längst ent­spre­chen­de Rege­lun­gen, weiß Hader, z.B. Augs­burg oder Nürn­berg. Dort kann man sich aus dem kosten­pflich­ti­gen Leih­sy­stem nur dann aus­log­gen, wenn man den genutz­ten Rol­ler kor­rekt in einer vor­ge­schrie­be­nen Zone abstellt. Wenn nicht, muss man wei­ter zah­len. „Ein ein­fa­ches System, das jeden Nut­zer und jede Nut­ze­rin dazu brin­gen wird, sich an die Regeln zu hal­ten. Und das zudem auch noch der Anbie­ter­fir­ma Zeus ihre Arbeit erleich­tert, wenn sie ihre Fahr­zeu­ge an zen­tra­len Orten gebün­delt vor­fin­det fürs Auf­la­den, War­ten usw.“

Die Ein­rich­tung von Abstell­zo­nen wur­de von der Stadt bereits zuge­sagt, aber auch ein Drei­vier­tel­jahr spä­ter ist noch kei­ne ein­zi­ge sol­che Zone ent­stan­den. Und auch sonst ist Chri­sti­an Hader nicht bekannt, dass es irgend­ei­nen Fort­schritt gibt.

Außer aller­dings bei der wun­der­sa­men Ver­meh­rung der E‑Scooter: Hat­te man anfangs bei der Ein­füh­rung des Trend­fahr­zeugs im Jahr 2021 noch 50 Exem­pla­re mit der Fir­ma Zeus ver­ein­bart, sind es inzwi­schen mehr als fünf Mal so vie­le. Auf grü­ne Anfra­ge im ver­gan­ge­nen Dezem­ber wur­de die Anzahl auf 225 beziffert.

Das Pro­blem mit den E‑Scootern ist aus Haders Sicht also eher grö­ßer als klei­ner gewor­den. Das gefähr­de vor allem die Ver­kehrs­si­cher­heit: „Zu Fuß gehen­de, die auf die Stra­ße aus­wei­chen müs­sen, Men­schen mit Rol­la­tor oder im Roll­stuhl, die auf ein unüber­wind­li­ches Hin­der­nis sto­ßen, oder gar Men­schen mit Seh­be­hin­de­rung, für die ein umge­fal­le­ner E‑Scooter ein unmit­tel­ba­res Unfall­ri­si­ko dar­stellt“, zählt er Bei­spie­le auf. Des­halb bean­tragt der Grü­nen-Stadt­rat nun erneut, dass im näch­sten Mobi­li­täts­se­nat end­lich ein Abstell­kon­zept vor­ge­legt wird, so wie schon vor Mona­ten zugesagt.

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