Der neue Erz­bi­schof ver­ewigt sich im Gol­de­nen Buch der Stadt Bamberg

Oberbürgermeister Andreas Starke (l.), Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Zweiter v. r.) und Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner (r.) mit Erzbischof Herwig Gössl, der sich ins Goldene Buch der Stadt Bamberg einträgt./Foto: Stadtarchiv, Melina Knobloch

Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke (l.), Zwei­ter Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp (Zwei­ter v. r.) und Drit­ter Bür­ger­mei­ster Wolf­gang Metz­ner (r.) mit Erz­bi­schof Her­wig Gös­sl, der sich ins Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg einträgt./Foto: Stadt­ar­chiv, Melina Knobloch

„Es ist ein Pri­vi­leg, seit nun­mehr zehn Jah­ren wie­der in die­ser wun­der­schö­nen Stadt woh­nen und arbei­ten, hier leben zu dür­fen. Ich bin sehr dank­bar dafür.“ Mit die­sem Bekennt­nis zu Bam­berg trug sich Erz­bi­schof Her­wig Gös­sl am Diens­tag ins Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein. „Ich darf Ihnen im Namen der Stadt Bam­berg viel Erfolg als Erz­bi­schof wün­schen und stets eine glück­li­che Hand bei der Wahr­neh­mung ihrer wich­ti­gen Auf­ga­ben“, beton­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke bei der Fei­er­stun­de im Roko­ko­saal des Alten Rathauses.

Erst zwei Mona­te ist es her, dass der 57-jäh­ri­ge, gebür­ti­ge Münch­ner im Dom in sein neu­es Amt ein­ge­führt wur­de. Als Novi­zen betrach­tet Star­ke den Chef am Dom­berg aller­dings nicht, schließ­lich brin­ge er beste Vor­aus­set­zun­gen mit, um sein Amt gut aus­üben zu kön­nen: „Sie sind kein Unbe­kann­ter, sie haben schon vie­le Erfah­run­gen hier gesam­melt. Durch ihre Funk­ti­on als Weih­bi­schof ken­nen sie die Diö­ze­se wie ihre Westen­ta­sche.“ In Anwe­sen­heit von Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Stadt­rats­frak­tio­nen, von Füh­rungs­kräf­ten der Stadt, von MdB Andre­as Schwarz und MdB Tho­mas Sil­ber­horn sowie vom stell­ver­tre­ten­den Land­rat Bru­no Kell­ner lob­te der Ober­bür­ger­mei­ster die gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Stadt und Erz­bis­tum, die es schon seit Jahr­zehn­ten gebe. Star­ke hob die „seel­sor­ge­ri­sche und sozia­le“ Bedeu­tung der Kir­che in Bam­berg her­vor, denn „vie­le Lei­stun­gen in der Stadt wären nicht mög­lich ohne das hilf­rei­che Enga­ge­ment der Erz­diö­ze­se“. So wer­den allein 26 von ins­ge­samt 54 Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und drei gro­ße Pfle­ge­ein­rich­tun­gen von der katho­li­schen Kir­che betrie­ben. Mit Freu­de hat der OB ver­nom­men, dass der neue Erz­bi­schof als Mut­ma­cher wir­ken wol­le. Dies sei der rich­ti­ge Ansatz. „In der heu­ti­gen Zeit bie­ten unse­re Kir­chen die not­wen­di­ge Ori­en­tie­rung. Gera­de in einer aus­ein­an­der­drif­ten­den Gesell­schaft, die sehr auf den Zusam­men­halt ange­wie­sen ist“, beton­te Starke.

„Zum Wohl der Stadt wirken“

Gös­sl stimm­te dem OB in sei­nem Gruß­wort aus­drück­lich zu, als er sag­te: „„Wir müs­sen dem Hass und der Het­ze etwas ent­ge­gen­set­zen, die nicht nur im digi­ta­len Netz, son­dern auch im täg­li­chen Umgang mit­ein­an­der immer bru­ta­ler um sich grei­fen.“ Für die Ein­la­dung, sich im Gol­de­nen Buch der Stadt Bam­berg ver­ewi­gen zu dür­fen, dank­te er herz­lich. Er wer­te­te dies als Zei­chen dafür, „wie in Bam­berg in einem guten Mit­ein­an­der von Kir­che und Kom­mu­ne Pro­ble­me ange­gan­gen und Lösun­gen gesucht wer­den zum Wohl der Stadt und ihrer Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner. Möge nach die­sem fei­er­li­chen Auf­takt unser gemein­sa­mer Weg in guter Wei­se wei­ter­ge­gan­gen wer­den, in gro­ßer Offen­heit und mit viel Ver­trau­en.“ Die­ses gute Mit­ein­an­der sei aber kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, es gel­te viel­mehr, „sich immer wie­der neu mit­ein­an­der auf den Weg zu machen, mit­ein­an­der zu spre­chen, zu dis­ku­tie­ren, viel­leicht auch mal zu strei­ten, aber nie um des Recht­ha­bens wil­len, son­dern immer zum Wohl der Stadt und der Men­schen, die hier leben.“ In die­sem Sinn möch­te er ger­ne wir­ken in „die­ser unse­rer Stadt Bamberg“.

Ober­bür­ger­mei­ster Star­ke über­gab zur Erin­ne­rung an den beson­de­ren Tag einen Fak­si­mi­le-Druck der „Bam­ber­ger Apo­ka­lyp­se“, ein bunt bebil­der­tes, rund 1000 Jah­re altes Werk, das sich im Ori­gi­nal in der Staats­bi­blio­thek Bam­berg befindet.

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