Freie Fahrt in Gemünda – Kreck­brücke fei­er­lich freigegeben

Freie Fahrt in Gemünda: Die Kreckbrücke ist seit dem 6. Mai offiziell wieder für den Verkehr frei. Von links: Renate Schubart-Eisenhardt, Maximilian Neeb, Sebastian Straubel, Matthias Kachel, Carsten Höllein, Gerhard Ehrlich, Jürgen Alt und Thomas Haas./Foto: Landratsamt Coburg/Stefanie Nickmann

Freie Fahrt in Gemünda: Die Kreck­brücke ist seit dem 6. Mai offi­zi­ell wie­der für den Ver­kehr frei. Von links: Rena­te Schub­art-Eisen­hardt, Maxi­mi­li­an Neeb, Seba­sti­an Straubel, Mat­thi­as Kachel, Car­sten Höl­lein, Ger­hard Ehr­lich, Jür­gen Alt und Tho­mas Haas./Foto: Land­rats­amt Coburg/​Stefanie Nickmann

Ein Brückens­or­gen­kind weni­ger im Cobur­ger Land: Nach fast genau neun Mona­ten Bau­zeit ist die neue Kreck­brücke im Seß­la­cher Gemein­de­teil Gemünda seit dem 6. Mai wie­der offi­zi­ell für den Ver­kehr frei. In einem klei­nen Fest­akt am Feu­er­wehr­haus wür­dig­ten Lokal­po­li­ti­ker, Bau­be­tei­lig­te und Anwoh­ner die erfolg­reich abge­schlos­se­nen Arbei­ten. Die Bau­her­ren­auf­ga­ben nahm der Fach­be­reich Tief­bau des Land­rats­am­tes wahr. Die Gesamt­ko­sten der Maß­nah­men belau­fen sich auf rund 2,3 Mil­lio­nen Euro. Ein För­der­be­trag von cir­ca 1,9 Mil­lio­nen Euro wur­de dabei aus dem baye­ri­schen Staats­haus­halt zur Ver­fü­gung gestellt.

Land­rat Seba­sti­an Straubel erin­ner­te im Rah­men der Fei­er­stun­de an die Her­aus­for­de­run­gen, die der Was­ser­stand der Kreck wäh­rend der Bau­ar­bei­ten immer wie­der mit sich brach­te. „Im August wur­de die Bau­stel­le sogar kom­plett über­flu­tet“, sag­te der Land­rat in der Rück­schau. „Und auch im Nach­gang war der Was­ser­stand der Kreck immer höher als in den Jah­ren zuvor. Des­halb wur­den eini­ge Rest­ar­bei­ten erst im Früh­jahr abge­schlos­sen.“ Das neue Bau­werk stel­le zudem eine deut­li­che Ver­bes­se­rung – vor allem im Sin­ne der Ver­kehrs­si­cher­heit – dar: „Wer sich an die alte Brücke erin­nert, der weiß, dass die­se nur im Ein­bahn­ver­kehr befahr­bar und auch nur für 30 Ton­nen aus­ge­legt war. Von Geh­weg­kap­pen konn­te man bei der alten Brücke gar nicht sprechen.“

So ver­fügt das neue Brücken­bau­werk über eine Fahr­bahn­brei­te von 6,50 Metern; die Geh­weg­kap­pen sind jeweils 1,50 Meter breit. Zeit­gleich wur­de der Geh­weg vom Feu­er­wehr­platz bis zur Gemein­de­stra­ße „Am Roten Brun­nen“ ergänzt – eine Maß­nah­me, für die der Stadt Seß­lach kei­ne Kosten anfie­len, da der Geh­weg aus stra­ßen­recht­li­cher Sicht (das heißt: unab­hän­gig vom Orts­schild) außer­halb der Orts­durch­fahrt und damit auf frei­er Strecke liegt. Bau­last­trä­ger auch für die­se Teil­maß­nah­me war damit der Land­kreis Coburg.

Seß­lachs Bür­ger­mei­ster Maxi­mi­li­an Neeb bezeich­ne­te den Ablauf der Bau­ar­bei­ten an sich als „rei­bungs­los“. Der Bür­ger­mei­ster wei­ter: „Die Über­schwem­mun­gen im Früh­jahr und im Herbst waren nicht so schön, aber wir haben das Beste dar­aus gemacht. Da ist zum Glück die Feu­er­wehr ein­ge­sprun­gen. So konn­te alles in einem guten Rah­men ablaufen.“

Dank­bar ist das Gemein­de­ober­haupt dafür, dass die Erwei­te­rung des Geh­we­ges mit in die Pla­nun­gen auf­ge­nom­men wur­de. Das sei bereits seit Län­ge­rem ein Anlie­gen der Gemündaer gewe­sen. „Es nut­zen doch vie­le Tou­ri­sten und Wan­de­rer den Weg zur Kapel­le an der Hei­li­gen­lei­te“, so Maxi­mi­li­an Neeb. Der neu aus­ge­bau­te, ver­län­ger­te Fuß­weg sor­ge hier für ein wich­ti­ges Plus an Verkehrssicherheit.

Der Ver­tre­ter der Regie­rung von Ober­fran­ken, Tho­mas Haas, dank­te vor allem den Grund­ei­gen­tü­mern, die im Bereich der Bau­stel­le Grund und Boden zur Ver­fü­gung stell­ten. Nur so sei die Maß­nah­me rea­li­sier­bar gewe­sen. Die Bereit­schaft zur Koope­ra­ti­on sei wich­tig, beton­te er. „Andern­falls wäre so man­che Bau­maß­nah­me gar nicht umsetz­bar. Des­halb gilt den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern mein größ­ter Dank.“

Der Gemündaer Pfar­rer Tobi­as Knö­tig seg­ne­te das Bau­werk und sprach gemein­sam mit den Teil­neh­mern der Fei­er­stun­de Für­bit­ten und Gebe­te für die neue Brücke und all ihre Nutzer.

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