Forch­hei­mer Kura­to­ri­um zur För­de­rung von Kunst und Kul­tur star­tet in das Kon­zert­jahr 2024

Bettina und Wolfram Born Foto: Christian Heineman
Bettina und Wolfram Born Foto: Christian Heineman

Unge­wöhn­li­che Spiel­or­te, erst­klas­si­ge Künst­ler und eine bis­lang unge­kann­te Viel­falt. Das Kura­to­ri­um zur För­de­rung von Kunst und Kul­tur im Forch­hei­mer Land hat sich für das lau­fen­de Jahr viel vor­ge­nom­men. Höhe­punk­te sind ein som­mer­li­ches Kon­zert­wo­chen­en­de hoch oben auf der Nei­deck und die 8. Bal­tha­sar Neu­mann-Musik­ta­ge im Herbst. Geschäfts­füh­re­rin Mari­on Ros­sa-Schu­ster gibt einen klei­nen Überblick.

Am 7. März 2024 um 19 Uhr star­tet das Ver­an­stal­tungs­jahr in St. Gere­on Forch­heim mit einem lite­ra­risch-musi­ka­li­schen Abend, der Erich Käst­ners Ber­lin leben­dig wer­den lässt. Unter dem Mot­to „Aber unter­krie­gen las­sen? Nie­mals!“ stel­len Ant­je Schnei­der und Simon Wei­nert sowie die Pia­ni­stin Ange­la Stoll aus Ber­lin Tex­te von Erich Käst­ner (1899–1974) vor und beglei­ten die­se musikalisch.

Die spät­go­ti­sche „Gere­ons­ka­pel­le“ ist zudem der idea­le Ort für ein Pas­si­ons­kon­zert am Sonn­tag, 24. März 2024 um 17 Uhr, in dem die Sopra­ni­stin Ral­li Bog­dan aus Eber­mann­stadt nicht nur singt, son­dern auch Vio­li­ne spielt. Am Flü­gel beglei­tet sie die Musik­pro­fes­so­rin Miku Nis­hi­mo­to-Neu­bert aus Mün­chen zu Wer­ken von Hän­del und Men­dels­sohn-Bar­thol­dy bis hin zu den vier Jah­res­zei­ten von Vivaldi.

Zum Tan­zen wird der Platz wohl nicht rei­chen. So groß ist St. Gere­on in Forch­heim nicht. Man kann aber auch in Gedan­ken eini­ge Schrit­te machen. Wenn Bet­ti­na und Wolf­ram Born aus Neu­en­gön­na bei Jena am Sonn­tag, 12. Mai 2024 um 17 Uhr mit ihrem Pro­gramm „Mi Tan­go Miste­rio­so“ eine lei­den­schaft­li­che Lie­bes­er­klä­rung an den Tan­go aufs Par­kett legen.

Die Open Air-Sai­son des Kura­to­ri­ums star­tet am Sams­tag, 8. Juni 2024 um 19:30 Uhr im Wild­park Hunds­haup­ten, in dem Eggols­heims Bür­ger­mei­ster Claus Schwarz­mann mit sei­nen Les Qua­tres Baguettes ita­lie­ni­sche Can­zo­ni, fran­zö­si­sche Chan­sons und deut­sche Lie­der den Elchen und Wisen­ten vor­sin­gen wird. Dies­mal mit einem neu­en Mann am Kon­tra­bass: Alex Speng­ler aus Nürnberg.

Am 28. Juni 2024 geht es erst ein­mal berg­auf. Vom klei­nen Frei­bad bei Nie­der­fel­len­dorf ist man zu Fuß in einer hal­ben Stun­de auf der Nei­deck. Im Schat­ten der male­ri­schen Rui­ne war­ten der Schau­spie­ler Mar­tin Neu­bau­er aus Bam­berg und der Gitar­rist Ste­fan Gra­s­se aus Nürn­berg mit einer „Roman­ti­schen Lesung mit Musik“. Sie wer­den ab 19 Uhr einen der roman­ti­schen Dich­ter spre­chen las­sen, der vor mehr als 200 Jah­ren dafür gesorgt hat, dass die Frän­ki­sche Schweiz euro­pa­weit berühmt wur­de: Lud­wig Tieck. Wem es hoch oben über dem Wie­sent­tal gefal­len hat, der kann am 30. Juni 2024 um 11 Uhr zu einem Pick­nick-Kon­zert des Musik­ver­eins Forch­heim-Bucken­ho­fen wie­der­kom­men. Übri­gens so gelegt, dass es Fuß­ball-Fans spä­ter noch recht­zei­tig zur Live Über­tra­gung der Euro­pa­mei­ster­schaft schaffen.

Vor der herr­li­chen Kulis­se des Schloss Thurn erwar­tet das Ensem­ble Hunds­haup­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher am Sonn­tag, den 7. Juli 2024 um 18 Uhr mit Wer­ken von Barock bis zur Gegenwart.

In Koope­ra­ti­on mit dem Kura­to­ri­um wer­den auch groß­an­ge­leg­te musi­ka­li­sche Ereig­nis­se mög­lich. Etwa wenn die Kan­to­rei St. Johan­nis Forch­heim und die Neue Nürn­ber­ger Rats­mu­sik unter der Lei­tung der Deka­nats­kan­to­rin Michae­la Kögel am Sonn­tag, 14. Juli 2024 um 17 Uhr den Altar­raum der Niko­laus­kir­che in Eber­mann­stadt mit einem fest­li­chen Jubi­lä­ums­kon­zert fül­len. Das Pro­gramm wird hier­zu zeit­nah veröffentlicht.

Einer der zen­tra­len Kon­zert­sä­le der Frän­ki­schen Schweiz ist die Basi­li­ka Göß­wein­stein. Hier gastiert am Frei­tag, 26. Juli 2024 um 18 Uhr der aus Uru­gu­ay stam­men­de Hor­nist Car­los Cre­spo Repet­to. Er hat sein Instru­ment nicht nur im Nürn­ber­ger Opern­haus ertö­nen las­sen, son­dern auch bei den Wag­ner-Fest­spie­len in Bay­reuth. An sei­ner Sei­te sitzt der ehe­ma­li­ge Deka­nats­kan­tor Georg Schäff­ners an „sei­ner“ Orgel, die er seit Jahr­zehn­ten spielt.

Den zwei­fels­frei­en Höhe­punkt des Kon­zert­jahrs stel­len die 8. Bal­tha­sar Neu­mann-Musik­ta­ge dar. Vier Tage lang darf man sich auf Welt­klas­se-Musi­ker freu­en. Zum Auf­takt am 10. Okto­ber 2024 um 19 Uhr ist in der erst­mals bespiel­ten St. Otti­li­en-Kir­che in Ker­s­bach der Trom­pe­ter Andre­as Welt­zer aus Ber­lin an der Sei­te Georg Schäff­ners aus Göß­wein­stein zu hören. Sie hat schon mit Diri­gen­ten-Legen­den wie René Jacobs zusam­men­ge­ar­bei­tet und ist bei bedeu­ten­den Festi­vals für Alte Musik wie den Bach­wo­chen Ans­bach auf­ge­tre­ten. Nun prä­sen­tiert die Sopra­ni­stin Kat­rin Küss­wet­ter aus Win­kel­haid mit dem Ensem­ble „Barocke Sin­nes­lust“ am 11. Okto­ber 2024 um 19 Uhr in der Basi­li­ka Göß­wein­stein ihr Pro­gramm „Zufrie­den­heit und See­len­ruh“. Nach dem umju­bel­ten Auf­tritt vor sechs Jah­ren ist das Bal­tha­sar Neu­mann-Orche­ster zurück im Her­zen der Frän­ki­schen Schweiz. Mit einem „Gro­ßen Barock­kon­zert“ wird es die Zuhö­rer am Sams­tag, 12. Okto­ber 2024, 19 Uhr erneut in Ver­zückung ver­set­zen. Den Abschluss bil­det tra­di­tio­nell der fest­li­che Got­tes­dienst mit dem Basi­li­ka-Chor und ‑Orche­ster am Sonn­tag, 13. Okto­ber 2024 um 10.30 Uhr.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Kar­ten-Vor­ver­kauf: Kul­tur­amt des Land­krei­ses Forch­heim, Tel. 09191 861045.

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