BBC Bayreuth verliert gegen die Artland Dragons

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Es war das bisher schwächste Heimspiel der Saison: Mit 76:92 (45:51) verlor der BBC Bayreuth heute Abend in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga Pro A zum Rückrundenbeginn gegen die Artland Dragons, die keineswegs den Eindruck eines Abstiegskandidaten machten.

Der BBC Bayreuth startete gegen das Tabellenschlusslicht aus Quakenbrück mit Philip Jalalpoor, Marco Rahn, Selim Fofana, Aaron Carver und Esa Ahmad. Marios Giotis und Moritz Plescher fehlten verletzungsbedingt, was die deutsche Rotation deutlich verkürzte.

1.Viertel

Der BBC hatte einen Fehlstart. Die Gäste lagen mit 12:0 vorne, erst nach fast vier Minuten markierte Marco Rahn mit zwei Freiwürfen die ersten Bayreuther Punkte. Der BBC verkürzte dann erstmal auf 6:12, nach sechs Minuten lagen die Dragons 19:9 vorne. Der Bayreuther Headcoach Mladen Driencic sah Gesprächsbedarf und bat zu einer Auszeit. Die Gäste bauten den Vorsprung allerdings weiter auf 24:11 aus. Bayreuth hatte zu viele Turnovers und fand nur schwer in die Partie. Nach zehn Minuten führten die Artland Dragons mit 32:17, Nikolaos Chouchoumis traf mit dem Buzzer einen Dreier und wurde beim Wurf gefoult, so dass es noch zu einem “Vier-Punkte-Spiel“ reichte. Bayreuth brachte die Offensive der Gäste nicht in den Griff und lag auch bei den Rebounds deutlich hinten (3:12 im ersten Viertel).

2.Viertel

Die Artland Dragons liefen weiter absolut heiß und führten nach zwölf Minuten mit 40:21. Esa Ahmad brachte den BBC dann zur Hälfte des zweiten Viertels mit seinem Korb zum 29:43 etwas näher heran. Quakenbrück blieb aber weiter clever und diszipliniert. Das Team scorte ausgeglichen, ließ den Ball laufen und war schwer berechenbar. Nach einem Korbleger von Aaron Carver zum 35:45 war der Rückstand immerhin wieder bei “nur” zehn Punkten. Bayreuth konnte jetzt das “Pick-and-Roll“ der Gäste etwas besser verteidigen, steigerte die Intensität und schaffte es, bis zur Halbzeit auf 45:51 heranzukommen.

3.Viertel

Die Dragons starteten gut in die zweite Halbzeit und bauten den Vorsprung zur Hälfte des dritten Abschnitts wieder etwas auf 58:49 aus. Bayreuth kam einfach nicht näher heran, im Gegenteil: Die Dragons lagen beim Stand von 63:52 dreieinhalb Minuten vor Viertelende wieder zweistellig vorne, verantwortlich dafür war auch eine hohe Dreierquote. Ein unsportliches Foul gegen Selim Fofana erschwerte die Situation des BBC zusätzlich. Quakenbrück lag letztlich nach 30 Minuten mit 73:58 in Führung.

4.Viertel

Bei den Dragons musste Joanic Grüttner Bacoul sieben Minuten vor Schluss verletzt ausscheiden. Aaron Carver verkürzte auf 67:77, damit war der BBC wieder etwas in Schlagdistanz. 81:71 für die Dragons stand es knapp fünf Minuten vor dem Ende, als Selim Fofana verletzt das Spiel beenden musste. Marco Rahn kassierte zudem ein unsportliches Foul. Die Niedersachsen lagen zweieinhalb Minuten vor dem Schluss-Buzzer mit 88:71 vorne. Damit war der Deckel drauf, die Bayreuther wirkten angesichts ihrer schwachen Leistung frustriert. Der erhoffte Aufbruch in Richtung Playoffs zu Beginn der Rückrunde blieb aus. Nach der letztlich zu Buche stehenden 76:92-Niederlage haben die Bayreuther jetzt nach 18 Spielen jeweils neun Siege und Niederlagen auf dem Konto und stehen weiter im Niemandsland der Tabelle.

Die Spieler der Partie

Bester Werfer beim BBC war Esa Ahmad mit 20 Punkten vor Aaron Carver mit 16 Zählern. Auch bei den Rebounds lag Esa Ahmad mit sieben abgegriffenen Bällen vorne. Bei den Artland Dragons waren Brandon Thomas und Nikolaos Chouchoumis mit jeweils 18 Punkten Topscorer. Aaron Kayser war mit neun erkämpften Bällen bester Rebounder.

Statistik

BBC Bayreuth: Shane Gatling (10 Punkte/2 Fouls), Corey Manigault (3/3), Philip Jalalpoor (10/1), Selim Fofana (14/3), Marco Rahn (2/5), Esa Ahmad (20/2), Aaron Carver (16/2), Louis Nauthon (0/2), Lenny Liedtke (1/0);

Artland Dragons: Nikolaos Chouchoumis (18 Punkte/2 Fouls), Jordan Ratton (2/2), Connor Anthony (8/5), Jakob Forester (4/4), Kilian Binapfl (6/1), Brandon Thomas (18/2), Jannes Hundt (7/1), Aaron Kayser (15/2), Joanic Grüttner Bacoul (14/2);