Sel­ber Wöl­fe ver­spie­len 3‑Tore Vorsprung

Selber Wölfe vs. EHC Freiburg © Mario Wiedel
Selber Wölfe vs. EHC Freiburg © Mario Wiedel

Sel­ber Wöl­fe vs. EHC Frei­burg 4:5 n. P. (1:0; 3:2; 0:2)

Im Duell um Platz 10 zogen die Sel­ber Wöl­fe gegen die Gäste aus Frei­burg im Penal­ty­schie­ßen den Kür­ze­ren. Dass es über­haupt soweit kom­men muss­te, lag in erster Linie am Schluss­drit­tel, in wel­chem die Gast­ge­ber das Spiel in weni­gen Minu­ten aus der Hand gaben und die Wöl­fe aus Frei­burg so zurück in die Par­tie hol­ten. Ein wei­te­rer Rück­schlag für die Sel­ber Wöl­fe, die einen 3‑Tore Vor­sprung verspielten.

Miglio mit tol­lem Alleingang

Die Gäste aus dem Breis­gau erwisch­ten den bes­se­ren Start in die Begeg­nung und konn­ten die ersten Chan­cen ver­zeich­nen, bei denen Bit­zer stets auf dem Posten war. Nach etwa fünf Minu­ten fan­den die Wöl­fe bes­ser in die Par­tie und hat­ten nach einem fei­nen Pass von Raab auf McN­eill die erste Chan­ce. Der Schuss des Kana­di­ers ging jedoch knapp am lan­gen Pfo­sten vor­bei. Nach­dem Hörd­ler im Angriffs­drit­tel zwei­mal stark nach­setz­te, lief Gel­ke allein auf Cer­ve­ny zu, schei­ter­te mit sei­nem Schuss aber am Goa­lie der Gäste. Im ersten Power­play erspiel­ten sich die Wöl­fe dann eini­ge gefähr­li­che Chan­cen. Nach einem Schuss von Hörd­ler hat­te Peter im Slot Pech, als er den Schuss mit dem Schlä­ger abfälsch­te, der Puck dann aber knapp am Pfo­sten vor­bei­ging. Als die Wöl­fe aus Frei­burg das erste Mal im Power­play agier­ten, hat­ten die Gast­ge­ber im zwei gegen eins die gro­ße Chan­ce, in Füh­rung zu gehen. Bas­sen leg­te stark auf Miglio ab, doch der Texa­ner über­leg­te zu lang und ver­gab so die Chan­ce auf den Short­hand­er. Nun wur­den die Sel­ber immer stär­ker. Als Bas­sen auf und davon war, wur­de er im letz­ten Moment gestoppt, wodurch die Wöl­fe einen Penal­ty zuge­spro­chen beka­men. Knack­stedt schei­ter­te mit sei­nem Ver­such jedoch am Cer­ve­ny. Kurz vor Ablauf des ersten Drit­tels, hat­te Miglio dann sei­nen gro­ßen Auf­ritt. Nach einem beherz­ten Antritt setz­te er sich stark gegen zwei Frei­bur­ger durch, behielt vor Cer­ve­ny die Ruhe und brach­te die Wöl­fe so in Führung.

Wöl­fe mit schnel­lem Doppelschlag

Der Mit­tel­ab­schnitt hat­te eini­ges zu bie­ten. Nach einer Stra­fe gegen Hel­jan­ko, gelang den Wöl­fen aus Frei­burg der schnel­le Aus­gleich. Die Gast­ge­ber konn­ten den Puck nicht ent­schei­dend klä­ren, wor­auf­hin Elo mit sei­nem plat­zier­ten Schuss aufs lan­ge Eck Bit­zer kei­ne Chan­ce ließ. Doch die Wöl­fe ant­wor­ten auf den Aus­gleichs­tref­fer mit einem blitz­schnel­len Dop­pel­schlag. Miglio erober­te den Puck im eige­nen Drit­tel und mach­te sich auf den Weg ins Angriffs­drit­tel, wo er die Über­sicht behielt und McN­eill am lan­gen Pfo­sten bedien­te. Des­sen Abschluss konn­te Cer­ve­ny mit einem star­ken Save noch parie­ren, gegen den Nach­schuss von Kruminsch war er dann aber chan­cen­los. Kei­ne 30 Sekun­den spä­ter der näch­ste Tref­fer. Ein schnell vor­ge­tra­ge­ner Angriff über Knack­stedt und Bas­sen wur­de von Hel­jan­ko mit einem Traum­tor in den Win­kel ver­edelt. Die Wöl­fe strot­zen nun vor Selbst­ver­trau­en und hät­ten durch Schwam­ber­ger und Nau­mann sogar noch erhö­hen kön­nen. Im Power­play gelang Selb dann der vier­te Tref­fer. Knack­stedt schei­ter­te mit sei­nem stram­men Schuss noch an Cer­ve­ny, der jedoch nur pral­len las­sen konn­te. Miglio stand gold­rich­tig und mar­kier­te sei­nen zwei­ten Tref­fer an die­sem Abend. Die Breis­gau­er muss­ten sich ordent­lich schüt­teln, schaff­ten nach einer zwei auf eins Situa­ti­on aber in Per­son von Reis­necker den Anschluss­tref­fer. Es ging mun­ter wei­ter in die­sem kurz­wei­li­gen Drit­tel. Marusch sah den völ­lig allein gelas­se­nen Miglio und schick­te die­sen mit einem bären­star­ken Pass aus dem eige­nen Drit­tel auf die Rei­se. Dies­mal hat­te Miglio jedoch Pech, sein Schuss lan­de­te am Pfo­sten des Frei­bur­ger Tores.

Frei­burg kommt stark zurück

Die ver­blie­be­ne Stra­fe gegen McN­eill konn­ten die Wöl­fe noch ver­tei­di­gen, ehe sich im Anschluss das Spiel in kür­ze­ster Zeit kom­plett dreh­te. Zuerst war es Elo, der auf 4:3 ver­kür­zen konn­te. Wie im zwei­ten Drit­tel, gab es auch im letz­ten Abschnitt den schnel­len Dop­pel­schlag. Zum Leid­we­sen der Sel­ber Wöl­fe die­ses Mal aller­dings für die Gäste. Ven­tä­le erziel­te kei­ne zwei Minu­ten spä­ter tat­säch­lich den Aus­gleichs­tref­fer für die Breisgauer.

Nach dem Aus­gleich ent­wickel­te sich ein offe­nes Spiel mit Chan­cen auf bei­den Sei­ten. Doch weder Kruminsch, noch Miglio oder Bas­sen woll­te die erneu­te Füh­rung gelingen.

So ende­te das Spiel Unent­schie­den und es ging in die Over­ti­me. Hier erwisch­ten die Gäste den bes­se­ren Start und tra­fen nach weni­gen Sekun­den erst­mal die Lat­te. Auf Sel­ber Sei­te ver­gab Miglio und am Ende Bas­sen die gro­ße Chan­ce doch noch den Sieg­tref­fer zu erzie­len. So ging es wie­der ins Penal­ty­schie­ßen. Hier ver­ga­ben auf Sei­te der Wöl­fe McN­eill und Bas­sen. Da nur Trs­ka erfolg­reich war, ging der Sieg nach Frei­burg die durch Reis­necker den Zusatz­punkt mit nach Hau­se nehmen.

Mann­schafts­auf­stel­lun­gen und Statistik

  • Heim: Bit­zer (Zim­mer­mann) – Plau­schin, Trs­ka, Hörd­ler, Marusch, Camp­bell, Raab, Kryms­kiy – Kruminsch, Miglio, McN­eill, Knack­stedt, Hel­jan­ko, Bas­sen, Kolu­paylo, Peter, Schwam­ber­ger, Dall­dush, Nau­mann, Gelke
  • Gast: Cer­ve­ny (Ben­zing) – Vente­lä, Neher, Wach­ter, Pokor­ny, Roach, Hoch­rei­t­her Lin­sen­mai­er, Bil­lich, Reis­necker, O´Donnell, Elo, Bow­les, Makuz­ki, Hahn, Hon, Otten, Buch­ner, Klos
  • Tore:
    • 18. Min. 1:0 Miglio (Hörd­ler, McNeill)
    • 23. Min. 1:1 Elo (O´Donnell, Lin­sen­mai­er; 5/4)
    • 26. Min. 2:1 Kruminsch (McN­eill)
    • 26. Min. 3:1 Hel­jan­ko (Bas­sen, Knackstedt)
    • 29. Min. 4:1 Miglio (Knack­stedt, Trs­ka; 5/4)
    • 34. Min. 4:2 Reis­necker (Bow­les, Neher)
    • 42. Min. 4:3 Elo (O´Donnell)
    • 44. Min. 4:4 Ven­tä­le (O´Donnell, Reisnecker)
    • 65. Min. 4:5 Reisnecker
  • Straf­zei­ten: Selb 8; Frei­burg 4
  • Schieds­rich­ter: Apel, Naust (Rie­mel, van der Heyd)
  • Zuschau­er: 1.408

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