Tipps & Tricks: „Macht Was­ser­stoff zum Hei­zen Sinn?“

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Am 1. Janu­ar 2024 tritt die Neu­re­ge­lung des Gebäu­de­en­er­gie­ge­set­zes (GEG) in Kraft. Wer in Zukunft eine bestehen­de Hei­zung aus­tauscht, muss sei­ne neue Anla­ge ab 2029 antei­lig kli­ma­neu­tral betrei­ben kön­nen. Die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern warnt Pri­vat­haus­hal­te davor, beim Aus­tausch auf Was­ser­stoff zu setzen.

Eini­ge Her­stel­ler bie­ten soge­nann­te „Wasserstoff-Ready“-Heizungen an, die einen Anteil von 20 Pro­zent Was­ser­stoff im Erd­gas ver­kraf­ten sol­len. Das Gesetz for­dert künf­tig jedoch einen Anteil von min­de­stens 65 Pro­zent erneu­er­ba­rer Ener­gien. Die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern rät nicht nur des­halb zur Vor­sicht: „Der Kauf einer neu­en Gas­hei­zung ist nur dann sinn­voll, wenn sie auf 100 Pro­zent Was­ser­stoff umrüst­bar wäre. Sol­che Pro­duk­te gibt es jedoch aktu­ell nicht auf dem Markt.“

Was­ser­stoff nur eine Scheinlösung?

Die Ver­brau­cher­schüt­zer war­nen Pri­vat­haus­hal­te grund­sätz­lich davor, in abseh­ba­rer Zeit auf Was­ser­stoff als Ener­gie­trä­ger zu set­zen. Denn die­ser wird zunächst bevor­zugt für Indu­strie und Gewer­be ver­füg­bar sein. „Um Was­ser­stoff zu nut­zen, müss­ten Häu­ser zudem in einem soge­nann­ten ‚Was­ser­stoff­netz­aus­bau­ge­biet‘ lie­gen. Die bun­des­deut­sche Was­ser­stoff­in­fra­struk­tur ist aller­dings gera­de erst in Pla­nung; Was­ser­stoff­netz­aus­bau­ge­bie­te exi­stie­ren noch gar nicht“, so die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern.

Wer in Zukunft mit Was­ser­stoff hei­zen möch­te, soll­te des­halb vor dem Ein­bau einer neu­en Hei­zung klä­ren, ob das eige­ne Wohn­ge­biet ein Was­ser­stoff­netz­aus­bau­ge­biet wer­den soll. Auch eine unab­hän­gi­ge Ener­gie­be­ra­tung inklu­si­ve Ver­gleich mit ande­ren geeig­ne­ten Heiz­sy­ste­men wie Wär­me­pum­pen lohnt sich.

Bei Fra­gen zum Hei­zungs­tausch und Heiz­tech­nik in Pri­vat­haus­hal­ten hilft die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern. Die Bera­tung fin­det online, tele­fo­nisch oder in einem per­sön­li­chen Gespräch statt und die Ener­gie-Fach­leu­te bera­ten anbie­ter­un­ab­hän­gig und indi­vi­du­ell. Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es auf www​.ver​brau​cher​zen​tra​le​-ener​gie​be​ra​tung​.de oder bun­des­weit kosten­frei unter 0800 – 809 802 400. Die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le wird geför­dert vom Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Wirt­schaft und Klimaschutz.

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