Land­krei­ses Kulm­bach ehrt her­vor­ra­gen­de Repräsentanten

Im Bild v.l.: Franz Uome (1. BM Marktleugast), Margareta Schoberth, Wolfgang Schoberth (Kulturpreisträger), Landrat Klaus Peter Söllner, Martin Bernreuther (1.BM Thurnau), Martina Krebs, Wolfgang Krebs (Kulturpreisträger), Stellv. Landrat Jörg Kunstmann, Stellv. Landrätin Christina Flauder, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Stellv. Landrat Dieter Schaar. Foto: Landratsamt Kulmbach
Im Bild v.l.: Franz Uome (1. BM Marktleugast), Margareta Schoberth, Wolfgang Schoberth (Kulturpreisträger), Landrat Klaus Peter Söllner, Martin Bernreuther (1.BM Thurnau), Martina Krebs, Wolfgang Krebs (Kulturpreisträger), Stellv. Landrat Jörg Kunstmann, Stellv. Landrätin Christina Flauder, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Stellv. Landrat Dieter Schaar. Foto: Landratsamt Kulmbach

Wolf­gang Scho­berth und Wolf­gang Krebs mit Kul­tur­preis aus­ge­zeich­net – Land­krei­ses Kulm­bach ehrt her­vor­ra­gen­de Reprä­sen­tan­ten, die bei­spiel­haft für die Viel­falt der kul­tu­rel­len Lei­stun­gen ste­hen. Glück­wunsch an die neu­en Kul­tur­preis­trä­ger des Land­krei­ses Kulm­bach! Im Rah­men eines Fest­ak­tes im Kut­schen­haus des Thur­nau­er Schlos­ses sind der Histo­ri­ker Wolf­gang Scho­berth aus Markt­leu­gast und der Inten­dant des Schloss­thea­ters Thur­n­au, Wolf­gang Krebs mit die­ser Ehrung aus­ge­zeich­net worden.

„Kul­tu­rel­le Wer­te, die kul­tu­rel­le Viel­falt und den sich dar­aus erge­ben­den kul­tu­rel­len Reich­tum gilt es zu för­dern, zu erhal­ten und zu pfle­gen“, betont Land­rat Klaus Peter Söll­ner bei der Verleihung.

„Des­halb ist es auch emi­nent wich­tig, die­je­ni­gen, die sich hier enga­gie­ren und ein­brin­gen, die Kul­tur schaf­fen und erhal­ten, die einen „unbe­zahl­ba­ren“ Bei­trag für uns alle lei­sten, her­aus­zu­he­ben und zu wür­di­gen. Wir sind stolz auf die kul­tu­rel­le Viel­falt in unse­rem Landkreis!“

Der Histo­ri­ker Wolf­gang Scho­berth aus Markt­leu­gast ver­fügt über ein gro­ßes histo­ri­sches Wis­sen. Schon wäh­rend sei­ner akti­ven Zeit als Päd­ago­ge am MGF hat er sich auf dem publi­zi­sti­schen Feld enga­giert, über­wie­gend mit histo­ri­schen Arbei­ten zur Zeit­ge­schich­te. Als Histo­ri­ker der 68-er Jah­re sah er sich in der Ver­ant­wor­tung, ein weit­hin unbe­kann­tes – und oft auch ver­dräng­tes und tabui­sier­tes Feld – zu beackern. In umfang­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Auf­sät­zen hat er die NS-Jah­re in Kulm­bach auf­ge­ar­bei­tet. In zahl­rei­chen Vor­trä­gen, Kolum­nen und Fach­bei­trä­gen aber auch in von ihm auf die Bei­ne gestell­ten Aus­stel­lun­gen geht er fun­diert auf sei­ne Hei­mat und die loka­len Vor­gän­ge in die­ser Zeit ein.

„Wolf­gang Scho­berth ist aus der Kul­tur­sze­ne von Stadt und Land­kreis nicht mehr weg­zu­den­ken! Sei­ne Ver­öf­fent­li­chun­gen, sei­ne Vor­trä­ge und Füh­run­gen fin­den wegen der Qua­li­tät und der Bedeu­tung eine gro­ße Reso­nanz bei den inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ge­rin­nen“, lobt Klaus Peter Söll­ner in der Laudatio.

„Mit Wolf­gang Krebs erhält nicht nur der Schau­spie­ler, Regis­seur, Grün­der und Inten­dant des Schloss­thea­ters Thur­n­au, das im ver­gan­ge­nen Jahr sein 10-jäh­ri­ges Jubi­lä­um fei­er­te, den Kul­tur­preis des Land­krei­ses Kulm­bach, Wolf­gang Krebs steht schon sehr viel län­ger auf der Büh­ne“, führt Land­rat Söll­ner beim zwei­ten Preis­trä­ger aus. „Er ist ein Kul­tur­schaf­fen­der und Kul­tur­ge­ben­der, der auf­grund sei­nes viel­fäl­ti­gen Wir­kens, auch außer­halb, aus dem kul­tu­rel­len Leben des Mark­tes Thur­n­au, unse­res Land­krei­ses Kulm­bach nicht mehr weg­zu­den­ken ist. Schon lan­ge bil­det er einen der Anker der Kul­tur­sze­ne Oberfrankens.“

Wolf­gang Krebs, gebür­ti­ger Frank­fur­ter, ent­deck­te in den 80er Jah­ren das Schau­spiel für sich. Die Grund­la­gen dafür leg­te er sehr gewis­sen­haft und absol­vier­te eine Rei­he von Aus­bil­dun­gen im In- und Aus­land. Seit 1986 führ­ten Wolf­gang Krebs Gast­spiel­tour­neen an die renom­mier­ten Thea­ter in zahl­lo­sen Städ­ten Deutsch­lands, in die Schweiz, nach Frank­reich, Spa­ni­en, Bel­gi­en, Hol­land und Israel.

Über 10 Jah­re, von 1989 bis 1999, leb­te und arbei­te­te er in Ita­li­en, wo er Enga­ge­ments in Mai­land, Turin, Raven­na, Nova­ra und Ver­ba­nia hat­te. Auch für die Natur­büh­ne Treb­gast, den Frän­ki­schen Thea­ter­som­mer, den Schau­hau­fen und die Busch­klop­fer in Kulm­bach war er tätig. Auf der Suche nach einem festen Stand­ort für sein eige­nes Thea­ter kam er schließ­lich in den Markt Thur­n­au. Hier fand Wol­fang Krebs sei­ne Wahl­hei­mat und grün­det 2012 das Schloss­thea­ter Thurnau.

„Durch die her­vor­ra­gen­de Regie­ar­beit und sei­ne Pro­fes­sio­na­li­tät als Schau­spie­ler hat es Wolf­gang Krebs geschafft, das Schloss­thea­ter Thur­n­au zu einem festen Bestand­teil des kul­tu­rel­len Lebens im Land­kreis Kulm­bach wer­den zu las­sen“, erläu­tert Söll­ner. „Ihm ist es gelun­gen ein Thea­ter höch­ster Qua­li­tät zu eta­blie­ren, das den­noch „zum Anfas­sen“ ist – das nah­bar ist.“

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Abend von den Turm­blä­sern des Musik­ver­eins Thurnau.

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