VC Elt­mann siegt auch in Kriftel

Eltmann jubelt mit seinen Fans © VC Eltmann
Eltmann jubelt mit seinen Fans © VC Eltmann

Uner­war­te­te Unter­stüt­zung beschert Elt­mann die näch­sten drei Punk­te – VC Ultras trom­meln Elt­mann zum Sieg

Als die Vol­ley­ball­mann­schaft des VC Elt­mann am Sams­tag­abend in Krif­tel ange­kom­men war, ahn­te wohl noch kei­ner der Spie­ler oder Ver­ant­wort­li­chen, dass sich die Wein­berg­hal­le nur wenig spä­ter zu einem ech­ten Hexen­kes­sel ent­wickeln soll­te, bei dem nicht etwa die Fans der Heim­mann­schaft, son­dern die eige­nen Sup­port­er den Ton ange­ben soll­ten und somit für eine unver­gess­li­che Stim­mung sorg­ten. Auch dank der laut­star­ken Unter­stüt­zung schaff­te es der VC Elt­mann dann mal wie­der einen 0:1 Satz­rück­stand wett­zu­ma­chen und die­sen in einen 3:1 Aus­wärts­sieg umzu­mün­zen. „Wir sind eigent­lich gut rein­ge­kom­men, haben es dem Geg­ner dann aber viel zu ein­fach gemacht und den Satz nicht kon­se­quent zu Ende gespielt. Es war ein­fach nur unglaub­lich, was die Jungs auf der Tri­bü­ne dann raus­ge­hau­en haben, und ich bin mir sicher, dass das Spiel ohne die­se wahn­sin­ni­ge Unter­stüt­zung anders aus­ge­gan­gen wer­den.“, zeigt sich Mit­tel­blocker Gav­ra Medu­ric dank­bar kurz nach­dem er sich noch per­sön­lich bei den jun­gen Anhän­gern der Elt­man­ner ver­ab­schie­den konnte.

Wie von Medu­ric ange­spro­chen, star­te­te der VC Elt­mann eigent­lich sehr gut in die Aus­wärts­par­tie gegen den TuS Krif­tel, sodass man mit einer knap­pen Füh­rung in die erste Aus­zeit gehen konn­te. Lei­der schli­chen sich dann immer mehr Feh­ler in das Spiel der Unter­fran­ken ein und ein Auf­schlag nach dem ande­ren ver­fiel sein Ziel. Zudem kam der Gast­ge­ber nun auch immer bes­ser in die Par­tie, konn­te das Spiel dre­hen und mit einem kom­for­ta­blen Vor­sprung in den ent­schei­den­den Abschnitt des Sat­zes gehen. Auch wenn sich Elt­mann noch­mal her­an­kämp­fen konn­te und Trai­ner Schön beim Stan­de von 24:23 sei­ne zwei­te Aus­zeit neh­men muss­te, reich­te es am Ende nicht ganz und der VCE muss­te sich denk­bar knapp aber ver­dient mit 23:25 geschla­gen geben.

Im zwei­ten Satz ent­wickel­te sich dann eine sehr aus­ge­gli­che­ne Par­tie, bei der sich kei­nes der bei­den Teams ent­schei­dend abset­zen konn­te. Zwar hat­te der VC Elt­mann in der Schluss­pha­se gleich zwei­mal die Chan­ce auf den Satz­aus­gleich, konn­te die­se jedoch nicht nut­zen, sodass es in die Ver­län­ge­rung ging und erst ein sehens­wer­ter Block von Mit­tel­blocker Urban für den 26:24 Satz­er­folg sorg­te. „Da müs­sen wir cle­ve­rer sein und das Ding eigent­lich schon vor­her zuma­chen. Am Schluss haben wir da echt Glück gehabt und kön­nen froh sein, dass wir nicht mit 0:2 in Rück­stand gera­ten sind. Ob wir dann noch­mal zurück­ge­kom­men wären, weiß ich wirk­lich nicht.“, fin­det Mit­tel­blocker Urban sehr kri­ti­sche und direk­te Worte.

Ange­trie­ben von den fana­ti­schen VCE Fans star­te­te der Gast dann selbst­be­wusst in den drit­ten Abschnitt und konn­te sich dank einer beein­drucken­den Auf­schlag­se­rie von Jan­nis Hopt einen deut­li­chen Vor­sprung erar­bei­ten, den man auch bis zum Schluss nicht mehr her­ge­ben soll­te. Mit 25:12 sicher­te sich der VCE den drit­ten Abschnitt, sodass die näch­sten drei Punk­te bereits in greif­ba­re Nähe rück­ten. Voll moti­viert aber lei­der ohne die gewohn­te Durch­schlags­kraft star­te­te man dann denk­bar schlecht in den vier­ten Satz. Bereits beim Stan­de von 2:5 zog Coach Jen­de sei­ne erste Aus­zeit und ver­such­te dabei noch­mal, sein Team zu beru­hi­gen, tak­ti­sche Anwei­sun­gen zu geben und dabei immer wie­der die eige­ne Qua­li­tät in den Vor­der­grund zu stel­len. Die­se Maß­nah­me schien dann auch Früch­te zu tra­gen und der VCE kämpf­te sich Punkt für Punkt her­an, glich aus und konn­te sich kurz vor Satz­en­de sogar ent­schei­dend abset­zen. Mit einem cle­vere­ren Angriffs­schlag mach­te Außen­an­grei­fer Peri­ca Sta­nic dann nur wenig spä­ter den Deckel drauf und sorg­te damit für über­schwäng­li­chen Jubel auf der Bank und der Tri­bü­ne. Gemein­sam mit den Fans skan­dier­ten die Tabel­len­füh­rer dann beglei­tet von lau­ten Trom­mel­schlä­gen und dem etwas gewöh­nungs­be­dürf­ti­gen Sound eines Mega­fons „Aus­wärts­sieg, Aus­wärts­sieg!“ und fei­er­ten somit die erfolg­rei­che Ver­tei­di­gung der Tabellenspitze.

In Elt­mann gilt der vol­le Fokus nun den bei­den letz­ten bei­den Spie­len der Hin­run­de. Mit dem Top­spiel gegen das Top­team aus Gotha und dem dar­auf­fol­gen­den Der­by in Schwaig spricht Man­ger Resch­ke nach dem Erfolg in Krif­tel bereits von den „Wochen der Wahr­heit“. „Wir haben unse­re Haus­auf­ga­ben gemacht und uns in eine sen­sa­tio­nel­le Aus­gangs­la­ge gebracht. Egal, wie die Spie­le jetzt aus­ge­hen, wir kön­nen mit der Hin­run­de schon jetzt zufrie­den sein. Wenn wir jetzt die Favo­ri­ten aus Gotha und Schwaig noch etwas ärgern kön­nen und den ein oder ande­ren Punkt ent­füh­ren kön­nen, wäre das natür­lich die Krö­nung eines sport­lich sehr erfolg­rei­chen Jah­res.“, so Resch­ke weiter.

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