Regie­rung von Ober­fran­ken prak­ti­ziert „Kli­ma­schutz im Denkmal“

Blick auf die PV-Anlage auf dem Dach des Präsidialgebäudes. © Sabine Kerner
Blick auf die PV-Anlage auf dem Dach des Präsidialgebäudes. © Sabine Kerner

Denk­mal­ge­rech­te Inte­gra­ti­on einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach des Präsidialgebäudes

Die Regie­rung von Ober­fran­ken führt der­zeit umfang­rei­che Bau­un­ter­hal­tungs­maß­nah­men an ihren denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­den in Bay­reuth durch. Neben der Erneue­rung der Fen­ster und der Fas­sa­den­sa­nie­rung wird auch das Dach des Gebäu­de­teils Lud­wig­stra­ße saniert. Die Dach­er­neue­rung am Sei­ten­flü­gel des Prä­si­di­al­baus wur­de genutzt, um dort eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge zu errich­ten: So ist nach­hal­ti­ge Ener­gie­ge­win­nung bei gleich­zei­ti­gem Erhalt der histo­ri­schen Bau­struk­tu­ren mög­lich. Betreut wird die Maß­nah­me durch das Staat­li­che Bau­amt Bayreuth.

Nach­hal­ti­ge Sanie­rung im Ein­klang mit dem Denkmalschutz

Regierungspräsident Florian Luderschmid, Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Alexander Ulrich, Staatliches Bauamt Bayreuth und David Schröder, Regierung von Oberfranken, an der neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Präsidialgebäudes der Regierung von Oberfranken. Foto: Stephanie Bleuse, Regierung von Oberfranken.

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid, Regie­rungs­vi­ze­prä­si­dent Tho­mas Engel, Alex­an­der Ulrich, Staat­li­ches Bau­amt Bay­reuth und David Schrö­der, Regie­rung von Ober­fran­ken, an der neu­en Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach des Prä­si­di­al­ge­bäu­des der Regie­rung von Ober­fran­ken. Foto: Ste­pha­nie Bleu­se, Regie­rung von Oberfranken.

Die Bau­ar­bei­ten began­nen im August 2023 mit der Dach­er­neue­rung des Sei­ten­flü­gels, der durch die behut­sa­me Ent­fer­nung defek­ter Schie­fer­plat­ten und Scha­lungs­ele­men­te vor­be­rei­tet wur­de. Pla­nung und Aus­füh­rung der Arbei­ten erfolg­ten in enger Abstim­mung mit dem Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge. Die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge ist ein­rei­hig am unte­ren Trauf­rand des Daches mit recht­ecki­gen Solar­ge­ne­ra­tor­fel­dern direkt in die Flä­che der Schie­fer­eindeckung inte­griert. Durch die­se Kon­struk­ti­on bet­ten sich die dunk­len PV-Ele­men­te sehr har­mo­nisch und unauf­fäl­lig in die Schie­fer­deckung ein. Der leich­ter ein­seh­ba­re First­be­reich bleibt durch die Anord­nung der Ele­men­te als lan­ge Rei­he in Trauf­nä­he frei. Dadurch wird dem Denk­mal­schutz in beson­de­rer Wei­se Rech­nung getragen.

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid: „Die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge ist damit ein gelun­ge­nes Bei­spiel mit Vor­bild­cha­rak­ter, wie man Denk­mal­schutz und die Gewin­nung erneu­er­ba­rer Ener­gien in Ein­klang brin­gen kann.“

Erzeu­gung von erneu­er­ba­rer Ener­gie für den inter­nen Verbrauch

Die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge erstreckt sich über ins­ge­samt 96 m² und besteht aus 49 Modu­len, ver­teilt auf vier Dach­flä­chen. Mit einer Gesamt­lei­stung von rund 20,6 kWp wird jähr­lich ein Strom­ertrag von cir­ca 20.600 kWh erwar­tet. Das ent­spricht unge­fähr dem durch­schnitt­li­chen Jah­res­strom­ver­brauch von sechs 2‑Per­so­nen-Haus­hal­ten in Deutsch­land oder einer Ein­spa­rung von etwa jähr­lich 9.991 kg CO2-Emis­sio­nen laut Ein­spar­fak­tor des Umweltbundesamtes.

Der durch die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge erzeug­te Strom wird kom­plett dem Eigen­ver­brauch inner­halb der Regie­rung von Ober­fran­ken zugeführt.

Aus­blick:

Für das Jahr 2024 ist die Instal­la­ti­on wei­te­rer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf dem Dach des Hoch­hau­ses der Regie­rung von Ober­fran­ken geplant. Auch die wei­te­re Fenster‑, Fas­sa­den- und Dach­sa­nie­rung am Haupt­flü­gel des Prä­si­di­al­baus Lud­wig­stra­ße wird vor­aus­sicht­lich noch bis Mit­te 2024 andauern.

Hin­ter­grund:

Mit der Ände­rung des Denk­mal­schutz­ge­set­zes zum 1. Juli 2023 wur­de der Ein­satz erneu­er­ba­rer Ener­gien im Denk­mal­be­reich erleich­tert. So sind bei Ein­zel­denk­mä­lern denk­mal­ver­träg­li­che PV-Anla­gen auf vom öffent­li­chen Raum aus ein­seh­ba­ren Flä­chen regel­mä­ßig zuläs­sig, wenn sie mit dem Erschei­nungs­bild des Denk­mals ver­ein­bar (z. B. Solar­zie­gel, Solar­fo­li­en, in die Dach­flä­che inte­grier­te Anla­gen etc.) und ohne nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen auf die Sub­stanz sind.

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