Agen­tur für Arbeit Bamberg/​Coburg: Der Arbeits­markt im Novem­ber 2023

Win­ter Debut – Erster Anstieg der Arbeitslosigkeit
Nach­dem die Herbst­be­le­bung mit etwas Ver­zö­ge­rung im Okto­ber durch­star­te­te und für einen spür­ba­ren Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit sorg­te, begann sie bereits im Novem­ber wie­der leicht zu stei­gen. Für gewöhn­lich nimmt sie bis zum Beginn der Advents­zeit wei­ter ab. Die Zahl der Arbeits­lo­sen erhöh­te sich in den ver­gan­ge­nen vier Wochen um 1,7 Pro­zent bzw. 211 Per­so­nen auf 12 299. Seit dem letz­ten Jahr ist sie um 1 306 Per­so­nen (+11,9 Pro­zent) gestie­gen. Das liegt zum Groß­teil an der Zahl von Flücht­lin­gen, die meist von den Job­cen­tern betreut wer­den. Ende des Monats waren im Agen­tur­be­zirk 1 043 Ukrai­ner und wei­te­re 840 Flücht­lin­ge ande­rer Natio­nen (davon 463 Syrer, 121 Afgha­nen, 44 Ira­ker, 44 Eri­tre­er und 31 Ira­ner) arbeits­los gemel­det. Die Geflüch­te­ten machen einen Anteil von 15,3 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen aus.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Okto­ber unver­än­dert 3,5 Pro­zent. Ihr Vor­jah­res­ni­veau lag bei 3,2 Prozent.

Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit (bis 25 Jah­re) sank indes­sen im letz­ten Monat um 4,3 Pro­zent bzw. 47 Per­so­nen auf 1 058. Im Vor­jah­res­ver­gleich sind es jedoch haupt­säch­lich bedingt durch den Zustrom Geflüch­te­ter 21,5 Pro­zent bzw. 187 mehr.

Der Arbeits­markt bie­tet wei­ter­hin gute Chan­cen. Hier­für spricht, dass 1 003 arbeits­los gemel­de­te Per­so­nen eine Erwerbs­tä­tig­keit auf­ge­nom­men haben, 112 mehr (+12,6 Pro­zent) als im letz­ten Jahr. Gleich­zei­tig haben 1 438 Men­schen ihre Beschäf­ti­gung ver­lo­ren, 9,7 Pro­zent (+127) mehr als im Novem­ber 2022.

Arbeits­markt­ent­wick­lung 

Job Tur­bo ist Ein­stel­lungs­sa­che – Chan­ce auf Arbeitskräfte

Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg: „Die Post­ein­gän­ge von Arbeits­los­mel­dun­gen zur Über­brückung des Win­ters sind im Gegen­satz zu frü­he­ren Jah­ren über­schau­bar, so das Resü­mee unse­rer Amts­bo­tin von der Post­stel­le. In die­sem Jahr stieg den­noch die Arbeits­lo­sig­keit im Novem­ber bereits wie­der leicht, da der Herbst­auf­schwung von den seit Mona­ten andau­ern­den wirt­schaft­li­chen Tur­bu­len­zen über­la­gert wird. Beson­ders Arbeit­ge­ber vom Bau­ge­wer­be, der Möbel­in­du­strie, der Gastro­no­mie (anste­hen­de Mehr­wert­steu­er­erhö­hung) sowie aus Trans­port und Logi­stik (Maut­er­hö­hung) stim­men eine Melo­die des Beden­kens an. Trotz meh­re­rer Insol­ven­zen und Umstruk­tu­rie­run­gen gibt es in der Regi­on bis­lang kei­nen grö­ße­ren Beschäf­ti­gungs­ein­bruch. Das frei­ge­setz­te Per­so­nal ist auf­grund des enor­men Fach­kräf­te­be­darfs wei­ter­hin begehrt.
Auch Hel­fer haben gute Chan­cen. Sprach­kennt­nis­se auf dem Niveau eines ‑Urlau­ber Deutsch- sind für vie­le Tätig­kei­ten aus­rei­chend, da Arbeits­kräf­te gene­rell knapp sind.

Im Agen­tur­be­zirk Bam­berg Coburg sind aktu­ell über 4 000 Ukrai­ner und wei­te­re Geflüch­te­te auf Job­su­che. Das ist eine gute Chan­ce auf Arbeits­kräf­te, die jeder in Betracht zie­hen soll­te. Am Don­ners­tag, den 7. Dezem­ber 2023 von 14.00 bis 15.30 Uhr fin­det daher die Online-Ver­an­stal­tung für Arbeit­ge­ber zum The­ma „Job Tur­bo – Ihre Chan­ce auf Arbeits­kräf­te“ statt. Unse­re Exper­ten infor­mie­ren über die Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te und För­der­mög­lich­kei­ten wäh­rend und nach der Ein­stel­lung von Geflüch­te­ten in Unter­neh­men. Anmel­dun­gen sind über unse­re Fir­men­be­treu­er vom Arbeit­ge­ber­ser­vice mög­lich. Im Job­por­tal der Arbeits­agen­tur oder auch beim Gang durch die Indu­strie­ge­bie­te und Innen­städ­te sieht man vie­le Stel­len. Für Men­schen ohne Job gilt es, die­se Chan­cen zu nut­zen. Der Wie­der­ein­stieg ist der wich­tig­ste Schritt, die Wei­ter­ent­wick­lung gelingt in der Fol­ge sehr gut. Nir­gends wird das Qua­li­fi­zie­rungs­chan­cen­ge­setz bes­ser genutzt als bei uns.“

Unter­be­schäf­ti­gung –Aus­BIL­DUNG BRINGT WEITER
Die Unter­be­schäf­ti­gungs­quo­te liegt mit 4,7 Pro­zent um 0,4 Pro­zent­punk­te über dem Vor­jah­res­ni­veau. Die Unter­be­schäf­ti­gungs­quo­te berück­sich­tigt Per­so­nen, die zwar nach der gesetz­li­chen Defi­ni­ti­on nicht arbeits­los sind, aber den­noch nicht in einem regu­lä­ren Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis ste­hen, wie z. B. Men­schen, die sich beruf­lich wei­ter­bil­den. Die Arbeits­agen­tur und die Job­cen­ter unter­stüt­zen und för­dern bei Be-darf beruf­li­che Wei­ter­bil­dung sowie Umschu­lun­gen. Da zum Groß­teil Fach­kräf­te bzw. Exper­ten auf dem Arbeits­markt gefragt sind, wer­den momen­tan 763 Per­so­nen im Bezirk beruf­lich wei­ter­ge­bil­det, um ihre Berufs­chan­cen zu opti­mie­ren. Das sind 224 oder 41,6 Pro­zent mehr als vor zwölf Monaten.

Kurz­ar­beit wei­ter auf nied­ri­gem Niveau
Im Juli 2023 (Hoch­rech­nung aktu­ell­ster Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 70 Betrie­be für 1 623 Arbeit­neh­mer kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld. 0,7 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Die Kurz­ar­bei­ter­quo­te bewegt sich mitt­ler­wei­le seit über einem Jahr kon­ti­nu­ier­lich sta­bil auf einem sehr nied­ri­gen Niveau unter­halb der Ein-Pro­zent­mar­ke. Ste­fan Tre­bes: „Der­zeit neh­men die Anfra­gen für sai­so­na­les Kurz­ar­bei­ter­geld wie­der zu, jedoch ist trotz des Win­ter­ein­bruchs der ver­gan­ge­nen Tage auf dem Bau noch kei­ne Pau­se in Sicht. Die Auf­trags­la­ge hat im pri­va­ten Sek­tor stark nach­ge­las­sen, öffent­li­che Hand und Indu­strie kom­pen­sie­ren das und sor­gen wei­ter­hin für eine Aus­la­stung der Betriebe.“

Frau Hol­le hat gelie­fert – Herbst­be­le­bung sagt ade in den Regionen
Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.
Im Ver­lauf des Novem­bers neig­te sich die Herbst­be­le­bung wit­te­rungs­be­dingt in den ver­gan­ge­nen Wochen in den mei­sten Regio­nen des Bezirks ihrem Ende zu. Ledig­lich die kreis­frei­en Städ­te Bam­berg (-0,9 Pro­zent) und Coburg (-0,6 Pro­zent) ver­zeich­ne­ten noch einen leich­ten Rück­gang der Arbeitslosigkeit.
In den Land­krei­sen begann die Zahl der Arbeits­lo­sen bereits wie­der sai­so­nal bedingt leicht zuzu­neh­men. Den größ­ten Anstieg ver­buch­ten die Krei­se Kro­nach (+4,4 Pro­zent) und Coburg (+3,0 Pro­zent), gefolgt vom Bam­ber­ger Land (+2,6 Pro­zent) sowie Forch­heim (+2,1 Pro­zent) und Lich­ten­fels (+1,9 Prozent).

Im Land­kreis Bam­berg (+7,0 Pro­zent), der Stadt Bam­berg (+9,1 Pro­zent) und Forch­heim (+9,4 Pro­zent) hat die Arbeits­lo­sig­keit im Ver­gleich zum letz­ten Jahr pro­zen­tu­al ledig­lich im ein­stel­li­gen Bereich zuge­nom­men. Im Land­kreis Coburg (+12,8 Pro­zent), der Stadt Coburg (+13,6 Pro­zent), Lich­ten­fels (+16,0 Pro­zent) sowie Kro­nach (+21,4 Pro­zent) fällt der Anstieg pro­zen­tu­al zwei­stel­lig aus.
Die gering­sten Arbeits­lo­sen­quo­ten und wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung ver­bu­chen die Land­krei­se Bam­berg (2,5 Pro­zent) und Forch­heim (2,9 Pro­zent). Am höch­sten ist sie in der Stadt Coburg mit 6,4 Prozent.

Stel­len­markt – Job Tur­bo gute Chancen 
Im Novem­ber bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg 1 274 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len gemel­det, 20,3 Pro­zent bzw. 324 weni­ger als im letz­ten Jahr.
Der Stel­len­be­stand hat mit 8 749 Job­chan­cen seit dem letz­ten Jahr, als er Rekord­wer­te erreich­te, um 12,7 Pro­zent bzw. 1 269 Offer­ten abge­nom­men. Die Zeit­ar­beit macht mit einem Minus von 521 Stel­len unter allen Bran­chen den größ­ten Anteil (41,1 Pro­zent) des Rück­gangs aus. Der gemel­de­te Per­so­nal­be­darf ist jedoch um 355 Ange­bo­te bzw. 4,1 Pro­zent grö­ßer als vor zwei Jah­ren. Aktu­ell kom­men auf 100 zu beset­zen­de Stel­len ledig­lich 141 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewer­ber. Es wer­den über­wie­gend Fach­kräf­te gesucht. Ledig­lich etwas mehr als jede fünf­te Stel­le (22,2 Pro­zent bzw. 1 938) ist für Hel­fer bestimmt. Davon kom­men über die Hälf­te (54,2 Pro­zent bzw.1 051) aus dem Bereich der Zeitarbeit.
Die mei­sten der beim Arbeit­ge­ber­ser­vice gemel­de­ten Stel­len­an­ge­bo­te ent­fal­len auf fol­gen­de Berufs­seg­men­te: 1 627 Fer­ti­gungs­tech­nik, 1 291 Fer­ti­gungs­be­ru­fe, 1 096 Ver­kehr und Logi­stik, 841 Gesund­heits­be­ru­fe, 809 Han­del, 743 Bau- und Aus­bau­hand­werk sowie 516 Lebens­mit­tel- und Gastgewerbe.
Mehr Per­so­nal­be­darf als im Vor­jahr haben aktu­ell Beru­fe der Fer­ti­gungs­tech­nik (+14,3 Pro­zent), IT- und natur­wis­sen­schaft­li­che Dienst­lei­stungs­be­ru­fe (+4,4 Pro­zent) und Rei­ni­gungs­be­ru­fe (+2,6 Prozent).
Eine gesun­ke­ne Nach­fra­ge ver­zeich­nen im drei­stel­li­gen Bereich Ver­kehrs- und Logi­stik­be­ru­fe (-420 Stel­len bzw. ‑27,7 Pro­zent), Fer­ti­gungs­be­ru­fe (-214 Stel­len bzw. ‑14,2 Pro­zent), Lebens­mit­tel- und Gast­ge­wer­be (-166 Stel­len bzw. ‑24,3 Pro­zent), Gesund­heits­be­ru­fe (-165 bzw. ‑16,4 Pro­zent), der Bau­be­reich (-122 Stel­len, ‑14,1 Pro­zent) sowie unter­neh­mens­be­zo­ge­ne Dienst­lei­stungs­be­ru­fe (-113 Stel­len , ‑23,1 Prozent).

Job­cen­ter – Herbst­be­le­bung neigt sich dem Ende zu – erster Anstieg
In den Job­cen­tern des Agen­tur­be­zirks waren Ende des Monats 5 964 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 88 Men­schen bzw. 1,5 Pro­zent mehr als im Okto­ber. Im Novem­ber mel­den sich bei der Arbeits­agen­tur sai­so­nal bedingt erste Per­so­nen für die Win­ter­mo­na­te arbeits­los. Daher ent­fie­len 58,3 Pro­zent des Anstiegs der Arbeits­lo­sig­keit im letz­ten Monat auf den Ver­si­cher­ten­be­reich des SGB III. Die Zahl der Arbeits­lo­sen erhöh­te sich dort leicht um 2,0 Pro­zent (+123) auf 6 335 Per­so­nen. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind es 10,0 Pro­zent bzw. 578 Men­schen mehr. Im Rechts­kreis des SGB II sind es 728 Per­so­nen (+13,9 Pro­zent) mehr als in 2022. Der Grund dafür liegt zum Groß­teil in der Betreu­ung von Flücht­lin­gen. Ins­ge­samt sind es 1 751. Davon kom­men 1 043 aus der Ukraine.

Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regionen

Stadt Coburg
In die­sem Jahr sorg­te in der Stadt Coburg die Herbst­be­le­bung bis in den Novem­ber hin­ein für einen wei­te­ren leich­ten Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit um 9 Per­so­nen (-0,6 Pro­zent) auf 1 468. Seit dem Vor­jahr hat sie jedoch um 176 Per­so­nen oder 13,6 Pro­zent zuge­nom­men. 14,2 Pro­zent mehr Men­schen ver­lo­ren ihre Beschäf­ti­gung als im Novem­ber 2022, wäh­rend 18,5 Pro­zent mehr einen neu­en Job fan­den. Die Arbeits­lo­sen­quo­te ver­rin­ger­te sich seit Okto­ber um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 6,4 Pro­zent (Vor­jahr 5,7 Pro­zent). 45,0 Pro­zent bzw. 417 der arbeits­lo­sen Bür­ger­geld­be­zie­her in der Stadt sind Ausländer.
Im Novem­ber bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice 180 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len gemel­det, 22,4 Pro­zent (+33) mehr als vor einem Jahr. Die Ver­mitt­ler füh­ren im Bestand aktu­ell 1 433 Arbeits­platz­an­ge­bo­te, 3,4 Pro­zent bzw. 47 mehr als vor zwölf Mona­ten. Der gestie­ge­ne Per­so­nal­be­darf ent­fällt größ­ten­teils auf Tätig­kei­ten in der Industrie.

Land­kreis Coburg
Die kal­te Jah­res­zeit kün­dig­te sich in den ver­gan­ge­nen vier Wochen mit einem ersten leich­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit um 3,0 Pro­zent (+54 Per­so­nen) auf 1 882 an. Seit dem Vor­jahr hat sich die Zahl der Arbeits­lo­sen um 213 bzw. 12,8 Pro­zent erhöht.
Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,8 Pro­zent zu (Vor­jahr 3,4 Pro­zent). Es ver­lo­ren 13,1 Pro­zent mehr Men­schen ihren Job als vor einem Jahr, gleich­zei­tig been­de­ten 6,2 Pro­zent mehr ihre Arbeits­lo­sig­keit durch Auf­nah­me einer Beschäftigung.
Dem Arbeit­ge­ber­ser­vice wur­den im Novem­ber 152 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te aus dem Land­kreis gemel­det, 98 oder 39,2 Pro­zent weni­ger als letz­tes Jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1 312 Job­an­ge­bo­te, 162 (-11,0 Pro­zent) weni­ger als 2022.

Land­kreis Kronach
Nach einer sai­son­üb­li­chen Herbst­be­le­bung im Okto­ber begann die Arbeits­lo­sig­keit im Novem­ber mit den sin­ken­den Tem­pe­ra­tu­ren wie­der zu stei­gen. Die Arbeits­lo­sig­keit nahm im Land­kreis Kro­nach um 56 Per­so­nen oder 4,4 Pro­zent zu. Zum Monats­wech­sel waren 1 327 Men­schen arbeits­los regi­striert. Seit dem ver­gan­ge­nen Jahr nahm ihre Zahl um 234 bzw. 21,4 Pro­zent zu. Die Zahl der arbeits­lo­sen Aus­län­der stieg seit­dem über­pro­por­tio­nal um 57,2 Pro­zent (+119) auf 327. Die Arbeits­lo­sen­quo­te erhöh­te sich seit Okto­ber um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,5 Pro­zent (Vor­jahr 2,9 Pro­zent). Es ver­lo­ren 16,2 Pro­zent weni­ger Men­schen ihre Beschäf­ti­gung als in 2022. Gleich­zei­tig konn­ten 11,5 Pro­zent mehr ihre Arbeits­lo­sig­keit durch Auf­nah­me einer Beschäf­ti­gung beenden.
Aus dem Land­kreis Kro­nach mel­de­ten die Betrie­be im Novem­ber dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 138 ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te. Das sind 32,0 Pro­zent (-65 Stel­len) weni­ger als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 783 Job­of­fer­ten, 57 weni­ger (-6,8 Pro­zent) als 2022.

Land­kreis Lichtenfels 
Mit den ersten Frost­ta­gen und Schnee­flocken in der zwei­ten Novem­ber­hälf­te begann im Land­kreis Lich­ten­fels die Arbeits­lo­sig­keit wie­der leicht um 1,9 Pro­zent (+29 Per­so­nen) zu stei­gen. 1 526 Arbeits­lo­se wur­den zum Auf­takt der kal­ten Jah­res­zeit gezählt, 16,0 Pro­zent bzw. 210 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeits­lo­sen Aus­län­der stieg seit­dem pro­gres­siv um 41,3 Pro­zent (+124) auf 424. Im ver­gan­ge­nen Monat ver­lo­ren 9,9 Pro­zent mehr Men­schen ihre Jobs als im Vor­jahr, 15,1 Pro­zent mehr fan­den eine neue beruf­li­che Per­spek­ti­ve. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,9 Pro­zent. Vor einem Jahr betrug sie 3,4 Pro­zent. Ste­fan Tre­bes, Lei­ter der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg: „Wäh­rend Fach­kräf­te gehal­ten wer­den, ver­lie­ren in letz­ter Zeit häu­fi­ger Hel­fer ihre Jobs. Jedoch ist der Markt für sie wei­ter­hin sehr auf­nah­me­fä­hig. Im gewerb­li­chen Bereich wird aktu­ell wei­ter­hin viel ein­ge­stellt. Dabei agie­ren die Betrie­be zuneh­mend fle­xi­bel von Monat zu Monat. Grö­ße­re Ein­brü­che am Arbeits­markt blei­ben jedoch bis­her aus.“
Der Arbeit­ge­ber­ser­vice bekam aus dem Land­kreis Lich­ten­fels 109 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te gemel­det, 61,8 Pro­zent (-176) weni­ger als im Vor­jahr. Die Ver­mitt­lungs­exper­ten betreu­en aktu­ell 1 007 Job­an­ge­bo­te, 325 (-24,4 Pro­zent) weni­ger als vor einem Jahr. Der rück­läu­fi­ge Per­so­nal­be­darf betrifft bei­na­he sämt­li­che Bran­chen, ent­fällt jedoch zum Groß­teil auf Beru­fe in der Indu­strie sowie im Bereich Ver­kehr und Logi­stik. Rein sta­ti­stisch betrach­tet ent­fal­len auf 100 gemel­de­te Stel­len­an­ge­bo­te ledig­lich 152 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewerber.

Bam­berg Stadt
Die Herbst­be­le­bung setz­te sich heu­er bis weit in den Novem­ber fort und ließ die Arbeits­lo­sig­keit um wei­te­re 17 Per­so­nen (-0,9 Pro­zent) leicht sin­ken. Ende des Monats waren 1 908 Men­schen arbeits­los gemel­det, 9,1 Pro­zent bzw. 159 mehr als vor einem Jahr. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen ver­lo­ren 18,9 Pro­zent mehr Per­so­nen ihre Beschäf­ti­gung als letz­tes Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 19,2 Pro­zent mehr einen neu­en Job als im Novem­ber 2022. Die Arbeits­lo­sen­quo­te sank in den letz­ten vier Wochen um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 4,4 Pro­zent (Vor­jahr 4,1 Prozent).
Im Novem­ber mel­de­ten die Betrie­be aus dem Stadt­ge­biet 324 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, 27,1 Pro­zent mehr (+69) als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice aktu­ell 1 731 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 5,6 Pro­zent weni­ger (-102) als im Vorjahr.

Land­kreis Bamberg
Im Land­kreis Bam­berg zog die Arbeits­lo­sig­keit zum Aus­klang des Herbst­auf­schwungs erst­mals wie­der leicht an. Die Zahl der gemel­de­ten Arbeits­lo­sen erhöh­te sich um 57 Men­schen oder 2,6 Pro­zent auf 2 208 Per­so­nen. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind es 144 Per­so­nen bzw. 7,0 Pro­zent mehr. Es wur­den 8,0 Pro­zent mehr ent­las­sen als im Novem­ber 2022. Gleich­zei­tig fan­den 7,9 Pro­zent mehr eine neue Beschäf­ti­gung. Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 2,5 Pro­zent zu (2,3 Pro­zent Vor­jahr). Das ist Voll­be­schäf­ti­gung und die nied­rig­ste Quo­te im Agenturbezirk.
Aus dem Bam­ber­ger Land gin­gen in den ver­gan­ge­nen vier Wochen 138 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te bei den Ver­mitt­lungs­pro­fis ein, 31,0 Prozent
(-62) weni­ger als im letz­ten Jahr. Im Stel­len­be­stand des Arbeit­ge­ber­ser­vice gibt es aktu­ell 1 417 Job­an­ge­bo­te, 27,2 Pro­zent weni­ger (-530) als im Novem­ber 2022.

Land­kreis Forchheim
Im Land­kreis Forch­heim, dem Tor zur frän­ki­schen Schweiz neig­te sich die Herbst­be­le­bung, von der u.a. der Tou­ris­mus pro­fi­tiert, mit den nass­kal­ten Novem­ber­ta­gen ihrem Ende zu. Die Zahl der Arbeits­lo­sen nahm seit Okto­ber leicht um 2,1 Pro­zent (+41 Per­so­nen) auf 1 980 zu. Seit dem Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sen­zahl um 170 Men­schen bzw. 9,4 Pro­zent. Im letz­ten Monat wur­den 17,7 Pro­zent mehr Per­so­nen frei­ge­setzt als im Jahr zuvor, 13,3 Pro­zent mehr fan­den einen neu­en Arbeits­platz. Die Arbeits­lo­sen­quo­te sta­gnier­te bei einem aktu­el­len Wert von 2,9 Pro­zent. (Vor­jah­res­ni­veau 2,7 Pro­zent). Das ist wei­ter­hin Vollbeschäftigung.
Im Novem­ber bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice 233 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te gemel­det, 9,7 Pro­zent (-25) weni­ger als im Vor­jahr. Im Bestand sind aktu­ell 1 066 Job­chan­cen. Vor zwölf Mona­ten waren es 11,6 Pro­zent (+140) mehr.

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