Jugend­wald­heim Lau­en­stein ist stolz auf nach­hal­ti­ges Essen für die Schulklassen

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Im Jugend­wald­heim Lau­en­stein in Lud­wig­stadt dreht sich alles um die Natur! Schul­klas­sen, die dort meist eine Woche ver­brin­gen, ler­nen durch eige­nes For­schen und prak­ti­sches Tun den Wald mit allen Sin­nen ken­nen. Bil­dung für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung sieht das Jugend­wald­heim als sei­ne Auf­ga­be, wofür es das Qua­li­täts­sie­gel „Umwelt​bil​dung​.Bay​ern“ ver­lie­hen bekom­men hat. Was liegt also näher, als zusam­men mit dem Sach­ge­biet Gemein­schafts­ver­pfle­gung Ober­fran­ken am Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten (AELF) Bay­reuth-Münch­berg auch das Ver­pfle­gungs­an­ge­bot auf Nach­hal­tig­keit zu beleuchten?

Regio­na­ler Ein­kauf ist Anlie­gen des Jugendwaldheims

Susanne Dobelke sowie das Küchenteam mitSusan Poser, Katrin Staub, Karin Kretschmann. Bild: Melanie Schwarzmeier / Jugendwaldheim Lauenstein AELF Coburg-Kulmbach.

Susan­ne Dobel­ke sowie das Küchen­team mit
Susan Poser, Kat­rin Staub, Karin Kret­sch­mann. Bild: Mela­nie Schwarz­mei­er / Jugend­wald­heim Lau­en­stein AELF Coburg-Kulmbach.

Den Anstoß gab ein Beschluss des baye­ri­schen Mini­ster­rats, der regio­na­le Lebens­mit­tel auf den Tel­lern der staat­li­chen Ein­rich­tun­gen mit Gemein­schafts­ver­pfle­gung anmahnt. Idea­ler­wei­se soll dort die Hälf­te des Lebens­mit­tel­bud­gets für Pro­duk­te aus baye­ri­scher Erzeu­gung aus­ge­ge­ben wer­den, min­de­stens ein Vier­tel in Bio-Qua­li­tät. „Als wir dies hör­ten, woll­ten wir auch genau wis­sen, woher unse­re Lebens­mit­tel kom­men“, bekennt Mela­nie Schwarz­mei­er, die zusam­men mit ihrem Mann Peter das Jugend­wald­heim leitet.

Tat­säch­lich wer­den die Lebens­mit­tel, aus denen das drei­köp­fi­ge Küchen­team des Jugend­wald­heims Früh­stück, Mit­tag­essen und Abend­essen für die Schul­klas­sen zube­rei­tet, mög­lichst beim ört­li­chen Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del bezo­gen: Brot und Back­wa­ren lie­fert die Bäcke­rei im Nach­bar­dorf, das Fleisch kommt vom Metz­ger im Ort und Milch­pro­duk­te, Gemü­se und Obst wer­den beim nächst­ge­le­ge­nen Bio­la­den bestellt, der auf sei­nem Gelän­de in der Sai­son zudem eige­nes Gemü­se anbaut. „Denn“, so sagt es Peter Schwarz­mei­er, „es ist uns schon immer wich­tig, die hie­si­gen Struk­tu­ren zu stär­ken und zu erhalten“.

Mehr regio­na­le Lebens­mit­tel in staat­li­chen Küchen

Mög­lichst kur­ze Trans­port­we­ge zwi­schen Erzeu­gern, Händ­lern und Kun­den ver­rin­gern den CO2-Aus­toß und ermög­li­chen, dass die Lebens­mit­tel frisch auf die Tel­ler der Tisch­gä­ste gelan­gen. Doch wel­cher Anteil der ein­ge­setz­ten Lebens­mit­tel kommt im Jugend­wald­heim tat­säch­lich aus der Regi­on? Um das her­aus­zu­fin­den, wer­te­te Susan­ne Dobel­ke, Lei­te­rin des Sach­ge­biets Gemein­schafts­ver­pfle­gung, die Lie­fer­schei­ne für die zwi­schen Pfingst- und Som­mer­fe­ri­en bezo­ge­nen Lebens­mit­tel aus. Das Ergeb­nis: „Fast ein Drit­tel des Ein­kaufs­werts mach­ten Lebens­mit­tel aus dem Land­kreis, aus Fran­ken oder zumin­dest aus Bay­ern aus“, lobt Susan­ne Dobel­ke. Zu einem über­wie­gen­den Anteil sei das das Gemü­se, bei dem sich die Fri­sche beson­ders bemerk­bar mache, aber auch Honig und Eier, erläu­ter­te sie. Ein gutes wei­te­res Drit­tel des Bud­gets ver­wen­de­te das Jugend­wald­heim unter ande­rem für Milch­pro­duk­te oder Brot­auf­stri­che aus dem Bio­la­den, zu denen kei­ne nähe­re Her­kunfts­an­ga­be vor­lag. „Auf einen Ein­kaufs­an­teil an nach­hal­ti­gen Lebens­mit­teln von guten 60% sind wir rich­tig stolz“, freut sich auch Mela­nie Schwarzmeier.

Der Spei­se­plan macht es möglich

„Im Schul­land­heim muss das Essen natür­lich zual­ler­erst schmecken“, sind die Schwarz­mei­ers über­zeugt. Aber dank des enga­gier­ten Küchen­teams gelingt es, aus den bezo­ge­nen Lebens­mit­teln den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ein viel­sei­ti­ges und attrak­ti­ves Essen zu bie­ten, das zudem alters­ge­recht und pflan­zen­be­tont zusam­men­ge­stellt ist, wie auch Dobel­ke bestä­tigt. Von Gemü­se­cur­ry mit Reis über Gemü­se­kar­tof­fel­ein­topf bis hin zu Spa­ghet­ti Bolo­gne­se – den Schü­le­rin­nen und Schü­lern schmeckt es. Die Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung macht im Jugend­wald­heim Lau­en­stein auch vor der Ver­pfle­gung nicht halt.

AELF Bay­reuth-Münch­berg unter­stützt Verpflegungsverantwortliche

Das Sach­ge­biet Gemein­schafts­ver­pfle­gung unter­stützt ger­ne alle Ver­pfle­gungs­ver­ant­wort­li­chen bei der Ver­net­zung mit regio­na­len Lie­fe­ran­ten. Inter­es­sier­te kön­nen sich an gemeinschaftsverpflegung@​aelf-​bm.​bayern.​de wenden.

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