Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ter im Anker­zen­trum Bamberg

Blick hin­ter die Kulis­sen des Bam­ber­ger Ankerzentrums

Ein Besuch in der ANKER-Ein­rich­tung Ober­fran­ken stand für den neu­en Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung Karl Straub, MdL, auf der Agen­da ganz oben. Beglei­tet von den bei­den regio­na­len Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mela­nie Huml und Hol­ger Dre­mel infor­mier­te sich Karl Straub in der AEO über Abläu­fe und Herausforderungen.

Die Bün­de­lung von Behör­den, Kin­der­be­treu­ung und Schu­le, Wohn­be­reich und Kan­ti­ne, Sicher­heits­dienst, die Zusam­men­ar­beit mit ehren­amt­lich Enga­gier­ten… Es gab viel zu besprechen.

Ste­fan Krug, Bereichs­lei­ter der Regie­rung von Ober­fran­ken und AEO-Lei­ter Mar­kus Öster­lein infor­mier­ten umfassend.

Holger Dremel, Melanie Huml, Karl Straub, Markus Österlein

Hol­ger Dre­mel, Mela­nie Huml, Karl Straub, Mar­kus Österlein

Straubs Ein­druck nach dem fast drei­stün­di­gen Rund­gang: „Die AEO ist pro­fes­sio­nell geführt, die Lage scheint gut im Griff. Vie­len Dank an alle, die hier arbei­ten.“ Zugleich sag­te er: „Die Bele­gungs­zahl ist sehr hoch und müss­te, wie über­all, gesenkt wer­den.“ Das aller­dings liegt in der Zustän­dig­keit der Bundesregierung.

„Als CSU sagen wir Nein zu unkon­trol­lier­ter Zuwan­de­rung und haben schon vor Mona­ten ein Maß­nah­men­pa­ket vor­ge­legt. Lei­der sind unse­re Vor­schlä­ge von der Bun­des­re­gie­rung kaum auf­ge­grif­fen wor­den und klar ist: Je mehr Asyl­be­wer­ber nach Deutsch­land kom­men, desto mehr sind hier in Bam­berg und Umge­bung unter­zu­brin­gen. Immer­hin konn­ten wir eine Aus­wei­tung der Grenz­kon­trol­len durch­set­zen und die erfolg­rei­che Bilanz zeigt, wie wich­tig die­se Maß­nah­me ist“, beton­te Hol­ger Dre­mel, Innen­po­li­ti­scher Spre­cher der CSU-Landtagsfraktion.

Sei­ne Abge­ord­ne­ten­kol­le­gin aus dem Sozi­al­aus­schuss, Mela­nie Huml ergänz­te: „Wenn wir wei­ter den Men­schen hel­fen wol­len, die drin­gend Schutz und Unter­stüt­zung brau­chen, dann müs­sen wir auch dafür sor­gen, dass unser Sozi­al­sy­stem und die Bevöl­ke­rung nicht zu stark bela­stet wer­den.“ Ihr vor­dring­li­ches Anlie­gen beim Besuch des Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten: Offen anspre­chen, was das Anker­zen­trum und ins­be­son­de­re die aktu­ell hohe Bele­gungs­zahl für die Bam­ber­ger bedeu­tet. „Hier muss zwar vor allem die Bun­des­re­gie­rung han­deln, aber auch als Frei­staat kön­nen wir eini­ges tun. Zwei wesent­li­che Punk­te sind, dass die extra ein­ge­rich­te­te Bus­li­nie zur Ent­la­stung der Anwoh­ner wie geplant fährt und dass zwei­tens der Sicher­heits­dienst in der AEO gut aus­ge­stat­tet ist“, berich­te­te Huml.

Dre­mel lob­te die her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit zwi­schen AEO und Poli­zei. „Die Ein­satz­kräf­te sind auf dem Gelän­de und auch im Umfeld der AEO ver­stärkt unter­wegs. Das ist ein Anlie­gen, das wir aus den Bür­ger­ver­samm­lun­gen und per­sön­li­chen Gesprä­chen mit Anwoh­nern mit­ge­nom­men und umge­setzt haben“, so Dremel.

Auch das vor­dring­lich­ste Anlie­gen vie­ler Bam­ber­ger kam zur Spra­che: Die Schlie­ßung der AEO in Bam­berg bis Ende 2025. „Ger­ne set­ze ich mich wei­ter dafür ein“, beton­te Huml und for­der­te zugleich: „Die Stadt Bam­berg muss mit offe­nen Kar­ten spie­len. Wo genau sol­len die Asyl­be­wer­ber in Zukunft unter­ge­bracht wer­den? Nach der­zei­ti­gem Stand spre­chen wir von mehr als 1.000 Men­schen, für die dezen­tra­le Unter­künf­te gebraucht wür­den. Wenn der Groß­teil von ihnen letzt­lich wie­der in den AEO-Gebäu­den woh­nen soll, dann kann von dezen­tral kei­ne Rede sein. Kla­re Aus­sa­gen dazu, wer­de ich von der Stadt ein­for­dern“, kün­dig­te Huml an.

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