Staats­eh­ren­preis für Leo Schirner aus Eggolsheim

Lei­den­schaft für den Wald

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat Leo Schirner zig­tau­sen­de Bäu­me gepflanzt und damit in einen kli­ma­t­aug­li­chen und zukunfts­fä­hi­gen Wald inve­stiert. Dafür ist er jetzt von der Staats­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber mit dem Staats­eh­ren­preis aus­ge­zeich­net worden.

Bayerns Waldkönigin Antonia Hegele, Preisträger Leo Schirner aus Eggolsheim, Forstministerin Michaela Kaniber und MdL Michael Hofmann

Preis­trä­ger Georg Leo Schirner – (v. l.) Wald­kö­ni­gin Anto­nia Hege­le, Georg Leo Schirner, Forst­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber, Micha­el Hof­mann, MdL. © Jula Rei­ter, STMELFT

Alle zwei Jah­re ver­leiht das Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ste­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft, For­sten und Tou­ris­mus den „Staats­preis für vor­bild­li­che Wald­be­wirt­schaf­tung“. Gewür­digt wer­den damit vor­bild­li­che und oft jahr­zehn­te­lan­ge Lei­stun­gen pri­va­ter und kör­per­schaft­li­cher Wald­be­sit­zer sowie Forst­wirt­schaft­li­cher Zusam­men­schlüs­se um ihre Wäl­der. Der 75-jäh­ri­ge Leo Schirner aus Eggols­heim ist heu­er einer von 14 Preis­trä­gern aus Bay­ern – der ein­zi­ge aus Oberfranken.

Dele­ga­ti­on von Forst­leu­ten bei Staatspreisverleihung

Zur Preis­ver­lei­hung mit Fest­akt rei­ste eine Dele­ga­ti­on von Forst­leu­ten um Leo Schirner nach Mün­chen ins Staats­mi­ni­ste­ri­um. Laut Kani­ber sind die Staats­preis­trä­ger wah­re Vor­bil­der für alle Wald­be­sit­ze­rin­nen und Wald­be­sit­zer. „So wie Sie kli­ma­to­le­ran­te Bäu­me pflan­zen, sich für wald­ver­träg­li­che Wild­be­stän­de ein­setz­ten und den hei­mi­schen Öko-Roh­stoff Holz ver­mark­ten, lei­sten Sie einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag zum Kli­ma­schutz. Mit Ihrem Enga­ge­ment bewah­ren Sie unse­re wun­der­schö­ne Hei­mat für unse­re Kin­der und Enkel“, so die Ministerin.

Revier­lei­ter Mat­thi­as Jes­sen vom Amt für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft Bam­berg ist der zustän­di­ge Revier­lei­ter von Schirner und gra­tu­liert als einer der Ersten: „Die Wald­flä­chen von Leo sind dank inten­si­ver Umbau­maß­nah­men auf schwie­rig­sten Stand­ort­ver­hält­nis­sen gesund und zukunfts­fä­hig. Er hat den Preis für sein Lebens­werk mehr als verdient!“

Mit Aus­dau­er zum Erfolg

Zahlreiche interessierte Waldbesitzer nahmen an der Führung durch das prämierte Waldstück auf der Langen Meile teil. © Jula Reiter, STMELFT.

Zahl­rei­che inter­es­sier­te Wald­be­sit­zer nah­men an der Füh­rung durch das prä­mier­te Wald­stück auf der Lan­gen Mei­le teil. © Jula Rei­ter, STMELFT.

Die Wald­flä­chen von Schirner lie­gen größ­ten­teils auf der „Lan­gen Mei­le“ in der frän­ki­schen Schweiz. Einem Jura-Höhen­zug, der bis 1850 kahl war. Auf der frü­he­ren Schaf­wei­de wur­den ab der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts Kie­fern ange­sät und spä­ter Fich­ten gepflanzt. Da die Boden­schicht dünn und stei­nig ist, bie­tet sie aber kei­ne idea­le Grund­la­ge für die­se Baum­ar­ten. Beson­ders jetzt im Kli­ma­wan­del. Auf­grund von zuneh­men­der Som­mer­trocken­heit stirbt der Wald nun ab. Leo Schirner ver­sucht seit vie­len Jahr­zehn­ten die Ver­lu­ste aus­zu­glei­chen und einen kli­ma­t­aug­li­chen und zukunfts­fä­hi­gen Wald zu schaf­fen. Er setzt auf kli­ma­sta­bi­le Misch­baum­ar­ten wie Weiß­tan­ne, Eibe, Trau­ben­ei­che, Spitz­ahorn, Flat­ter­ul­me, Wal­nuss, Els­bee­re oder die Vogelkirsche.

Zukunfts­fä­hi­ger Wald­um­bau geht nur gemeinsam

„Bei fach­li­chen Fra­gen und auch in Sachen För­de­rung kann ich mich immer auf mei­nen För­ster ver­las­sen, er ist mir eine gro­ße Hil­fe.“ lobt Leo Schirner den Revier­lei­ter Mat­thi­as Jes­sen. Die­ser erklärt: „Pri­vat­wald­be­sit­zer wie Leo sind auf Bera­tung und För­de­rung ange­wie­sen. Sowohl Fach­wis­sen als auch finan­zi­el­le und per­so­nel­le Hil­fe sind essen­zi­ell für einen nach­hal­ti­gen Wald­um­bau.“ Georg Roth­lauf, 1. Vor­sit­zen­der der Wald­be­sit­zer­ver­ei­ni­gung Kreuz­berg, ergänzt: „Gera­de im Bezug auf Maschi­nen und Man­power kann die WBV dem Pri­vat­wald­be­sit­zer eine gro­ße Hil­fe sein. Denn nur, wenn auch die Bewirt­schaf­tung des Wal­des finan­zi­ell etwas abwirft, haben die Besit­zer auch Inter­es­se an einem nach­hal­ti­gen Waldumbau.

Mein Wald – Zukunft für Generationen

Der Staats­preis für vor­bild­li­che Wald­be­wirt­schaf­tung steht im Jahr 2023 unter dem Mot­to „Mein Wald – Zukunft für Gene­ra­tio­nen“. Das dies­jäh­ri­ge Mot­to unter­streicht die Not­wen­dig­keit einer vor­aus­schau­en­den Wald­be­wirt­schaf­tung, damit Bay­erns Wäl­der auch in Zukunft unter ver­än­der­ten kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen ihre viel­fäl­ti­gen Funk­tio­nen erfül­len kön­nen. Zu die­sem Mot­to hat auch die WBV Kreuz­berg ihre Mit­glie­der zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung in den Wald des Preis­trä­gers ein­ge­la­den. Rund 70 pri­va­te Wald­be­sit­zer folg­ten der Ein­la­dung nahe dem Flug­platz Feu­er­stein und konn­ten sich zwei sei­ner Vor­zei­ge­wäl­der anschauen.

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