Bam­ber­ger „Dom­rei­ter“ erkämp­fen Punkt in Ansbach

Schnell umschalten nach Ballgewinn – Philipp Hack, Luis Schneider und Mark Reischmann auf dem Weg zum Ansbacher Tor
Schnell umschalten nach Ballgewinn – Philipp Hack, Luis Schneider und Mark Reischmann auf dem Weg zum Ansbacher Tor

Am Ende war es wie­der ein­mal eine Fra­ge des Wil­lens: nach 90 hart umkämpf­ten Minu­ten ver­las­sen die die „Dom­rei­ter“ den tie­fen Boden im Ans­ba­cher Xaver-Bertsch-Sport­park mit einem hoch­ver­dien­ten Punkt, weil sie alle Angriffs­be­mü­hun­gen der Haus­her­ren bra­vou­rös ver­tei­digt haben und wie so oft mit Nadel­sti­chen in der Umschalt­be­we­gung immer wie­der gefähr­li­che Momen­te hatten.

Mit den schnel­len Offen­siv­spie­lern Phil­ipp Hack und Luis Schnei­der in der Spit­ze war die Aus­rich­tung der Gäs­te zu Beginn klar: hohes Ver­trau­en auf das „Boll­werk“ Defen­si­ve und nach Ball­ge­winn schnel­le Bäl­le hin­ter die Ket­te der Ans­ba­cher. Mit die­ser Marsch­rich­tung war die Mann­schaft von Trai­ner Jan Gern­lein für die Haus­her­ren ein schwer zu bespie­len­der Geg­ner. Dabei erspiel­ten sich die Ans­ba­cher gera­de in den ers­ten 45 Minu­ten die ein oder ande­re Tor­chan­ce – Bam­bergs Tor­hü­ter Ben Olschew­ski hat­te aber einen sehr guten Tag erwischt und konn­te eini­ge Male glän­zend parie­ren – hat­ten aber eben­so Glück, dass die Bam­ber­ger Bemü­hun­gen in der Offen­si­ve oft erst in letz­ter Sekun­de ent­schei­dend gestört wer­den konn­te, um nicht in Rück­stand zu geraten.

Außer­ge­wöhn­lich die Stim­mung auf den Rän­gen in die­sem Spiel: eine Fan­freund­schaft zwi­schen den Anhän­gern bei­der Teams sorg­te für eine tol­le Kulis­se. Neben laut­star­ker Anfeue­rung für das eige­ne Team gab es auch immer wie­der gemein­sa­me Fan­ge­sän­ge. Note 1 also für die Ans­ba­cher und die Bam­ber­ger Fans, die hier Maß­stä­be setz­ten, wie Fuß­ball­be­geis­te­rung aus­se­hen soll.

In den zwei­ten 45 Minu­ten inten­si­vier­ten bei­de Teams noch ein­mal ihre Angriffs­be­mü­hun­gen. Dabei waren die Ans­ba­cher, die um die 60. Minu­te her­um eini­ge hoch­ka­rä­ti­ge Chan­cen nicht nut­zen konn­ten. Gegen Ende des Spiels waren aber auch die „Dom­rei­ter“ dann dem Sieg­tref­fer nahe. Patrick Gört­ler mit einem stram­men Schuss aus 14 Metern, den Ans­bachs Tor­wart Sebas­ti­an Heid eben noch aus dem Kas­ten krat­zen konn­te und David Lang mit einem Kopf­ball knapp über das Gebälk hät­ten ihre Far­ben in Füh­rung brin­gen kön­nen. Der letz­te Auf­re­ger dann in der 90. Minu­te. Eine Frei­stoß­flan­ke aus dem Halb­feld für Ans­bach strich am Freund und Feind vor­bei und sprang vom Bam­ber­ger Pfos­ten zurück ins Feld. Danach dann der Schluss­pfiff des umsich­tig lei­ten­den Schieds­rich­ter Eli­as Tie­de­ken aus Neusäß.

„Das war heu­te in wei­ten Pha­sen mehr Fuß­ball arbei­ten als spie­len, auch weil der tie­fe Platz nicht mehr zuge­las­sen hat. Aber das sind auch wir. Äuße­re Umstän­de anneh­men und voll auf das Spiel fokus­sie­ren. Wir neh­men einen glück­li­chen, aber kei­nes­wegs unver­dien­ten Punkt mit aus Ans­bach. Mit dem glei­chen Fokus wol­len wir in die noch aus­ste­hen­den bei­den Par­tien gegen Aschaf­fen­burg und Buch­bach gehen und mög­lichst vie­le Punk­te vor der Win­ter­pau­se sammeln.“