Kom­mu­na­le Kli­ma­schüt­zer aus ganz Ober­fran­ken tref­fen sich im Fichtelgebirge

Treffen der oberfränkischen Klimaschützer. © Jürgen Kromer
Treffen der oberfränkischen Klimaschützer. © Jürgen Kromer

Netz­werktref­fen in der Vorreiter-Region

Erst­mals seit der Coro­na-Pan­de­mie hat wie­der ein Netz­werktref­fen der ober­frän­ki­schen, kom­mu­na­len Ener­gie- und Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten statt­ge­fun­den. Gast­ge­ber war der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge. Aus gutem Grund, sagt Alex­an­der Wag­ner, Ener­gie­ko­or­di­na­tor der Regie­rung von Ober­fran­ken. „Der Land­kreis ist in Sachen Ener­gie­wen­de und Kli­ma­schutz für Ober­fran­ken und dar­über hin­aus Vor­rei­ter. Hier woll­ten wir star­ten. Die Tref­fen wer­den wir künf­tig regel­mä­ßig jeweils in einer ande­ren Regi­on in Ober­fran­ken durchführen.“

Land­rat Peter Berek ging in sei­ner Begrü­ßung auf das Erfolgs­kon­zept im Fich­tel­ge­bir­ge ein: „In unse­rem Land­kreis hat der Kli­ma­schutz auch sei­nen Ursprung dar­in, dass wir Lösun­gen brauch­ten, um einen ein­zig­ar­ti­gen Struk­tur­wan­del zu meis­tern. Im Bereich der erneu­er­ba­ren Ener­gien sahen wir die Chan­ce, neben dem Kli­ma­schutz auch Wert­schöp­fung in der Regi­on zu hal­ten bzw. zu gene­rie­ren. Viel ist seit­dem pas­siert, zuletzt haben wir mit der Grün­dung der Zukunfts­En­er­gie Nord­ost­bay­ern GmbH (ZEN­OB) einen wei­te­ren Mei­len­stein erreicht. Mar­kus Kras­ser, der Chef der SWW Wun­sie­del ist das Mas­ter­mind hin­ter all die­sen Über­le­gun­gen. Wir als Land­kreis unter­stüt­zen und betei­li­gen uns, wo wir nur kön­nen. Von die­ser guten Zusam­men­ar­beit pro­fi­tiert die gan­ze Region.“

Im Fich­tel­ge­bir­ge habe man erkannt, dass nur gemein­sa­mes Han­deln zum Erfolg füh­re, erläu­ter­te der Land­rat; Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Unter­neh­men und Gemein­den. Die­se Zusam­men­ar­beit habe letzt­end­lich auch die Grün­dung der ZEN­OB mög­lich gemacht. Sie ist ein Gemein­schafts­un­ter­neh­men regio­na­ler und gleich­zei­tig land­kreis­über­grei­fen­der Kom­mu­nen mit dem Ziel, die Dekar­bo­ni­sie­rung der Ener­gie­ver­sor­gung vor­an­zu­trei­ben und umzu­set­zen. Mit aktu­ell 27 Kom­mu­nen und Kom­mu­na­len Unter­neh­men und vier betei­lig­ten Land­krei­sen soll die Chan­ce der Zukunfts­En­er­gie genutzt wer­den. Dazu wer­den in den nächs­ten Jah­ren zahl­rei­che Pro­jek­te der Ener­gie­ver­sor­gung ange­gan­gen; die Inves­ti­tio­nen sol­len sich bis 2030 auf min­des­tens 1,2 Mil­li­ar­den Euro belau­fen, erklär­te Berek weiter.

Anschlie­ßend stell­te Kli­ma­schutz­ma­na­ger Jür­gen Kro­mer die Viel­zahl an Pro­jek­ten und Kon­zep­ten des gast­ge­ben­den Land­krei­ses Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge im Detail vor. Nach der Vor­stel­lung aktu­el­ler Pro­jek­te aus unter­schied­li­chen Regio­nen Ober­fran­kens stand dann der Erfah­rungs­aus­tausch im Vor­der­grund. Dabei wur­den die Schwer­punkt­the­men digi­ta­le Ener­gie­pla­nung, kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung, Mobi­li­tät und Bür­ger­be­tei­li­gung dis­ku­tiert. Eine Füh­rung durch den Ener­gie­park Wun­sie­del am Nach­mit­tag, durch die Lan­des­agen­tur für Ener­gie und Kli­ma­schutz (LENK), run­de­te die Ver­an­stal­tung ab.

Die Regie­rung von Ober­fran­ken führt seit zehn Jah­ren Aus­tausch­tref­fen mit den kom­mu­na­len Kli­ma­schutz­ma­nage­ments, ins­be­son­de­re auf Ebe­ne der Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te, durch. betont Alex­an­der Wag­ner, Ener­gie­ko­or­di­na­tor bei der Regie­rung von Ober­fran­ken. „Sie sind wich­ti­ge Part­ner für uns, weil sie als zen­tra­le Akteu­re die Umset­zung von Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de in Bay­ern voranbringen.“