Ulli Welz als Forch­hei­mer Part­ner­schafts­be­auf­trag­ter verabschiedet

Jahr­zehn­te für die Pößneck-Partnerschaft

Rund 185 Kilo­me­ter sind es von Forch­heim bis ins thü­rin­gi­sche Pößneck. Doch für Ulli Welz ist die thü­rin­gi­sche Part­ner­stadt Forch­heims immer ganz nah gewe­sen: Nun wur­de der 76-Jäh­ri­ge als Part­ner­schafts­be­auf­trag­ter ver­ab­schie­det. Sei­ne Nach­fol­ge tritt Hol­ger Leh­nard an.

In einer Feierstunde wurde Ulli Welz als Partnerschaftsbeauftragter für Forchheims Partnerstadt Pößneck von Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein und dem Leiter Tourismusmanagement, Nico Cieslar, verabschiedet. Welz`Nachfolge tritt Holger Lehnard an. Foto: Birgit Herrnleben

In einer Fei­er­stun­de wur­de Ulli Welz als Part­ner­schafts­be­auf­trag­ter für Forch­heims Part­ner­stadt Pößneck von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Uwe Kirsch­stein und dem Lei­ter Tou­ris­mus­ma­nage­ment, Nico Cies­lar, ver­ab­schie­det. Welz‚Nachfolge tritt Hol­ger Leh­nard an. Foto: Bir­git Herrnleben

Wo Ulli Welz ist, da ist auch immer posi­ti­ve Stim­mung. Der Mann ist das, was man „Netz­wer­ker“ nennt, einer, der Men­schen zusam­men­bringt und ver­bin­det und auch immer ein wenig Schalk in den Augen blit­zen hat. Mehr als 30 Jah­re lang war Welz der Part­ner­schafts­be­auf­trag­te für Forch­heims Part­ner­stadt Pößneck in Thü­rin­gen. In einer Fei­er­stun­de ver­ab­schie­de­te Forch­heims Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Uwe Kirsch­stein den 76Jährigen: „Du hast die Treue der Stadt und zu Pößneck hoch gehal­ten und sehr aktiv beglei­tet – Du bist Herr Pößneck“, so Forch­heims Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Uwe Kirsch­stein, der sei­nen Dank im Namen der Stadt und der Stadt­rats­mit­glie­der aus­sprach. Kirsch­stein lob­te aus­drück­lich die „gute Ver­bin­dung“ zur Part­ner­stadt, die nicht zuletzt durch Ulli Welz „mensch­lich sehr gut funk­tio­niert“ hat und dank­te gleich­zei­tig Hol­ger Leh­nard, der die enge Ver­bin­dung als Nach­fol­ger Welz‚ wei­ter­füh­ren wird.

Alles begann im Jahr 1990: Es war der 8. Janu­ar 1990, als Welz ein Anruf aus dem Forch­hei­mer Rat­haus erreich­te. Dort waren gera­de drei Sport­freun­de aus der thü­rin­gi­schen Stadt Pößneck ange­kom­men und woll­ten sich die Forch­hei­mer Innen­stadt anse­hen und einen Kon­takt mit einem hie­si­gen Fuß­ball­ver­ein auf­neh­men. Welz war damals Fuß­ball­ab­tei­lungs­lei­ter beim VfB Forch­heim 1861 und wur­de spon­tan zum Stadt­füh­rer für die drei thü­rin­gi­schen Sportler.

Bereits weni­ge Wochen spä­ter waren die Forch­hei­mer VfB Sport­ler für ein Freund­schafts­spiel zu Gast in Thü­rin­gen, zum Anna­fest kamen die thü­rin­gi­schen Sport­ler zum Gegen­be­such nach Forch­heim. „Dies war der Beginn mei­ner bis zum heu­ti­gen Tag andau­ern­den beson­de­ren Bezie­hung zu Pößneck“, so Welz. „Am Tag der deut­schen Ein­heit, am 3. Okto­ber 1990, trat der VfB Forch­heim mit sei­ner 1. Her­ren­fuß­ball­mann­schaft wie­der­um in Pößneck an und wir erleb­ten als Gäs­te, wie die Freund­schafts­ur­kun­den in der Got­tes­acker-Kir­che durch die Bür­ger­meis­ter Micha­el Roo­lant und Franz Stumpf in einer Fei­er­stun­de unter­schrie­ben wur­den“, erin­nert er sich. Im Jah­re 2000 wur­de Welz dann von Ober­bür­ger­meis­ter Franz Stumpf offi­zi­ell zum Part­ner­schafts­be­auf­trag­ten für Pößneck ernannt.

„Ich war mit gan­zem Her­zen Part­ner­schafts­be­auf­trag­ter und habe mein Amt ger­ne, aus­gie­big und lan­ge gemacht“, so Welz, der sich selbst als einen „Freund der deut­schen Ein­heit“ cha­rak­te­ri­siert. Seit nun­mehr 60 Jah­ren, erzählt er, fährt er regel­mä­ßig nach Ber­lin und zeigt sich immer noch schwer bewegt „was eine Mau­er alles anrich­ten kann“. „Bewahrt die Part­ner­schaft und pflegt die sozia­len Kon­tak­te. Sie waren ein Fun­da­ment für die Soli­da­ri­tät zwi­schen Ost und West!“ Mit „einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge“ wur­de Welz aus gesund­heit­li­chen Grün­den ver­ab­schie­det und wünsch­te sei­nem Nach­fol­ger Hol­ger Leh­nard „immer eine glück­li­che Hand“.