Dach­stuhl­brand in Arz­ber­ger Mehr­fa­mi­li­en­haus: Poli­zei ehrt Lebensretter

ARZ­BERG, LKR. WUN­SIE­DEL. Ende August hielt der Dach­stuhl­brand eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses die Stadt Arz­berg in Atem. Drei Per­so­nen erlit­ten dabei leich­te Ver­let­zun­gen, es ent­stand hoher Sach­scha­den. Dass dabei jedoch nichts Schlim­me­res geschah, ist auch dem Ver­hal­ten des Ralf Becker zu ver­dan­ken, des­sen Zivil­cou­ra­ge nun von der Poli­zei gewür­digt wurde.

© Polizei Oberfranken

© Poli­zei Oberfranken

In den Mor­gen­stun­den des 23. August 2023 brann­te es im Dach­stuhl eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in Arz­berg. Ralf Becker begann gera­de sei­ne Arbeit in einem Nach­bar­ge­bäu­de und bemerk­te den auf­kom­men­den Brand­rauch durch ein Büro­fens­ter. Über Kol­le­gen ließ er den Not­ruf abset­zen und eil­te sofort auf die Stra­ße. Ralf Becker erkann­te, dass kei­ner der teil­wei­se noch schla­fen­den Bewoh­ner die Gefahr wahr­ge­nom­men hatte.

Er zöger­te kei­ne Sekun­de. Ohne Atem­schutz oder sons­ti­ge tech­ni­sche Aus­stat­tung rann­te Ralf Becker in das meh­re­re Wohn­par­tei­en umfas­sen­de Gebäu­de und mach­te laut­stark auf das Feu­er auf­merk­sam, klopf­te und trat gegen die Woh­nungs­tü­ren. Er schaff­te es letzt­lich, dass sich alle Bewoh­ner recht­zei­tig in Sicher­heit brin­gen konn­ten. Eine grö­ße­re Gefahr für die Gesund­heit, mög­li­cher­wei­se sogar das Leben eines jeden Haus­be­woh­ners konn­te durch das beherz­te Ein­grei­fen abge­wen­det werden.

Im Namen des ober­frän­ki­schen Poli­zei­prä­si­den­ten hän­dig­ten die Dienst­stel­len­lei­ter der Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­ti­on Hof, Jür­gen Schlee, sowie der Poli­zei­in­spek­ti­on Markt­red­witz, Roland Ast, nun eine Dan­ke­sur­kun­de sowie ein klei­nes Geschenk an Ralf Becker aus.