Drit­ter Aus­wärts­sieg in Fol­ge für die Sel­ber Wölfe

Symbolbild Eishockey

Auch beim Abstei­ger aus der Pen­ny DEL, den Bie­tig­heim Stee­lers, zeig­ten die Sel­ber Wöl­fe einen ordent­li­chen Aus­wärts­auf­tritt und neh­men am Ende ver­dien­te 3 Punk­te mit nach Hoch­fran­ken. Auf zwei Füh­run­gen der Haus­her­ren hat­te das Rudel immer eine schnel­le Ant­wort parat, kam dann im Mit­tel­ab­schnitt immer bes­ser ins Spiel und behielt schluss­end­lich mit 3:6 die Oberhand.

Stee­lers nut­zen Feh­ler, Wöl­fe glei­chen aus
Wenig Tem­po, statt­des­sen eini­ge indi­vi­du­el­le Feh­ler auf bei­den Sei­ten gab es im ers­ten Drit­tel. Und einen sol­chen Feh­ler auf Sei­ten der Wöl­fe nutz­ten die Haus­her­ren gleich in der 4. Minu­te gna­den­los aus: Raab ver­lor die Schei­be an der eige­nen blau­en Linie, Kuqi hat­te zu viel Platz und schob die Schei­be zum 1:0 durch die Scho­ner von Bit­zer. Kurz dar­auf tauch­te Wely­ch­ka allei­ne vor Bit­zer auf, schei­ter­te dies­mal aber am Sel­ber Goa­lie. In der 7. Minu­te war es dann Kolu­pay­lo, der mit sei­nem ers­ten Sai­son­tref­fer den Feh­ler sei­ner Far­ben wie­der wett­mach­te. Nach­dem er den Bie­tig­hei­mer Kas­ten umkurv­te, zog er ein­fach mal ab, fand eine Lücke zwi­schen Dou­bra­wa und Pfos­ten und netz­te zum Aus­gleich ein. Gefähr­li­che Chan­cen waren seit­dem aber wei­ter­hin Man­gel­wa­re, sodass es mit dem 1:1 vor­erst in die Pau­se ging, wobei die Wöl­fe noch eine Stra­fe gegen Hörd­ler wegen eines Stock­schlags vor dem eige­nen Tor mit in die Kabi­ne neh­men mussten.
In den Mit­tel­ab­schnitt star­ten die Stee­lers also mit einem Mann mehr auf dem Eis, spiel­ten ihr Power­play gut aus und ver­wan­del­ten durch Wely­ch­ka zur erneu­ten Füh­rung. Doch ein­mal mehr hat­ten die Wöl­fe eine pas­sen­de Ant­wort parat: In der 28. Minu­te kam die Schei­be vor Péter zum Stop­pen, der zog aus zen­tra­ler Posi­ti­on ab und netz­te zum erneu­ten Aus­gleich ein. Dann kam all­mäh­lich etwas mehr Fahrt in die Par­tie. Nach­dem McN­eill im Power­play aus dem Slot noch schei­ter­te, bekam Knack­stedt freie Schuss­bahn und brach­te mit einem plat­zier­ten Schuss die Wöl­fe in der 34. Minu­te erst­ma­lig in Front. Nur 28 Sekun­den spä­ter war es erneut Knack­stedt, der die Schei­be aus nahe­zu glei­cher Posi­ti­on in Rich­tung Tor brach­te, dies­mal fälsch­te Péter noch ab und erhöh­te mit sei­nem zwei­ten Tref­fer an die­sem Abend auf 4:2 aus Sel­ber Sicht. Mit der Pau­sen­si­re­ne zap­pel­te der Puck ein wei­te­res Mal im Bie­tig­hei­mer Kas­ten, doch die Uhr war bereits abge­lau­fen und der Tref­fer soll­te nicht mehr zählen.

Wöl­fe las­sen nichts mehr anbrennen
Die Sel­ber Wöl­fe star­te­ten also mit der Zwei-Tore-Füh­rung in den Schluss­ab­schnitt und gin­gen damit abso­lut cle­ver um. Defen­siv stand man ein­mal mehr kom­pakt und auch offen­siv setz­te man immer wie­der Nadel­sti­che – einen sogar in Unter­zahl: Nach Schei­ben­ge­winn in der neu­tra­len Zone erhöh­te Gel­ke in der 47. Minu­te im Breaka­way mit der Rück­hand auf 2:5. Die Gast­ge­ber gaben sich damit zwar noch nicht auf und kamen in der 52. Minu­te im Power­play durch Naud, der die Schei­be unter die Lat­te zim­mer­te, noch­mal auf 3:5 her­an. Doch die Wöl­fe lie­ßen nichts mehr zu und so set­ze Kal­ns per Emp­ty-Net-Tref­fer zum 3:6 den Schluss­punkt die­ser Partie.

Mann­schafts­auf­stel­lun­gen und Statistik
Bie­tig­heim Stee­lers: Dou­bra­wa (Schmidt) – Mac­Do­nald, Ber­ry, Zer­res­sen, Kil­lins, Dziam­bor, Hein­zin­ger, Diet­mann – Lascheit, Naud, Prei­bisch, Wely­ch­ka, Moser, Kuqi, Zer­ter-Gos­sa­ge, Cressey, Rust, Saf­fran, Sproll, Samusev
Sel­ber Wöl­fe: Bit­zer (Spie­wok) – Hörd­ler, Gläßl, Trs­ka, Hanusch, Raab, Plau­schin, Marusch – Kruminsch, Knack­stedt, Miglio, Schwam­ber­ger, Van­tuch, McN­eill, Kolu­pay­lo, Péter, Kal­ns, Dall­dush, Gel­ke, Melnikow
Tore: 4. Min. 1:0 Kuqi (Lascheit, Mac­Do­nald); 8. Min. 1:1 Kolu­pay­lo (Péter); 22. Min. 2:1 Wely­ch­ka (Moser, Mac­Do­nald); 28. Min. 2:2 Péter (Kal­ns); 34. Min. 2:3 Knack­stedt (Hörd­ler, Hanusch; 5/4); 35. Min. 2:4 Péter (Knack­stedt, Hörd­ler; 5/4); 47. Min. 2:5 Gel­ke (Hanusch; 4/5); 52. Min. 3:5 Naud (Moser, Jack­son; 5/4); 60. Min. 3:6 Kal­ns (Trs­ka; ENG)
Straf­zei­ten: Bie­tig­heim 6; Selb 8
Schieds­rich­ter: Haupt, Cespi­va (Menz, Pfeifer)
Zuschau­er: 1861