Fran­ken wird Modell­re­gi­on für digi­ta­le Gesundheitsversorgung

Bay­erns Gesund­heits­mi­ni­ster Holet­schek: „Wir trei­ben die Digi­ta­li­sie­rung wei­ter voran“

Die zwei­te Modell­re­gi­on für digi­ta­le Gesund­heit in Deutsch­land wird in Bay­ern sein. Es han­delt sich um die Regi­on „Mittel‑, Ober- und Unter­fran­ken“ – sie bekam den Zuschlag durch die gema­tik GmbH. Dar­auf hat Bay­erns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­ni­ster Klaus Holet­schek am Don­ners­tag hin­ge­wie­sen. Er begrüß­te die Ent­schei­dung und beton­te: „Es ist ein tol­ler Erfolg, dass die deutsch­land­weit zwei­te Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur-Modell­re­gi­on in Bay­ern geschaf­fen wird. Mir ist es wich­tig, dass wir bei der Digi­ta­li­sie­rung wei­ter vor­an­kom­men, um unter ande­rem die Ver­sor­gung für die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wei­ter zu ver­bes­sern. Hier­für müs­sen wir die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung in Gesund­heit und Pfle­ge ent­schlos­sen ergreifen.“

Bewor­ben hat­te sich ein Kon­sor­ti­um bestehend aus der Bay­ern Inno­va­tiv GmbH mit dem Bereich Gesund­heit, dem Medi­cal Val­ley Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg (EMN) e. V. und der Mon­ks – Ärz­te im Netz GmbH. Ziel ist, digi­ta­le Anwen­dun­gen und Dien­ste im Pra­xis­be­trieb zu eta­blie­ren und opti­mal zu ver­net­zen. Dafür wird unter ande­rem mit Haus- und Zahn­ärz­ten, Apo­the­ken, Kli­ni­ken, einem Fach­kran­ken­haus, sta­tio­nä­ren und ambu­lan­ten Pfle­ge­dien­sten, einem Ret­tungs­dienst sowie Ein­rich­tun­gen aus den Berei­chen Reha, Geburts­hil­fe, Phy­sio- und Psy­cho­the­ra­pie kooperiert.

Dr. Mar­kus Leyck Die­ken, gema­tik-Geschäfts­füh­rer, sag­te: „Das Netz­werk hat uns auf gan­zer Linie über­zeugt – mit einem beson­ders star­ken Mix aus städ­ti­scher und länd­li­cher Ver­sor­gung, kla­ren kon­zep­tio­nel­len Rah­men­be­din­gun­gen, einer top aus­ge­stat­te­ten inno­va­ti­ven Infra­struk­tur und einem hoch moti­vier­ten und bestens ver­netz­ten Team. Wir freu­en uns sehr auf die Zusam­men­ar­beit! Denn wir brau­chen genau die­se enga­gier­ten Vor­rei­ter, um die Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­be­reich mit Élan anzutreiben.“

Seba­sti­an Hil­ke, Pro­jekt­lei­ter und Lei­ter des Bereichs Digi­ta­le Gesund­heit bei Bay­ern Inno­va­tiv, ergänz­te: „Wir freu­en uns auf die Her­aus­for­de­rung, die für das Gesund­heits­we­sen wich­ti­ge Inte­gra­ti­on digi­ta­ler Infra­struk­tu­ren in das pra­xis­na­he Ver­sor­gungs­ge­sche­hen aktiv mit­zu­ge­stal­ten, wobei wir einen kla­ren Fokus auf Mehr­wert­dien­ste für alle Akteu­re set­zen werden.“

Holet­schek erklär­te: „Wir brin­gen in der Modell­re­gi­on jetzt groß­flä­chig digi­ta­le Anwen­dun­gen für Gesund­heit und Pfle­ge in den Ver­sor­gungs­all­tag der Men­schen. Ziel ist es, allen Betei­lig­ten das Leben zu ver­ein­fa­chen. Digi­ta­li­sie­rung darf dabei kei­ne Zusatz­be­la­stung sein, son­dern soll kon­kret hel­fen und die Behand­lungs­qua­li­tät in Gesund­heit und Pfle­ge ver­bes­sern! Wir den­ken aber über die Tech­nik­tests schon hin­aus und wol­len mit zusätz­li­chen Mit­teln aus Bay­ern das digi­ta­le Öko­sy­stem ‚Health Care BAY Your Side‘ für die Medi­zin und Pfle­ge von mor­gen schaf­fen. Wir trei­ben die Digi­ta­li­sie­rung nicht zum Selbst­zweck vor­an, son­dern hel­fen Lei­stungs­er­brin­gern kon­kret bei der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Und wir erklä­ren den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern pra­xis­nah und ver­ständ­lich, wel­che Chan­cen zur Ent­la­stung eine gut gemach­te Digi­ta­li­sie­rung bietet!“

Die geplan­te Modell­re­gi­on „Health Care BAY Your Side“ soll die gema­tik-Modell­re­gi­on ergän­zen. Ziel ist es unter ande­rem, Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Lei­stungs­er­brin­ger zu ent­wickeln und umzu­set­zen. Dar­über hin­aus sol­len Trai­nings, bei­spiels­wei­se für Pra­xis­teams im nie­der­ge­las­se­nen Bereich sowie in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, ange­bo­ten wer­den, um die Digi­tal­kom­pe­tenz im Gesund­heits­be­reich zu steigern.

Der Mini­ster beton­te: „Ich bin über­zeugt davon, dass E‑Health und E‑Care die Medi­zin und die Ver­sor­gung in der Pfle­ge ent­schei­dend posi­tiv beein­flus­sen kön­nen, um bei­spiels­wei­se Pfle­ge­kräf­te zu ent­la­sten. Für eine hoch­wer­ti­ge medi­zi­ni­sche und pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung auch in länd­li­chen Regio­nen ist die Digi­ta­li­sie­rung beson­ders wich­tig. Digi­ta­le Pro­zes­se ent­la­sten und schaf­fen mehr Zeit für ande­re Auf­ga­ben. Sie ver­bes­sern das, wor­auf es am mei­sten ankommt: die Ver­sor­gungs­qua­li­tät und die Patientenzufriedenheit.“