ÖDP Ober­fran­ken: Ein gutes Leben für alle ist möglich!

Am Sams­tag fand in Bam­berg im Café Luit­pold am Schön­leins­platz der dies­jäh­ri­ge Bezirks­par­tei­tag der Öko­lo­gisch-Demo­kra­ti­schen-Par­tei (ÖDP) statt. 1. Vor­sit­zen­der Erich Woh­nig (Bad Rodach-Hel­tritt) konn­te erfreu­lich vie­le Mit­glie­der begrü­ßen. Er berich­te­te, dass sich die Mit­glie­der­zahl auf hohem Niveau sta­bi­li­siert hät­te, nach­dem man durch den Erfolg des Volks­be­geh­rens „Ret­tet die Bie­nen“ einen über 30% Mit­glie­der­zu­wachs zu ver­zeich­nen hat­te. Nach dem Rechen­schafts­be­richt von Woh­nig und Schatz­mei­ster Jür­gen Ott (Coburg) wur­de die Vor­stand­schaft ein­stim­mig ent­la­stet. Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der Tho­mas Mül­ler (Burg­kunst­adt) berich­te­te dann vom ÖDP-Lan­des­par­tei­tag eine Woche zuvor in Regens­burg: „Es herrscht wie­der Auf­bruch­stim­mung in der ÖDP!“ Die ÖDP-Lan­des­vor­sit­zen­den Agnes Becker (42, Tier­ärz­tin) und Tobi­as Ruff (46, Gewäs­ser­öko­lo­ge, Stadt­rat in Mün­chen) füh­ren die baye­ri­sche ÖDP als Spit­zen­kan­di­da­ten in den Landtagswahlkampf.

Gemein­sam wol­len sie die ÖDP „jetzt erst­mals in den Land­tag füh­ren und die ÖDP-Prä­senz in den Bezirks­ta­gen aus­bau­en“. Die ÖDP im Land­tag wäre eine skan­dal­freie Alter­na­ti­ve in der baye­ri­schen Lan­des­po­li­tik, die vie­le ja her­bei­seh­nen“, sag­te Becker. Als „ver­ant­wor­tungs­los“ bezeich­nen die Spit­zen­kan­di­da­ten die Ankün­di­gung von Mini­ster Aiwan­ger, er wer­de „eine Redu­zie­rung des Pesti­zid­ein­sat­zes bekämp­fen“. Mül­ler bezeich­ne­te es als Armuts­zeug­nis, wenn Mini­ster­prä­si­dent Söder die Land­tags­wah­len „als Abstim­mung über die Poli­tik der Ampel“ bezeich­net. Er hät­te in Bay­ern genug zu tun. Von sei­nen Ver­spre­chun­gen hat er in der ver­gan­ge­nen Amts­pe­ri­ode jeweils maxi­mal 10 Pro­zent umge­setzt (Woh­nungs­bau, Digi­ta­li­sie­rung, Ener­gie- und Ver­kehrs­wen­de, Arten‑, Natur- und Grund­was­ser­schutz, Bar­rie­re­frei­heit, Bio­top­ver­bund, Moor-Rena­tu­rie­rung, Schu­len und Kin­der­gär­ten…) Sein Wahl­kampf­spruch: „Bay­ern ist über­all Spit­ze“ ist lei­der von kei­ner­lei Fak­ten gedeckt. Die ÖDP kann es mit Sicher­heit auch bes­ser als die Grü­nen, wie man an deren hand­werk­li­che Feh­ler sowohl in Ber­lin, als auch in der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen sieht. Das sie es bes­ser kann, hat die ÖDP bei ihren erfolg­rei­chen Volks­be­geh­ren schon mehr­fach bewie­sen. Die ÖDP will aber auch der Bevöl­ke­rung die Angst vor der Zukunft neh­men. Ein gutes Leben für alle ist mög­lich! Es muss nur Schluß sein mit Ver­schwen­dung und Gier. Die ÖDP sei die ein­zi­ge Par­tei, die sich dazu bekennt, dass es auf einem begrenz­ten Pla­ne­ten kein unbe­grenz­tes mate­ri­el­les Wirt­schafts­wachs­tum geben kann. Das hält unse­re Erde (und vor allem ihre Lebe­we­sen!) auf Dau­er nicht aus. Not­wen­dig ist eine öko-sozia­le Markt­wirt­schaft, die sich am Gemein­wohl ori­en­tiert (sie­he Baye­ri­sche Ver­fas­sung!) und der Umbau zu einer Kreis­lauf­wirt­schaft. Ins­be­son­de­re im Gesund­heits­we­sen muss die extre­me Kom­mer­zia­li­sie­rung been­det wer­den, denn sonst blei­ben die Bedürf­nis­se der Bevöl­ke­rung völ­lig unbeachtet.

Der neue Bezirksvorstand: Erich Wohnig, Matthias Baden, Kristina Kern, Carol Zirkel, Roland Müller, Thomas Müller. Foto: Matthias Baden/ ÖDP Oberfranken

Der neue Bezirks­vor­stand: Erich Woh­nig, Mat­thi­as Baden, Kri­sti­na Kern, Carol Zir­kel, Roland Mül­ler, Tho­mas Mül­ler. Foto: Mat­thi­as Baden/​ÖDP Oberfranken

Die fol­gen­den Neu­wah­len fan­den unter der Lei­tung des Bam­ber­ger Kreis­vor­sit­zen­den und Kreis­ra­tes Tobi­as Sie­ling statt. Als Erstes wur­de ein­stim­mig beschlos­sen, auch im Bezirks­ver­band künf­tig mit einer Dop­pel­spit­ze im Vor­stand zu arbei­ten. Ohne Gegen­stim­me wur­den zu Bezirks­vor­sit­zen­den gewählt: Carol Zir­kel (Bur­ge­brach, Erzie­he­rin und Bio­lo­gin, stellv. Vor­sit­zen­de KV Bam­berg) und Erich Woh­nig (Unter­neh­mens­ar­chi­tekt). Zu stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wur­den Tho­mas Mül­ler (Apo­the­ker) und Cin­dy Las­chitz (Hof, Abitu­ri­en­tin) gewählt. Als Schatz­mei­ste­rin wur­de Kri­sti­na Kern (Hof, Leh­re­rin) und als Bei­sit­zer Mat­thi­as Baden (Bam­berg, Archi­tekt) und Roland Mül­ler (Hof, IT-Con­sul­tant, Vor­sit­zen­der KV Hof) gewählt. Rech­nungs­prü­fer sind Rapha­el Grimm und Gabrie­le Los­karn (bei­de KV Bam­berg). Als Dele­gier­te zum Lan­des­haupt-aus­schuss wur­de Carol Zir­kel und als Ersatz­de­le­gier­ter Erich Woh­nig gewählt.

Zum Schluß stimm­te der Bezirks­par­tei­tag noch einem Vor­schlag zu, den ÖPNV zu verbessern:

1. es muss auch den Arbeit­neh­mern mög­lich gemacht wer­den, den ÖPNV zu nut­zen, deren Arbeits­be­ginn bereits um 6 Uhr liegt (Kran­ken­schwe­stern, Fabrik­ar­bei­ter usw.).

2. alle Haupt­strecken der Bahn in Bay­ern müs­sen mög­lichst bald zwei­glei­sig und elek­tri­fi­ziert wer­den. Die­sen Vor­schlag soll die neue ÖDP Frak­ti­on im Land­tag als For­de­rung an die Staats­re­gie­rung weiterleiten.

2 Antworten

  1. Thomas Müller sagt:

    Lei­der fehlt das Bild des neu­en ÖDP Bezirksvorstandes!

  2. Redaktion sagt:

    Ist kor­ri­giert.