Sanie­rung der Kel­ler­gas­se in Wun­sie­del wur­de gewür­digt – Ver­lei­hung der Denkmalpflegemedaille

Im Bild v.l.n.r.: Manfred Söllner (zweiter Bürgermeister der Stadt Wunsiedel), Stefan Schürmann (untere Naturschutzbehörde), Natalja Michalak (untere Denkmalpflegebehörde), Roland Schöffel (Stellvertreter des Landrates, Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge), Markus Blume (Bayerischer Staatsminister für Wissenshaft und Kunst). Foto: Stadt Wunsiedel
Im Bild v.l.n.r.: Manfred Söllner (zweiter Bürgermeister der Stadt Wunsiedel), Stefan Schürmann (untere Naturschutzbehörde), Natalja Michalak (untere Denkmalpflegebehörde), Roland Schöffel (Stellvertreter des Landrates, Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge), Markus Blume (Bayerischer Staatsminister für Wissenshaft und Kunst). Foto: Stadt Wunsiedel

Die Stadt Wun­sie­del hat für die Sanie­rung der Kel­ler­gas­se die Baye­ri­sche Medail­le für Denk­mal­pfle­ge erhal­ten. Über­reicht wur­de sie durch den Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ster für Wis­sen­schaft und Kunst, Mar­kus Blu­me, am Sonn­tag in Mün­chen. Die Aus­zeich­nung wür­digt die Sanie­rung von vor­erst elf Fel­sen­kel­lern am Katha­ri­nen­berg, an der auch die unte­re Natur­schutz­be­hör­de des Land­krei­ses Wun­sie­del maß­geb­lich betei­ligt war. Von den 65 ein­ge­reich­ten Vor­schlä­gen wur­den 18 Pro­jek­te, Pri­vat­per­so­nen und Insti­tu­tio­nen ausgezeichnet.

Für Ober­fran­ken waren dies die Stadt Wun­sie­del und die Ober­fran­ken­stif­tung, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zahl­rei­che Denk­mal­pfle­ge­pro­jek­te mit cir­ca 200 Mil­lio­nen Euro in ganz Ober­fran­ken unter­stützt hat. Die Sanie­rung der Kel­ler in der Kel­ler­gas­se wur­de über ein EU-Pro­gramm zur grenz­über­schrei­ten­den Zusam­men­ar­beit des Frei­staa­tes Bay­ern und der Tsche­chi­schen Repu­blik in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Wun­sie­del und dem Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge geplant und durch­ge­führt. Her­vor­ge­ho­ben wur­den auch die ange­brach­te QR-Codes die Inter­es­sier­te zu vir­tu­el­len Kel­ler­rund­gän­gen ein­la­den und Kel­ler die teil­wei­se bar­rie­re­frei erschlos­se­nen wurden.

In der Lau­da­tio hob der Mini­ster beson­ders die gelun­ge­ne Ver­wen­dung natür­li­cher Bau­stof­fe her­vor, beson­ders die her­aus­for­dern­de aber letzt­end­lich erfolg­rei­che Suche nach geeig­ne­ten Klin­kern und Tür­be­schlä­gen, die alle­samt Son­der­an­fer­ti­gun­gen sind. Bei der Sanie­rung han­delt es sich um ein inno­va­ti­ves wie auch in höch­stem Maße denk­mal­ge­recht geplan­tes und durch­ge­führ­tes Vor­ha­ben, so Mar­kus Blume.

Für das lau­fen­de Jahr ist die Sanie­rung von wei­te­ren zwölf Kel­lern geplant, die durch den Frei­staat Bay­ern mit 515.300 € und durch die Ober­fran­ken­stif­tung mit 147.500 € geför­dert wird.