Mehr Gehalt für Lehr­kräf­te an Pri­vat­schu­len – CSU und Freie Wäh­ler über­neh­men Vor­schlag der GEW Bayern

Die Anhe­bung der Leh­rer­ge­häl­ter an Grund- und Mit­tel­schu­len soll nun auch für die baye­ri­schen Pri­vat­schu­len finan­ziert wer­den. Das teil­ten die Land­tags­frak­tio­nen von CSU und Frei­en Wäh­lern (FW) am 13. Juni mit. Die Gewerk­schaft Erzie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) wer­tet dies als Teil­erfolg: In einer Stel­lung­nah­me vom 17. Mai hat­te sie gemein­sam mit dem DGB Bay­ern genau dies gefordert.

Der ursprüng­li­che Gesetz­ent­wurf der Staats­re­gie­rung bezog sich nur auf ver­be­am­te­te Lehr­kräf­te, ange­stell­te Kol­le­gen an Pri­vat­schu­len blie­ben außen vor. Die­sen Punkt haben die Regie­rungs­frak­tio­nen nun in das Schul­fi­nan­zie­rungs­ge­setz auf­ge­nom­men. Dass sie von GEW und DGB auf die­se Not­wen­dig­keit hin­ge­wie­sen wur­den, erwäh­nen sie nicht.

Zum Hin­ter­grund: Die Per­so­nal­kos­ten der Pri­vat­schu­len wer­den zu einem gro­ßen Teil vom Land bezu­schusst. Berech­nungs­grund­la­ge sind das Grund­ge­halt, der Orts- und Fami­li­en­zu­schlag sowie die Jah­res­son­der­zah­lung eines Beam­ten der Besol­dungs­grup­pe A 12. Die Pri­vat­schu­len müs­sen ihren Lehr­kräf­ten also min­des­tens 80 Pro­zent des Gehalts eines ver­gleich­ba­ren staat­li­chen Ange­stell­ten zah­len. Da Grund- und Mit­tel­schul­lehr­kräf­te erst in fünf Jah­ren die Besol­dungs­grup­pe A 13 errei­chen sol­len, erhal­ten sie in den nächs­ten Jah­ren eine monat­li­che Zula­ge, die bis auf 400 Euro ansteigt. Obwohl auch Pri­vat­schu­len min­des­tens 80 Pro­zent davon zah­len müs­sen, wäre die Finan­zie­rung nach dem Regie­rungs­ent­wurf ausgefallen.

Nach den Erfah­run­gen der GEW hal­ten sich vie­le pri­va­te Schul­trä­ger schon jetzt nicht an die Vor­ga­be „min­des­tens 80 Pro­zent“. Die GEW for­dert des­halb das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um auf, die Ein­hal­tung die­ser Vor­ga­be bei der Geneh­mi­gung und För­de­rung von Schu­len kon­se­quent zu überwachen.