IG BAU Ober­fran­ken for­dert „Infla­ti­ons­aus­gleich plus X statt Reallohnverlust“

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110 Gar­ten- und Land­schafts­bau­er im Kreis Kulm­bach: Grü­ne Jobs, aber rote Zah­len auf dem Lohnkonto

Sie pfle­gen Gär­ten, pflas­tern Wege, küm­mern sich um Parks und Fried­hö­fe, pla­nen und bau­en Sport­plät­ze: Die „grü­ne Bran­che“ im Land­kreis Kulm­bach hat rund 110 Beschäf­tig­te im Garten‑, Land­schafts- und Sport­platz­bau, so die IG Bau­en-Agrar-Umwelt. Die IG BAU Ober­fran­ken beruft sich dabei auf Anga­ben der Arbeitsagentur.

„Die Bran­che hat Sai­son und die Betrie­be haben alle Hän­de voll zu tun. Doch hin­ter den ‚grü­nen Betriebs­to­ren‘ rumort es kräf­tig. Es geht um höhe­re Löh­ne“, sagt Uwe Beh­rendt. Der Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Ober­fran­ken kri­ti­siert den Bun­des­ver­band Garten‑, Land­schafts- und Sport­platz­bau: Die­ser tre­te bei der lau­fen­den Tarif­run­de „kräf­tig auf die Lohnbremse“.

Das tref­fe Beschäf­tig­te der Bran­che im Kreis Kulm­bach hart. Die Arbeit­ge­ber hät­ten umge­rech­net ledig­lich 3,75 Pro­zent Lohn­zu­wachs pro Jahr als Ange­bot vor­ge­legt. „So wie die Prei­se durch die Infla­ti­on gestie­gen sind, wür­de das für die Beschäf­tig­ten bis 2025 einen erheb­li­chen Real­lohn­ver­lust bedeu­ten“, sagt Uwe Beh­rendt. Die IG BAU dage­gen for­de­re den „Infla­ti­ons­aus­gleich plus X“ für Löh­ne, Gehäl­ter und Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen der Branche.

Eine For­de­rung, an der die IG BAU auch in der drit­ten Ver­hand­lungs­run­de fest­hal­ten will: „Die grü­ne Bran­che mutet ihren Beschäf­tig­ten rote Zah­len auf dem Lohn­kon­to zu. Die Arbeit­ge­ber sind nicht ein­mal bereit, die Infla­ti­on aus­zu­glei­chen. Dabei leis­ten die Gar­ten- und Land­schafts­bau­er bei Wind und Wet­ter eine har­te Arbeit. So hält und gewinnt man kei­ne Fach­kräf­te.“ Das müs­se den 14 Betrie­ben der Bran­che im Kreis Kulm­bach klar sein. „Und das müs­sen auch die hei­mi­schen Arbeit­ge­ber ihrem Bun­des­ver­band klar­ma­chen. Andern­falls wer­den die bun­des­wei­ten Tarif­ver­hand­lun­gen schei­tern“, so Behrendt.

Die IG BAU ver­weist dabei auch auf die Früh­jahrs­um­fra­ge des Bun­des­ver­ban­des Garten‑, Land­schafts- und Sport­platz­bau. Das „Bran­chen-Baro­me­ter“ mache deut­lich, dass unter den befrag­ten Betrie­ben für gut zwei Drit­tel der Arbei­ten in Pri­vat­gär­ten höhe­re Prei­se ver­langt wür­den als noch im Vor­jahr. Für die „grü­nen Auf­trä­ge“ der öffent­li­chen Hand schrei­be die Bran­che zu 45 Pro­zent höhe­re Rech­nun­gen. „Da kann es nicht sein, dass die Beschäf­tig­ten jetzt beim Lohn in die Röh­re gucken sol­len“, so Uwe Behrendt.