Wie­ner Kaba­ret­tist Harald Pom­per im Thea­ter am Michels­berg in Bamberg

ANDERS als GEPLANT

Eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Sati­re über Selbst­op­ti­mie­rung und ewi­ges Wirtschaftswachstum

Harald Pomper © Andi Bruckner

Harald Pom­per © Andi Bruckner

Herr P. hat es geschafft. Ein wuch­ti­ges Haus, ein polier­ter SUV (selbst­ver­ständ­lich Elek­tro!), ein stets kor­rekt gemäh­ter Rasen & ein Pool, der dem­nächst den Gar­ten schmü­cken soll.

In jun­gen Jah­ren hat der Rebell mit Wut im Her­zen und etwas Axe unterm Arm die Pro­vinz ver­las­sen, um mehr aus sei­nem Leben machen. Er schafft beruf­li­che Auf­stie­ge, legt so etwas ähn­li­ches wie eine Kar­rie­re hin und als er Jah­re spä­ter sei­ner heim­li­chen Lie­be wie­der begeg­net, scheint das Glück per­fekt. Alles läuft nach Plan und nach der Hei­rat schei­nen die von Exper­ten emp­foh­le­nen durch­schnitt­li­chen 2,35 ehe­li­chen sexu­el­len Hand­lun­gen pro Woche in greif­ba­rer Nähe.

Nur als er sei­nen alten Stu­di­en­kol­le­gen plötz­lich wie­der öfters trifft, das Soft­ware-Update sei­nes Elek­tro-SUVs schei­tert und er in die völ­lig ermü­de­ten Gesich­ter der ande­ren Fahr­gäs­te in der U‑Bahn blickt, kom­men ihm lang­sam Zwei­fel. Läuft sein Leben nicht völ­lig ANDERS als GEPLANT?

Zur Per­son

Harald Pom­per sieht sich selbst Pro­Bo – als Pro­lo und Bobo in Per­so­nal­uni­on. In jun­gen Jah­ren ist der gelern­ter Schlos­ser und Werk­zeug­ma­cher vom Bur­gen­land nach Wien gezo­gen, um Matu­ra und Stu­di­um nach­zu­ho­len. Er tauscht Ham­mer und Inbus­schlüs­sel gegen Lap­top und Kugel­schrei­ber ein und ist wäh­rend des Stu­di­ums als Jour­na­list tätig.

Erst mit 35 wagt er es, sich voll­stän­dig der Lie­der­ma­che­rei und dem Kaba­rett zu wid­men und über­sie­delt für 4 Jah­re nach Ber­lin. Seit­her hat er schon eini­ge Musikal­ben und Kaba­rett­pro­gram­me veröffentlicht.