Natur­na­he Grab­ge­stal­tung im Stadt­fried­hof Bayreuth

„Die Sum­mer“ e.V. lädt zur natur­na­hen Grab­ge­stal­tung ein

Der Ver­ein sucht 10 Ange­hö­ri­ge, die ihr Grab mit insek­ten­freund­li­chen Wild­pflan­zen gestal­ten möch­ten. Die Teil­neh­men­den wer­den bei der Pla­nung und Umset­zung sowie mit Pflan­zen und Mate­ria­li­en unter­stützt. Die Akti­on fin­det am 19. April von 16–18 Uhr im Bay­reu­ther Stadt­fried­hof (Erlan­ger Stra­ße) statt.

Bei Inter­es­se kön­nen Sie sich per Tele­fon (0921 51684508) oder E‑Mail (anmeldung@​diesummer.​de) mit fol­gen­den Infor­ma­tio­nen melden:

  • Stand­ort (son­nig, halb­schat­tig, schattig)
  • Grö­ße
  • Grab­num­mer
  • Foto

Fried­hö­fe haben gro­ßes Potenzial 

Fried­hö­fe sind in den meis­ten Fäl­len bereits sehr natur­nah. Alte Baum­be­stän­de, kein Ver­kehr, Ruhe und vie­le Grün­flä­chen bie­ten Vögeln, Eich­hörn­chen und Igeln einen Lebens­raum. Für Insek­ten gibt es auf Fried­hö­fen aber oft noch Verbesserungspotenzial.
Der Wert von Insek­ten ist für eini­ge nicht direkt erkenn­bar. Mit rund 75 % machen Insek­ten den größ­ten Teil aller Tier­ar­ten aus. Sie sind Bestäu­ber, recy­celn abge­stor­be­nes Mate­ri­al und sind Nah­rungs­grund­la­ge für vie­le ande­re Lebe­we­sen (bspw. für den Nach­wuchs hei­mi­scher Vögel). Doch immer mehr wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en bestä­ti­gen den dras­ti­schen Rück­gang von Insekten.
Die Sum­mer e.V. möch­te in Koope­ra­ti­on mit dem Kir­chen­ge­mein­de­amt Bay­reuth zei­gen, dass auch auf Fried­hö­fen mit der rich­ti­gen Grab­bepflan­zung Insek­ten geför­dert wer­den kön­nen. Insek­ten sind auf hei­mi­sche Wild­pflan­zen als Nah­rung ange­wie­sen. Für son­ni­ge Bee­te eig­nen sich bspw. Kar­täu­ser­nel­ke, Tau­bens­ka­bio­se, Zypres­sen­wolfs­milch, Auf­rech­ter Ziest, Knäu­el-Glo­cken­blu­me und für (halb-) schat­ti­ge Bee­te Lun­gen­kraut, Wie­sen-Schlüs­sel­blu­me, Pfen­nig­kraut, nes­sel­blätt­ri­ge Glo­cken­blu­me und Frühlingsplatterbse.

Dar­um lohnt es sich mitzumachen!

  • Wild­pflan­zen hel­fen Insek­ten und wei­te­ren Tie­ren – mit ihnen wird Bio­di­ver­si­tät gefördert.
  • Auf­grund der mehr­jäh­ri­gen Arten bleibt die Bepflan­zung jah­re­lang bestehen.
  • Der Pfle­ge­auf­wand ver­rin­gert sich.
  • Die Teil­neh­men­den sind ein Vor­bild für andere.