Bay­reuth: Kicher­erb­sen­sup­pe und tos­ka­ni­scher Apfelkuchen

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger besucht Workshop der Berufsintegrationsklassen in der Volkshochschule; Bildnachweis: Stadt Bayreuth
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger besucht Workshop der Berufsintegrationsklassen in der Volkshochschule; Bildnachweis: Stadt Bayreuth

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Ebers­ber­ger hat kürz­lich Schüler/​innen der Berufs­in­te­gra­ti­ons­klas­sen der Berufs­schu­le I besucht, die der­zeit in der Volks­hoch­schu­le einen ein­wö­chi­gen Gas­tro­no­mie­pra­xis­work­shop bestrei­ten. Hier­bei beton­te er das Enga­ge­ment der Stadt Bay­reuth für die beruf­li­che Inte­gra­ti­on jun­ger Zugewanderter.

Ins­ge­samt 20 zuge­wan­der­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die an der Staat­li­chen Berufs­schu­le I die soge­nann­ten Berufs­in­te­gra­ti­ons­klas­sen besu­chen, um sich hier sprach­lich und fach­lich auf eine Berufs­aus­bil­dung vor­zu­be­rei­ten, ler­nen der­zeit Dienst­stel­len der Stadt Bay­reuth ken­nen: Wäh­rend eine Hälf­te der Klas­se die Mitarbeiter/​innen des Stadt­gar­ten­amts bei ihrer Arbeit beglei­ten, nimmt die ande­re Hälf­te in der Volks­hoch­schu­le an einem Koch- und Gas­tro­no­mie­pra­xis­work­shop teil. Ziel ist, den Schü­le­rin­nen und Schü­lern durch die Prä­sen­ta­ti­on ver­schie­de­ner Berufs­bil­der und Tätig­keits­be­rei­che die Mög­lich­keit zu geben, sich über ihre eige­nen Talen­te, Fähig­kei­ten und Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten klar zu werden.

Die Teilnehmer/​innen des Koch­work­shops in der Volks­hoch­schu­le beka­men Besuch von Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Ebers­ber­ger: Er mach­te sich vor Ort in der Volks­hoch­schu­le ein Bild vom Enga­ge­ment der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer und erhielt auch die Gele­gen­heit, eini­ge von den zube­rei­te­ten Spei­sen zu kos­ten – auf dem Menü stan­den unter ande­rem Kicher­erb­sen­sup­pe, soma­li­sche Teig­ta­schen und tos­ka­ni­scher Apfel­ku­chen. Hier­bei unter­strich er die Poten­tia­le, die eine gelun­ge­ne beruf­li­che Inte­gra­ti­on jun­ger Zuge­wan­der­ter gera­de ange­sichts des Fach­kräf­te­man­gels bie­tet, und lob­te die gas­tro­no­mi­schen Fähig­kei­ten der Schü­le­rin­nen und Schü­ler: „Gute Leu­te wer­den heu­te über­all gesucht – gera­de auch in der Gas­tro­no­mie. Die­sen jun­gen Men­schen eine beruf­li­che Per­spek­ti­ve zu geben, ermög­licht ihnen nicht nur, sich hier ein Leben auf­zu­bau­en, son­dern stärkt auch unse­re Wirt­schaft.“ Daher enga­gie­re sich die Stadt Bay­reuth an vie­len Stel­len für die beruf­li­che und gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on von Zugewanderten.

Die Zusam­men­ar­beit der Volks­hoch­schu­le mit den staat­li­chen Berufs­schu­len I und II im Rah­men der Berufs­in­te­gra­ti­ons­klas­sen hat dabei bereits Tra­di­ti­on: Seit 2016 orga­ni­sie­ren die Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen gemein­sam die Beschu­lung zuge­wan­der­ter jun­ger Men­schen, wobei der Erwerb der deut­schen Spra­che einen Schwer­punkt bil­det. Erst­ma­lig ist in die­sem Jahr auch das Stadt­gar­ten­amt betei­ligt, indem es Schü­le­rin­nen und Schü­lern Tätig­kei­ten im Gar­ten- und Land­schafts­bau nahe­bringt. Der Lei­ter der Volks­hoch­schu­le, Mar­tin Boek­stie­gel, betont den Wert der Zusam­men­ar­beit: „Dank der kur­zen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge zwi­schen Berufs­schu­len und städ­ti­schen Dienst­stel­len funk­tio­niert die Zusam­men­ar­beit rei­bungs­los, selbst aktu­ell, da die erhöh­te Zuwan­de­rung auch das Bil­dungs­sys­tem unter Stress setzt. Berufs­schu­len und Stadt Bay­reuth agie­ren Hand in Hand, um den Schü­le­rin­nen und Schü­lern das best­mög­li­che Bil­dungs­an­ge­bot zu machen.“ Aktu­ell wer­den im Rah­men der Berufs­in­te­gra­ti­ons­klas­sen an den Berufs­schu­len I und II vier Klas­sen in zwei Jahr­gän­gen beschult.